Wärmepumpen-Glossar
475 Begriffe aus Technik, Förderung, Normen und Recht — jeder in zwei Sätzen erklärt, bevor Sie tiefer lesen.
Gedacht für den Moment, in dem ein Wort im Angebot, im Förderbescheid oder im Messprotokoll steht und die Entscheidung davon abhängt: Was ist ein Bivalenzpunkt, was sagt eine Jahresarbeitszahl aus, was verlangt der hydraulische Abgleich nach Verfahren B. Die Erläuterungen stützen sich auf Normen, Gesetzestexte und Herstellerangaben; wo eine Norm den Begriff festlegt, steht sie dabei.


475 Begriffe
§
1A
19- Abluft-Wärmepumpe — Nutzung der Fortlüftung (warm) als Wärmequelle statt Außenluft; sehr hohe JAZ bei optimaler Lüftung.
- Abnahme — Formale Übernahme einer Wärmepumpenanlage durch den Auftraggeber nach Installation. Mit der Abnahme erkennt der Auftraggeber an, dass die Anlage vertragsgerecht ausgeführt wurde.
- Absorption-/Adsorptions-Wärmepumpe — Alternative zu Kompressions-WP mit Absorber oder Adsorbier-Materialien statt Kompressor; für Abwärmenutzung geeignet.
- Absorptionswärmepumpe — Wärmepumpensystem mit thermischem Verdichter statt Kompressor; wird durch Antriebswärme (z.B. Gasbrenner oder Abwärme) statt Strom angetrieben.
- Abtauung — Automatischer Prozess bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, um Eiskristalle auf dem Verdampfer zu entfernen. Während der Abtauung läuft die Heizung kurzzeitig rückwärts.
- Aktives Kühlen — Umkehrung des Wärmepumpenprozesses zur aktiven Raumkühlung; erzielt Temperaturen bis 16°C.
- Alphaversuch (Schallmessung) — Standardisierter Schallmess-Test nach ISO 3744 zur Bestimmung Schallleistungspegel.
- Altbau — Wohngebäude vor 1979 mit typisch hohen U-Werten (0,5-1,5 W/m²K) und Sanierungsbedarf.
- Ammoniak-Kältemittel (R717) — Natürliches hocheffizientes Kältemittel; GWP = 0, hohe Effizienz, aber toxisch; industrielle Anwendung.
- Amortisation — Zeitraum bis Einsparungen die Investitionskosten decken; typisch 10-15 Jahre.
- Annuität — Jährlich gleichbleibende Rückzahlungsrate bei Kreditfinanzierung.
- Anschlussleistung (elektrisch) — Maximale elektrische Aufnahme der Wärmepumpe am Netzanschluss; relevant für Hausinstallation und Absicherung.
- Atmosphärische Feuchte (Psychrometrie) — Wechselwirkung zwischen Lufttemperatur, relativer Feuchte und Taupunkt; kritisch für Verdampfer-Effizienz.
- Aufstellfläche — Ebene Grundfläche für sichere, vibrationsfreie Montage der Außeneinheit.
- Ausdehnungsgefäß (MAG) — Membran-Ausdehnungsgefäß; druckabbauender Behälter zur Aufnahme von Volumenausdehnungen des Heizwassers bei Erwärmung.
- Auslegung — Dimensionierung einer Wärmepumpenanlage nach Heizlast und Warmwasserbedarf.
- Auslegungstabellen — Vorgefertigte Berechnungshilfen zur schnellen WP-Dimensionierung basierend auf Gebäudegröße und Standard-Annahmen.
- Auslegungstemperatur — Bezugsaußentemperatur (Norm-Außentemperatur) für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831; in Deutschland je nach Standort ca. −10 bis −16°C.
- Außentemperatur-Sensor — Messfühler zur Erfassung der Außenlufttemperatur; Input für Heizkurven-Witterungsführung.
B
24- BAFA — Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; fördert in der BEG Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung und Energieberatung — die Heizungsförderung (Wärmepumpen) läuft seit 2024 über...
- BEG — Bundesförderung für effiziente Gebäude; zentrales staatliches Förderprogramm — der Heizungstausch mit Wärmepumpe wird als Zuschuss über die KfW gefördert (Programm 458, 30-80%; BEG-Reform,...
- BEG-EM (Bundesförderung Effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen) — Förderung einzelner Maßnahmen: Heizungstausch als Zuschuss über die KfW (30-80%), Gebäudehülle und Anlagentechnik über das BAFA.
- BGB §434 & §640 — Rechtliche Normen über Sachmängel und Werkleistungen bei Wärmepumpen.
- BHKW (Blockheizkraftwerk) — Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage zur simultanen Strom- und Wärmeerzeugung.
- BImSchV — Verordnungen zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG); für zulässige Schallpegel von Wärmepumpen ist die auf dem BImSchG beruhende TA Lärm maßgeblich.
- BMS — Building Management System; zentrale Steuerplattform für Heizung, Kühlung und Lüftung.
- Bestandsgebäude — Bereits errichtetes Gebäude, bei dem WP-Nachrüstung ohne Neubau erfolgt.
- Bestandssanierung — Energetische Modernisierung von Altgebäuden mit WP, Dämmung und Fensteraustausch.
- Betonkern-Speichermasse — Thermische Nutzung der Betonträgermasse zur Wärme- und Kälte-Speicherung; reduziert Takten.
- Betonkernaktivierung (BKA) — Rohrleitungen direkt im Betontragwerk zur thermischen Nutzung der Speichermasse; Heiz- und Kühlfunktion kombiniert.
- Betonvergütung — Besondere Bearbeitung von Betonoberflächen zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit in Betonkern-Systemen.
- Biomasse-Wasserstoff (Bio-H₂) — Aus erneuerbaren Quellen erzeugter Wasserstoff für zukünftige H₂-Ready-Kessel; Energiewende-Perspektive.
- Biomassekessel — Automatisches oder manuelles Heizsystem auf Basis Holz/Pellets/Hackschnitzel mit Lager- und Förderautomatik.
- Bivalent — Betriebsmodus mit Wärmepumpe und Zusatzheizung (Gas, Öl oder Heizstab).
- Bivalent-Schaltung — Hydraulikkonzept mit Wärmepumpe und Zusatzerzeuger (Gas, Öl oder Heizstab); Zusatz bei Tieftemperaturen oder Spitzenlast.
- Bivalenzpunkt — Außentemperatur (typisch -5 bis 0°C), ab der die Wärmepumpe zusätzliche Wärmequelle benötigt.
- Blower-Door-Test — Prüfverfahren der Gebäudedichtheit mittels Unterdruckerzeugung; erfasst n₅₀-Wert in h⁻¹.
- Bohrung — Vertikale Ausschachtung von 50-300 m Tiefe zur Installation von Erdsonden; benötigt behördliche Genehmigung.
- Bosch — Deutscher Großhersteller von Wärmepumpen mit breiter Produktpalette.
- Brennstoffzelle (SOFC/PEM) — Elektrochemische Energiewandler für Strom-Wärme-Erzeugung aus Wasserstoff/Erdgas; Wirkungsgrad bis 90%.
- Brennwertnutzung — Energieeffizienz-Prinzip mit Nutzung der Kondensationswärme von Abgasen; steigert Wirkungsgrad auf >95%.
- Buderus — Traditionsmarke (Bosch-Gruppe) für Heiztechnik mit kompakten Luft-Wasser-WP.
- Bypass — Rohrstutzen mit Ventil zum Umleiten von Heizungswasser parallel am Wärmetauscher vorbei.
C
9- COP — Coefficient of Performance; Leistungszahl bei Standardbedingungen. COP 4 = 4 kW Wärme pro 1 kW Strom.
- CO₂-Bilanz — Gesamte direkt und indirekt emittierte Treibhausgase über die Lebensdauer einer WP.
- CO₂-Steuer — Bundesabgabe auf fossile Energieträger seit 2021; erhöht Gasheizung-Betriebskosten und verbessert WP-Wirtschaftlichkeit.
- CO₂-Zertifikate/Carbon Credits — Handelbare Emissionsrechte; private Wärmepumpen erzeugen keine verkäuflichen Zertifikate, profitieren aber indirekt vom steigenden CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe.
- CO₂-Äquivalent — Normalisierte Umweltlast eines Gases relativ zu CO₂; z.B. R290 = 3 kg CO₂-Äq./kg.
- Carnot-COP — Theoretisch maximal mögliche Leistungszahl; reale Wärmepumpen erreichen 40-60% davon.
- Cascading (Wärmepumpen) — Hintereinander-Kopplung mehrerer WP-Generationen für extrem hohe Vorlauftemperaturen oder Leistungen.
- Chimney-Effekt — Natürliche Auftriebsströmung warmer Luft nach oben durch Undichtheiten; beeinflusst Luftwechsel.
- Cloud-Monitoring — Remote-Überwachung der WP-Parameter über Herstellerportal oder App; ermöglicht Ferndiagnose.
D
27- DHHR (Dezentrale Heiz-Kälte-Regelung) — Verteilte Regeleinheiten statt zentrale Steuerung; flexible Architektur für komplexe Gebäude.
- DIN 1264 (Flächenheizung) — Europäische Norm EN 1264 für Fußbodenheizung und Flächenheiz-/kühlsysteme; regelt Rohrabstände und Verlegemuster.
- DIN 1946-6 — Norm für Lüftungsanlagen in Wohngebäuden; regelt Mindestluftwechsel.
- DIN 1988 (Trinkwasserinstallation) — Deutsche Norm für Trinkwasser-Rohrleitungen in Gebäuden; regelt Hygiene und Materialsicherheit.
- DIN 4108 — Norm zum Wärmeschutz bei Gebäuden; setzt U-Wert-Anforderungen.
- DIN 4108-2 (Wärmebrückenbewertung) — DIN 4108-2 regelt den Mindestwärmeschutz; die pauschale Wärmebrückenbewertung (ΔU-Zuschlag) erfolgt nach DIN 4108 Beiblatt 2.
- DIN 4109 (Schallschutz) — Deutsche Norm für Schallschutz im Hochbau; Anforderungen an Außenlärm, Nachbarschaftslärm und Trittschall.
- DIN 4701 — Deutsche Norm für Heizanlagen-Auslegung; Vorläufer zu DIN EN 12831.
- DIN EN 12831 — Deutsche Norm zur Berechnung der Heizlast von Gebäuden.
- DIN EN 14511 — Norm für Klassifizierung und Leistungsprüfung von Wärmepumpen; Grundlage der COP-Messung unter Normbedingungen.
- DIN EN 14825 (SCOP-Berechnung) — Europäische Norm zur Berechnung des saisonalen COP unter Berücksichtigung verschiedener Klimazonen.
- DIN EN 15450 — Norm für die Planung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Gebäuden.
- DIN EN 15450 (Wärmeerzeuger) — Norm für die Planung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Gebäuden.
- DIN EN 378 — Sicherheitsrichtlinie für Kälteanlagen mit Grenzen für Kältemittelfüllung und Dichtheitsanforderungen.
- DIN EN 378 (Kälteanlagen-Sicherheit) — Sicherheitsrichtlinie für Kälteanlagen mit Grenzen für Kältemittelfüllung und Dichtheits-Prüfung.
- DVGW W551 — Norm für hygienische Anforderungen an Warmwassersysteme; Mindesttemperatur 60°C.
- DVGW W551 (Warmwasserhygiene) — Deutsche Norm für hygienische Anforderungen an Warmwassersysteme; Mindesttemperatur 60°C gegen Legionellen.
- Daikin — Japanischer Großhersteller; zählt weltweit zu den größten Anbietern von Klima- und Wärmepumpentechnik.
- Deckenheizung — Flächenheizung in Deckenstrukturen mit Vorlauf 30-40°C; ideal für Kombi-Heiz-Kühl-Betrieb.
- Deckentemperierung — Temperaturgesteuerter Betrieb von Deckenheizflächen zur gleichzeitigen Heiz- und Kühlfunktion.
- Diagnose-Gateway — Digitale Schnittstelle für Remote-Fehleranalyse durch Hersteller/Fachleute; unterstützt Troubleshooting ohne Vor-Ort-Besuch.
- Dielektrische Flüssigkeiten — Nicht-leitfähige Flüssigkeiten für spezielle Kühl-Anwendungen; seltener in WP-Sektor.
- Dilatation — Volumenausdehnung von Flüssigkeiten bei Erwärmung; durch MAG oder Ausdehnungsgefäß zu berücksichtigen.
- Direktverdampfung — Konzept ohne separaten Wärmetauscher; Kältemittel verdampft direkt im Erdkollektor.
- Drehzahlregelung — Automatische Anpassung der Kompressor-Drehzahl an den Wärmebedarf; ermöglicht optimale Teillast-Effizienz.
- Drei-Wege-Ventil — Mischventil mit drei Anschlüssen zur Temperaturregelung durch proportionale Durchflussverteilung.
- Durchflussreglung — Steuerung der Wassermenge im Heizkreis durch Ventile oder Pumpen-Drehzahl-Modulation.
E
34- EER & SEER — Kühlleistungszahlen im Kühlmodus (EER punktuell, SEER saisonal).
- EPBD — Energy Performance of Buildings Directive; EU-Gebäuderichtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden.
- EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) — Europäische Rahmenrichtlinie mit Mindest-Effizienzanforderungen und Audits für große Verbraucher.
- EU-Ökodesign — Europäische Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Wärmeerzeugern (Verordnung (EU) Nr. 813/2013); definiert Mindestwerte der jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz.
- EU-Ökodesign-Verordnung (813/2013) — Verordnung (EU) Nr. 813/2013 mit Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Raumheizgeräten einschließlich Wärmepumpen.
- Effizienz-Audit (ISO 50001) — Systematische Überprüfung von Energieverbrauch und Sparpotenzial durch zertifizierte Auditor:innen.
- Effizienzbonus — Frühere Zusatzförderung von 5% in der Heizungsförderung für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder mit Wärmequelle Erdreich, Wasser oder Abwasser; mit der BEG-Reform entfallen.
- Effizienzklasse — Einteilung nach Energieeffizienz (bei Raumheizgeräten A+++ bis D) basierend auf der jahreszeitbedingten Effizienz.
- Eigenverbrauch — Anteil selbsterzeugter Energie, die direkt vor Ort verbraucht wird; relevant bei PV-WP-Kombination.
- Einkommensbonus — Zusatzförderung in der Heizungsförderung für Selbstnutzer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: 40% (bis 30.000 €), 30% (bis 40.000 €), 10% (bis 50.000 €) pro Jahr; Haushalte mit...
- Einkreis-Schaltung — Simplste Hydraulik-Konfiguration: direkte Verbindung Wärmepumpe zu Heizkreis ohne Pufferspeicher.
- Einsparkontrakt (ESCO) — Energiespar-Dienstleistung mit Garantie-Einsparungen; Dritte finanziert WP-Installation, bezahlt sich durch Einsparungen.
- Einzelraumregelung — Raumweise Temperatursteuerung mittels Thermostatventile oder Zonenventile; verbessert Komfort und Effizienz.
- Elektroheizstab — Elektrischer Widerstandsheizer (3-12 kW) zur Notfall-Warmwasseraufbereitung oder Legionellen-Desinfektion bei Fehler.
- Elektroheizung (Direktheizung) — Reine Widerstandsheizung mit COP = 1,0; im Dauerbetrieb deutlich teurer als eine Wärmepumpe mit COP 3-4.
- Elektrolytische Wasser-Zersetzung — Wasserstoff-Erzeugung durch Elektrolyse; Stromquelle entscheidend für Grünstrom-Wasserstoff.
- Emissionsfaktor — CO₂-Emissionen pro kWh Endenergie; deutscher Strommix aktuell ca. 0,3-0,4 kg CO₂/kWh mit sinkender Tendenz.
- EnEV — Energieeinsparverordnung (bis 2020 gültig); Vorgänger des GEG.
- Energieausweis — Dokumentation des Energiestandards eines Gebäudes (kWh/m²a); bei Verkauf und Vermietung vorgeschrieben, zeigt Effizienzpotenzial durch Wärmepumpe.
- Energielabel (EU-Ökodesign) — Verbraucherkennzeichnung mit Effizienzklassen (Raumheizgeräte: A+++ bis D) basierend auf der jahreszeitbedingten Effizienz; für Wärmeerzeuger Pflicht seit 2015.
- Energiemanagement — Aktive Optimierung der Strombezugs- und Verbrauchszeiten; kann Lastspitzen und Stromkosten deutlich senken.
- Energiewende — Struktureller Umbau zu erneuerbaren Energien; Wärmepumpen zentral zur CO₂-Reduktion im Gebäudesektor.
- Entfeuchtung — Zusatzfunktion reversibler WP; entzieht der Luft Feuchte durch Kondensation am Verdampfer.
- Entfeuchtungs-Wirkungsgrad — Effektivität der WP beim Entwässern der Raumluft im Sommerkühl-Betrieb; relevant für Materialschutz.
- Enthalpie — Thermodynamische Größe der verfügbaren Wärmeenergie; zentral zum Verständnis des Kältemittelkreislaufs.
- Entkopplung (Hydraulisch) — Drucktechnische Trennung von Erzeuger- und Verbraucherkreislauf durch Bypassventil oder Schichtenspeicher.
- Entlüfter (automatisch) — Automatisches Luftablass-Ventil im Heizkreis; meist kombiniert mit Sicherheitsgruppe.
- Entropie — Thermodynamisches Maß für irreversible Energieverluste im Wärmepumpen-Betrieb.
- Entsorgung/Recycling — Fachgerechte Behandlung alter WP am Lebenszyklusende; Kältemittel-Rückgewinnung und Materialverwertung.
- Erdkollektor — Horizontale Rohrleitungen in 1-2 m Tiefe (100-300 m² Fläche) zur Wärmegewinnung; günstiger als die Erdsonde, aber weniger effizient.
- Erdsonde — Vertikales Rohrsystem in Bohrlöchern (50-300 m) zur Erdwärmenutzung.
- Erdsonde (Bohrung) — Senkrechte Rohrsysteme in Bohrlöchern (50-300 m) zur Erdwärmegewinnung; hohe Effizienz, aber Installation teuer.
- Estrichheizung — In Betonestrich eingebettete Heizung als Alternative zu Wasserflächenheizung.
- Expansionsventil — Regelventil zum Drosseln des Kältemitteldurchflusses; Übergang von der Hochdruck- auf die Niederdruckseite.
F
19- F-Gase & F-Gase-Verordnung — Fluorierte Treibhausgase (z.B. R410A, R32) und das EU-Regelwerk dazu (Verordnung (EU) 2024/573); natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) sind keine F-Gase.
- F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 — Aktuelles EU-Regelwerk zur schrittweisen Reduktion fluorierter Kältemittel (Nachfolgerin der Verordnung (EU) Nr. 517/2014); ab 2027 gilt für neue Split-Geräte bis 12 kW die GWP-Grenze 150,...
- Fehleranalyse (Remote) — Fern-Diagnose durch Herstellerportal basierend auf Fehler-Codes; schnelle Problemlösung ohne Techniker.
- Fernbedienung/App-Steuerung — Mobile Kontrolle der WP-Parameter über Smartphone-App; praktisch für Temperatur-Anpassung unterwegs.
- Fernwärme — Zentrale Wärmeerzeugung mit Verteilung über Rohrnetz; Alternative zur dezentralen Wärmepumpe.
- Filter (Heizkreis) — Schmutzabscheider im Heizwasser-Umlauf zur Partikelentfernung; Wartung alle 2 Jahre erforderlich.
- Flächenheizung — Heizung über Fußboden/Wand/Decke mit niedriger Temperatur (35-45°C); ideal für Wärmepumpen.
- Flächenkühlsysteme — Passive Nachtkühl-Nutzung über Bodenheizung/Deckenheizung; sehr energieeffizient im Sommer.
- Freipumpenschieber — Spezialventil zur Druckentlastung ohne Energieverbrauch bei Überfluss.
- Frischwasserstation — Modul zur bedarfsgerechten Warmwasserbereitung ohne Speicherung; reduziert Legionellen-Risiko.
- Frostschutzmittel — Chemische Zusätze (meist Propylenglykol) zur Sole gegen Erstarren bei Frost.
- Fundamentplatte — Verstärkte Betonplatte zur vibrations- und lärmfreien Aufstellung der Außeneinheit.
- Funktionsprüfung (Inbetriebnahme) — Überprüfung aller Funktionen nach Installation: Druck, Temperatur, Durchfluss, Regelverhalten.
- Fußbodentemperierung — Flächenheizung mit typisch 26-30°C Oberflächentemperatur; senkt Vorlauftemperatur auf 35°C.
- Förderquote — Prozentualer Anteil förderfähiger Kosten als Zuschuss; bei der Heizungsförderung (KfW 458) je nach Boni 30-80%.
- Förderrichtlinie (aktuell) — Laufende Förderprogramme (z.B. KfW 458 Heizungsförderung, KfW 358/359 Ergänzungskredit, BAFA-Zuschüsse für die Gebäudehülle) ändern sich regelmäßig; aktuelle Konditionen stets prüfen.
- Fühl-/Messelemente — Sensoren zur Erfassung von Temperaturen im Heiz- und Kühlkreislauf; Basis der Regelung.
- Füllmenge (Heizkreis) — Gesamtvolumen der Heizflüssigkeit im Primär-/Sekundärkreislauf; bestimmt MAG-Größe und Verschmutzungsrisiko.
- fRsi-Faktor (Temperaturfaktor) — Oberflächentemperatur-Verhältnis zur Schimmelrisikobeurteilung; Grenzwert typisch ≥0,70.
G
17- GEG — Gebäudeenergiegesetz; regelt energetische Anforderungen an Gebäude und verlangt beim Heizungstausch in vielen Fällen 65% erneuerbare Energien — technologieoffen und ohne Mindest-JAZ-Vorgabe.
- GEG (Gebäudeenergiegesetz) — Deutsche Gesetzgebung für Energiestandards in Neubau und Sanierung; verlangt beim Heizungstausch in vielen Fällen 65% erneuerbare Energien — technologieoffen erfüllbar, u.a. mit Wärmepumpe.
- GEG §60a (Betriebsprüfung) — Prüfpflicht für Wärmepumpen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten: Betriebsprüfung nach einem vollständigen Betriebsjahr, danach spätestens alle fünf Jahre.
- GWP — Global Warming Potential; Multiplikator relativ zu CO₂ = 1. R410A = 2.088, R32 = 675, R290 ≈ 3.
- Gasbrennwertkessel — Erdgas-Heizkessel mit Abgas-Wärmenutzung (Kondensation); Wirkungsgrad bis 98%.
- Gegenstromprinzip — Wärmetauscher-Design mit entgegengesetztem Fluid-Durchfluss für maximale Effizienz.
- Geometrische Wärmebrücke — Erhöhter Wärmeverlust durch ungünstige Geometrie (Außenecken, Kantenstellen); klassisch 3D-Effekt.
- Geothermie — Erdwärme-Nutzung durch Erdsonden/Kollektoren; gehört zu erneuerbaren Energiequellen.
- Gesamtanlage-Effizienz — Systemische Betrachtung aller Verluste von Erzeugung bis Wärmeübergabe; JAZ ist praktische Messgröße.
- Gewährleistung — Mängelhaftung des Installateurs: 5 Jahre nach BGB-Werkvertragsrecht, 4 Jahre bei vereinbarter VOB/B.
- Giftigkeit/Toxizität (Kältemittel) — Einstufung nach Sicherheitsgruppen (A1=ungiftig, B1=giftig, A2/A3=brennbar); bestimmt Handhabung und Lagerung.
- Gleitdruckregelung — Automatische Anpassung des Verdampfungsdrucks bei Teillast zur Effizienzoptimierung; elektronisch gesteuert.
- Gleitdruckventil — Automatisches Druckmanagement beim Verdichter zur Teillast-Optimierung.
- Grundförderung — Basis-Fördersatz der Heizungsförderung: 30%. Kann durch Boni auf bis zu 80% steigen.
- Grundwasser & Grundwassernutzung — Untergrundwasser (8-12°C stabil) als Wärmequelle; benötigt behördliche Genehmigung.
- Gütegrad — Verhältnis von echtem zu theoretischem COP (0-1; ideal >0,5). Reale Wärmepumpen: 0,4-0,6.
- Gütesiegel (Hersteller) — Freiwillige Zertifikate von Verbänden (z.B. Bundesverband Wärmepumpe) zur Qualitätsgarantie.
H
24- Hackschnitzelkessel — Biomasseheizung für gehäckselte Holzstücke; automatische Brennstoffförderung, ab 30 kW wirtschaftlich.
- Heizbetriebsart — Heizmodus der Wärmepumpe im Gegensatz zu Kühlmodus.
- Heizfall — Standardisierter Berechnungsfall nach DIN EN 12831 zur Heizlastermittlung.
- Heizflächen-Nachrüstung — Umstellung von Radiator- auf Flächenheizung im Bestand; verbessert WP-Wirtschaftlichkeit erheblich.
- Heizkreis — Geschlossenes Rohrsystem von Wärmepumpe zu Heizkörpern und zurück.
- Heizkreisregelung — Automatische Steuerung von Temperatur und Wassermenge im Heizkreis.
- Heizkurve — Diagramm, das bei gegebener Außentemperatur erforderliche Vorlauftemperatur angibt.
- Heizkurvenoptimierung — Anpassung auf minimale notwendige Temperaturen zur Effizienzsteigerung.
- Heizkörper — Radiator oder Flächenheizung zur Wärmeabgabe im Raum.
- Heizlast — Wärmeleistung (kW) bei Auslegungstemperatur, die Wärmepumpe mindestens liefern muss.
- Heizperiode — Zeitraum mit Heizwärmebedarf (in Deutschland Oktober-April).
- Heizstab — Elektroheizer für Spitzenlast bei unzureichender Wärmepumpenleistung.
- Heizungswasser-Aufbereitung — Aufbereitung des Heizwassers nach VDI 2035 (Enthärtung oder Entsalzung, pH-Kontrolle) gegen Korrosion und Kalk.
- Heizzentrale — Raum mit Wärmepumpe, Speicher, Regelung; muss frostfrei sein.
- Hochtemperatur-Wärmepumpe — Spezialisierte WP für Vorlauftemperaturen >65°C; für Sanierung älterer Heizkörper-Systeme.
- Hybrid-Heizung — Allgemeiner Begriff für Systeme mit mind. zwei Energiequellen (z.B. WP + Gas) mit Modusauswahl-Logik.
- Hybrid-Wärmepumpe — System mit Wärmepumpe und klassischer Heizung (Gas/Öl) für die Spitzenlast; automatische Modusauswahl nach Wirtschaftlichkeit.
- Hydraulik — Wasser-basierte Übertragung und Steuerung von Druck/Volumenstrom in Heizkreisen.
- Hydraulische Weiche (Entkoppler) — Drucklos-Verbindungselement ohne Ventil zwischen Erzeuger- und Verbraucherkreis; vereinfacht Regelung.
- Hydraulischer Abgleich — Einstellung aller Heizkörper auf die richtige Wassermenge (für Wärmepumpen: Verfahren B nach VdZ mit raumweiser Heizlast); für die Förderung verpflichtend und Effizienz-Voraussetzung.
- Hygieneerwärmung — Periodische Speicher-Aufheizung auf 70-75°C zur Legionellenabtötung; oft nachts automatisiert.
- Hysterese — Schaltbereich zwischen Ein- und Ausschaltpunkt der Regelung; typisch 0,5-2 K Differenz.
- Höchstlastausregelung — Elektronische Beschränkung der maximalen Kompressor-Auslastung; verhindert Spitzenlast-Stromschwankungen.
- H₂-Ready-Kessel — Gas-Heizkessel mit Vorbereitung für zukünftige Wasserstoff-Beimischung (bis 20%); Zukunftssicherung für Gasinfrastruktur.
I
14- Inbetriebnahme — Erste Ingangsetzung der installierten Anlage: Dichtheitsprüfung, Befüllung, Funktionsprüfung.
- Individualisierte Verbrauchserfassung — Separate Zählung Heiz-/Kühlkosten pro Wohnung/Gewerk; ermöglicht nutzer-gerechte Kostenverteilung.
- Induktive Störungen (EMV) — Elektromagnetische Verträglichkeit; WP darf nicht durch Hochfrequenz gestört werden und muss selbst nicht stören.
- Infrarotheizung — Elektrische Strahlungsheizung mit direkter Wärmestrahlung; hoher Strombedarf, in der Regel nur für selten beheizte Räume sinnvoll.
- Installateur — Fachperson mit Ausbildung/Zertifizierung für Wärmepumpeninstallation.
- Installation — Gesamtprozess: Einbau Wärmepumpe, Rohre, Speicher, Regelung am Gebäude.
- Instandhaltung — Regelmäßige Wartung, Reparaturen, Inspektionen zur Funktionssicherung.
- Instandhaltungsprotokoll — Wartungs-Dokumentation mit Prüfergebnissen und durchgeführten Maßnahmen; wichtig für Gewährleistung.
- Integrierte Schallschutz-Wanne — Spezialsockel mit Schalldämmung unter der Außeneinheit zur Lärmreduktion; bis 5 dB(A) Ersparnis.
- Internet of Things (IoT) Vernetzung — Vernetzung WP mit anderen Hausgeräten über MQTT/IP-Protokolle; Grundlage Smart-Home-Integration.
- Inverter — Elektronischer Spannungswandler zur stufenlosen Drehzahlregelung des Kompressors.
- Inverter-Technologie (Details) — Variable Frequenz-Umrichter für kontinuierliche Drehzahl-Anpassung; senkt Taktverluste und verbessert die JAZ gegenüber Festdrehzahl-Geräten deutlich.
- Isolierung (Rohre) — Wärmedämmung um Heiz-/Kühlrohre nach den GEG-Mindestdicken (Anlage 8) zur Minimierung von Transportverlusten.
- iSFP — Individueller Sanierungsfahrplan aus einer geförderten Energieberatung; bringt den iSFP-Bonus von 5% bei Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik — nicht bei der Heizungsförderung.
J
3- JAZ — Jahresarbeitszahl; Verhältnis Wärmeleistung/Stromverbrauch über ganzes Jahr. JAZ 4 = 4 kW Wärme pro 1 kW Strom.
- Jahresnutzungsgrad (noch alternativ zu JAZ) — Älterer Begriff für JAZ; heute veraltet.
- Justierung von Sensoren — Kalibrierung von Temperaturfühlern (Pt-Sensoren nach DIN EN 60751); regelmäßige Kontrolle im Rahmen der Wartung empfohlen.
K
46- KWK-Prinzip — Kraft-Wärme-Kopplung: gleichzeitige Nutzung von mechanischer Energie (Strom) und thermischer Energie (Wärme); höchste Effizienz.
- Kaskaden-Schaltung — Hintereinander-Anordnung mehrerer Wärmepumpen zur Erreichung höherer Temperaturen oder Leistungen.
- Kessel-Füll- und Entleerungshahn (KFE) — Spezialarmatur mit Rückflussverhinderer zum Befüllen/Entleeren des Systems; sichert gegen Druck-Rücklauf.
- Kessel-Nachrüstung (von Gas auf WP) — Austausch Gas-Kessel durch Wärmepumpe bei Bestands-Hydraulik; Pufferspeicher meist nötig.
- KfW — Kreditanstalt für Wiederaufbau; Förderbank mit Darlehen/Zuschüssen für Wärmepumpen.
- KfW 458 (Heizungsförderung) — Zuschussprogramm der KfW für den Heizungstausch seit 2024: 30% Grundförderung plus Boni (Klimageschwindigkeit 16%, Einkommen gestaffelt 40/30/10%; der frühere Effizienzbonus 5% ist entfallen) bis...
- KfW-Effizienzhaus — Förderstandard der KfW mit definierten Primärenergiebedarfsgrenzen (EH40, EH55, EH70).
- KfW-Effizienzhaus-Standard 40/55/70/85 — Klassifizierungen nach Primärenergiebedarf relativ zu Referenzgebäude; 40 = höchste Effizienz.
- Klimaanlage vs. Wärmepumpe — Technisch verwandt: Eine Split-Klimaanlage ist im Kern eine Luft-Luft-Wärmepumpe; der Unterschied liegt im primären Einsatzzweck Kühlen bzw. Heizen.
- Klimageschwindigkeitsbonus — Zusatzförderung von 16% (sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte) in der Heizungsförderung für Selbstnutzer beim Austausch alter fossiler Heizungen (u.a. funktionsfähige Öl-, Kohle-,...
- Klimaneutralität — Zustand vollständig kompensierter CO₂-Emissionen; deutsches Klimaziel bis 2045.
- Klimaziele — Verbindliche Reduktionsziele: EU −55% CO₂ bis 2030, Deutschland klimaneutral bis 2045.
- Kompressions-Dichtheit (Prüfung) — Überdruckprüfung des Verdichtors auf Lecks vor Inbetriebnahme; nach DIN EN 378.
- Kompressor — Motor-Pumpe-Einheit zum Verdichten des Kältemittels; Herzstück der Wärmepumpe.
- Kompressor-Ausfallschutz — Elektronische Abschaltung bei Übelast (Druck/Temperatur-Grenzen); verhindert Schäden.
- Kompressor-Verschleiß — Abrasiver Materialverschleiß durch Schmutzpartikel; nur bei schlechter Wartung/Wassergüte.
- Kondensation — Phasenwechsel Kältemittel Gas → Flüssigkeit im Kondensator; gibt Wärme ab.
- Kondensator — Wärmetauscher, wo Hochdruck-Kältemittelgas an Heizkreislauf Wärme abgibt.
- Kondenswasser — Wasser aus verdampfter Luftfeuchte beim Verdampfer; muss über Drainage ablaufen.
- Konstantvolumenstrom — Stetige Wassermenge unabhängig von Druck; durch Regelventil oder drehzahlgeregelte Pumpe.
- Konstruktive Wärmebrücke — Wärmeverlust durch wärmeleitendes Bauteil innerhalb der Wärmedämmung (z.B. Betonbalkon durch Dämmung).
- Konvektor — Wärmeübergabeelement mit optional drehzahlgeregeltem Gebläse zur Leistungssteigerung.
- Konzentrat-Wärmeträger — Fertige Sole-Konzentrate für einfaches Mischen; Alternative zu vor-Ort Verdünnung.
- Korrosion — Chemische Metalloberflächen-Zersetzung durch Wasser/Chemikalien.
- Korrosions-Inhibitoren — Chemische Schutz-Mittel im Heizwasser gegen Oxidation; meist Phosphonate oder Molybdate.
- Korrosionsschutz — Maßnahmen gegen Materialzersetzung im Heizkreislauf durch pH-Kontrolle, Inhibitoren und Wassergüte-Management.
- Kostendeckel — Obergrenze der förderfähigen Kosten; bei der Heizungsförderung 28.000 € für die erste Wohneinheit, also maximal 22.400 € Zuschuss.
- Kosteneffizienz — Verhältnis Nutzen/Kosten; Effizienzgewinn pro EUR Investition.
- Kostenoptimierung (Planungs-Phase) — Systematische Auslegung für minimale Lebenszykluskosten; balanciert Investition und Betriebskosten.
- Kostenvoranschlag — Schätzung Gesamtkosten für Planung, Installation, Inbetriebnahme.
- Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) — Siehe BHKW und KWK-Prinzip.
- Kredit 358/359 — KfW-Ergänzungskredit zur Heizungsförderung: bis 120.000 € je Wohneinheit, Zinsvorteil bei Haushaltseinkommen bis 90.000 €; setzt eine Zuschusszusage voraus und enthält keinen Tilgungszuschuss.
- Kreislaufpumpe — Umwälzpumpe im Heizkreis; versorgt Heizkörper kontinuierlich mit Heizwasser.
- Kälteleistung — Leistung der Wärmepumpe im Kühlmodus (kW); relevant für reversible Systeme.
- Kältemittel — Chemische Substanz (R290, R32, R410A) zwischen flüssig/gasförmig zur Wärmetransport.
- Kältemittel-Hochdruckseite — Bereich nach Kompressor bis Expansionsventil; hohe Drücke (20-30 bar); kritisch für Verdichtung und Kondensation.
- Kältemittel-Niederdruckseite — Bereich vom Expansionsventil bis Kompressor; niedriger Druck (5-10 bar); Verdampfungsbereich.
- Kältemittelkreislauf — Geschlossenes System: Kompressor → Kondensator → Expansionsventil → Verdampfer → Kompressor.
- Kältemittelverlust — Leck-bedingter Austritt von Kältemittel; Effizienzabfall und Umweltschäden.
- Kältemittelverordnung — EU-F-Gase-Verordnung zum Umgang mit fluorierten Kältemitteln; seit 2024 gilt die Verordnung (EU) 2024/573 als Nachfolger der (EU) Nr. 517/2014.
- Kältemittelwechsel — Umstieg auf klimaschonendere Kältemittel; in Bestandsgeräten meist nicht nachrüstbar, der Wechsel etwa von R410A zu R290 erfolgt in der Praxis mit dem Gerätetausch.
- Körperschallentkopplung — Gummilager/Elastomer-Puffer isolieren Außeneinheit von Fundamentplatte zur Vibrationsdämpfung.
- Kühl-/Heiz-Modus-Umschaltung — Automatische oder manuelle Umstellung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb; typisch saisonal.
- Kühl-/Heizkonvektor — Reversibles Element mit integriertem Ventilator für saisonalen Betrieb.
- Kühldecke — Flächenkühlung im Deckenbereich; nutzt passive oder aktive Kühlung.
- Kühlleistung — Leistung der Wärmepumpe im Kühlmodus gemessen in kW; relevant für reversible Systeme und Dimensionierung.
L
20- Ladungs-Optimierung (Speicher) — Intelligente Steuerung der Pufferspeicher-Aufladung für maximale Effizienz und Komfort.
- Lagernorm-Kennzeichnung — ISO-Normen für Langzeit-Lagerung von WP-Anlagen (z.B. Temperatur, Luftfeuchte, Vibration).
- Latentwärmespeicher — Spezial-Speicher mit Phasenwechsel-Material (PCM) für kompaktere Speicherung.
- Lebensdauer-Prognose — Berechnung der zu erwartenden Betriebsdauer basierend auf Lastenprofile und Wartungszustand.
- Lebenszykluskosten — Gesamtkosten über 20-25 Jahre: Investition + Betrieb + Entsorgung.
- Leckagedetektion — Überprüfung auf Kältemittelverluste durch Sensoren/Fachleute; Behebung erforderlich.
- Legionella-Prävention — Mehrstufiges Konzept: 60°C Speichertemperatur + thermische Desinfektion + Wassergüte.
- Legionellen — Gefährliche Bakterien, die sich in warmem Wasser (ca. 25-50°C) vermehren; 60°C-Speichertemperatur als Schutz.
- Leistungsmodulation — Elektronische Anpassung der Wärmepumpen-Ausgabe an den momentanen Bedarf.
- Leitfähigkeit-Messung (Heizwasser) — Salz-Gehalt-Indikator in µS/cm; VDI 2035 unterscheidet salzarme (unter 100 µS/cm) und salzhaltige Fahrweise (bis ca. 1.500 µS/cm).
- Lichtkuppel/Tageslicht-Nutzung — Passive Solarwärmegewinnung durch Dachfenster; reduziert Heizlast.
- Lieferketten-Nachhaltigkeit — Umweltimpact der Material-Beschaffung und Transport zur WP-Baustelle.
- Luft-Luft-Wärmepumpe — System mit Außenluft als Wärmequelle; erwärmt/kühlt Raumluft direkt.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe — System mit Außenluft als Wärmequelle; erwärmt Heizwasser. Häufigster Typ in Deutschland.
- Luftdichtheit — Grad der Abdichtung einer Gebäudehülle gegen unkontrollierte Infiltration; kritisch für WP-Effizienz.
- Luftdichtheitsebene — Konstruktive Schicht (Folie, Beschichtung) zur Sicherstellung minimaler Infiltration; meist innenseitig.
- Luftwechselrate — Luftaustausch pro Stunde im Gebäude (n, z.B. n=0,4/h); beeinflusst Heizlast.
- Lüftung — Luftaustausch im Gebäude zur Raumluftqualität; beeinflusst Heizlast.
- Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) — Mechanische Zu-/Abluft mit Wärmetauscher; spart 70-80% der Lüftungsverluste.
- Lüftungswärmerückgewinnung (WRG) — Mechanische Rückgewinnung der Abluft-Wärme um 70-80%; senkt Lüftungsverluste erheblich.
M
32- MQTT-Protokoll — Leichtgewichtiges IoT-Kommunikationsprotokoll für Gebäudeautomation; zunehmend in WP-Steuerungen.
- Magnetabscheider — Permanentmagnet-Filterung zur Abtrennung eisenhaltiger Verschleiß-Partikel (Magnetit) aus dem Heizwasser.
- Magnetventil — Solenoid-Ventil zur Steuerung des Kältemittel-Durchflusses; schnell schaltbar, wartungsarm.
- Magnetventil (2/2-Ventil) — Einfaches Ein/Aus-Magnetventil für Kältemittel-Sperren; schnelle Schaltzeiten.
- Manometer — Druckmessgerät im Heiz- und Kältemittelkreislauf; typische Messbereiche 0-4 bar.
- Mauerwerkstrocknung (nebeneffekt) — Trocknung feuchter Wände durch Heizung; positive Nebeneffekt bei WP-Installation in Altbau.
- Mechanische Lüftungsanlage — Dezentrale oder zentrale Zwanglüftung mit Wärmerückgewinnung; Standard in modernen WP-Häusern.
- Mehrkreis-Hydraulik — Parallel arbeitende Heizkreise mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen (z.B. Fußbodenheizung 35°C + Radiatoren 55°C).
- Meldungen/Fehlercodes (Diagnose) — Herstellerspezifische Fehler-Codes für Troubleshooting; meist im Bedienhandbuch dokumentiert.
- Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG) — Behälter mit Gummimembran zur Aufnahme von Heizwasser-Volumenausdehnungen; typisch 10-50 Liter.
- Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) — Bedienoberfläche der WP (Display, Buttons, App); Usability entscheidend für Akzeptanz.
- Metallrohre vs. Kunststoffrohre — Material-Wahl im Heizkreis: Stahl/Kupfer vs. PE-X/PP-R; Vor/Nachteile bei Kosten, Haltbarkeit, Verformung.
- Mikro-KWK — BHKW-Anlagen mit 2,5-50 kW Stromleistung für Mehrfamilienhäuser und kleinere Gewerbeobjekte.
- Mikro-Risse (Rohre) — Kleine Lecks durch Materialermüdung oder Froströspannungen; Früherkennung durch Druckprüfung.
- Militär-Standard MIL (Zuverlässigkeit) — Hochzuverlässigkeits-Normenfamilie aus der Rüstungstechnik; in der Heizungstechnik unüblich und für Wärmepumpen ohne praktische Bedeutung.
- Mindest-Effizienzanforderung (EU) — Ökodesign-Mindestwerte für die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz neuer Wärmeerzeuger nach Verordnung (EU) Nr. 813/2013.
- Mindestlaufzeit — Minimale Kompressor-Betriebsdauer pro Zyklus (typisch 10-20 Minuten) zur Motorentkühlung und Effizienz.
- Minimum Load (Teillastverhalten) — Kleinste Leistung, die Kompressor regeln kann; moderne Inverter-WP: bis 10-20%.
- Mischventil — Ventil zur Temperaturmischung von Vorlauf und Rücklauf; stellt gewünschte Heiztemperatur ein.
- Mittlerer Abstand (Schall) — Abstandsregelung für Schallmessungen; typisch 1 m bei Wärmepumpen.
- Modbus — Industriestandard-Kommunikationsprotokoll (RTU/TCP) zwischen WP-Steuerung und BMS.
- Modbus-RTU/TCP — Industrie-Kommunikationsprotokolle zur Kopplung WP-Steuerung mit Gebäude-Management-Systemen.
- Modular expandierbare Systeme — WP-Architekturen erlauben Nachträg-Erweiterung (z.B. zusätzliche Speicher); zukunftssicher.
- Molybdat-Inhibitoren — Alternative Korrosionsschutz-Chemikalien im Heizwasser zu Phosphonaten.
- Monobloc vs. Split (Installation) — Monobloc: alle Komponenten in einem Gehäuse; Split: separate Innen-/Außeneinheiten. Split vereinfacht nachrüstung.
- Monoblock — Wärmepumpe mit allen Komponenten in einem Gehäuse; erleichtert Installation.
- Monoenergetisch — Betriebsmodus: Wärmepumpe + interner Heizstab ohne externe Zusatzheizung.
- Monovalent — Betriebsmodus: Wärmepumpe deckt allein gesamten Wärmebedarf ganzjährig ohne Zusatzheizung.
- Montage — Installation und Zusammenbau vor Ort (Rohre, Speicher, Elektroanschluss).
- Montage-Koordination — Abstimmung zwischen WP-Installation, Sanitär, Elektro, Lüftung für optimalen Ablauf.
- Morphologie von Eisschichten — Eiskristall-Bildung am Verdampfer bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchte; Design des Verdampfers entscheidend.
- Multisensor-Regelung — Kombination mehrerer Sensoren (Außentemp, Raumtemp, Speichertemp) für adaptive Regelung.
N
27- NIBE — Schwedischer Hersteller, spezialisiert auf Sole-Wasser-WP und Modulsysteme.
- NO-x-Emissionen — Stickoxide aus Stromkraftwerken (indirekt); WP mit Ökostrom neutralisiert dieses Problem.
- Nachbarrecht §906 BGB — Zivilrechtliche Regelung zu Lärmimmissionen; Nachbarn müssen unwesentliche Beeinträchtigungen dulden.
- Nachbarschaftsschutz (konstruktiv) — Bauliche Maßnahmen zur Lärmreduktion (Wände, Hecken, Schallwände); oft wirtschaftlicher als Maschinenmodifikation.
- Nachfüllventil (Wasser) — Druckminderventil zum manuellen oder automatischen Nachfüllen des Heizkreises.
- Nachhaltigkeit — Minimierung Umweltauswirkungen über Lebenszyklus (Kältemittel-GWP, Stromverbrauch).
- Nachheiz-Steuerung — Priorisierung Heizstab vs. WP-Zusatzkompressor bei extremem Kältebedarf.
- Nachrüstung (Retrofit) — Umbau bestehender Heizanlage zur Wärmepumpe, oft ohne vollständige Sanierung.
- Nachtabsenkung — Reduktion Soll-Raumtemperatur nachts (18°C statt 21°C) zur Energieeinsparung.
- Nachtabtau — Automatische Enteisungs-Routine am Verdampfer bei Temperaturen unter 5°C.
- Nachtspeicher-Beladung — Günstige Stromtarif-Nutzung in der Nacht zur Pufferspeicher-Voraufladung.
- Nachverdampfung — Zusätzliche Verdampfung von Restkältemittel nach Hauptverdampfer; selten, nur bei speziellen Konstruktionen.
- Nano-KWK — Kleinste BHKW-Form mit <2,5 kW Stromleistung für Einfamilienhäuser; dezentrales Micro-Kraftwerk.
- Natural Cooling — Passive Gebäudekühlung durch Nutzung tiefer Nachttemperaturen im Sommer.
- Natürliches Kältemittel — Umweltfreundliche Kältemittel mit sehr niedrigem GWP: R290 (Propan), R717 (Ammoniak), R744 (CO₂); das fluorierte R32 zählt nicht dazu.
- Natürliches Kältemittel (A2L, A3) — Umweltfreundliche Kältemittel wie R290 (Propan, Sicherheitsklasse A3) mit GWP unter 5; das fluorierte R32 (A2L, GWP 675) zählt nicht zu den natürlichen Kältemitteln.
- Netzstützende Wärmepumpe — WP mit Fähigkeit zur Stromnetzverstärkung durch SG-Ready und Last-Verschiebung.
- Neubau — Neu errichtetes Gebäude; ideale Voraussetzungen für WP durch niedrige Vorlauftemperaturen und Flächenheizung.
- Nicht-kondensierbare Gase (NCG) — Luft oder andere Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf; verschlechtern Effizienz, Prüfung erforderlich.
- Niederdruck-Regelung — Automatische Anpassung Verdampfungs-Druck bei variablem Wärmequellen-Angebot.
- Niedertemperatur-Heizkörper — Moderne Radiatoren mit großer Oberfläche für Vorlauftemperaturen 45-55°C; WP-geeignet.
- Niedrigenergie-Haus — Gebäudestandard mit max. 70 kWh/(m²a) Heizwärmebedarf; durch WP typisch erreichbar.
- Niedrigtemperatur-Lüftung — Frischluft-Temperaturanhebung durch Wärmetauscher zur Heiz-Unterstützung; Effizienzbonus.
- Nießbrauch/Nutzungsrecht — Rechtliche Frage bei Wärmepumpen in Mietobjekten; Genehmigung/Zustimmung oft erforderlich.
- Notfall-Betrieb (degraded operation) — WP mit reduzierter Leistung bei Fehler; meist über Heizstab kompensiert.
- Notlaufbetrieb — Fallback-Betrieb bei Fehler; WP schaltet auf Heizstab oder reduzierte Leistung.
- n₅₀-Wert — Luftwechselrate bei 50 Pa Prüfdruck; Kennzahl der Gebäudeluftdichtheit in h⁻¹.
O
3- ODP — Ozone Depletion Potential; Schädigungsindex für Ozonschicht. R290 = 0, R32 = 0.
- Oberflächenfeuchte — Kondenswasser-Bildung an Innenwandoberflächen bei niedrigen Oberflächentemperaturen; Schimmelrisiko.
- Oberflächentemperatur — Temperatur der Heizfläche (Heizkörper, Fußboden); max. 50-60°C für Komfort.
Ö
3- Ökodesign & Energielabel-Verordnungen — EU-Verordnungen für Wärmepumpen-Mindeststandards und Verbraucherkennzeichnung: Ökodesign (EU) Nr. 813/2013 und Energieverbrauchskennzeichnung (EU) Nr. 811/2013.
- Öl/Schmierüberwachung — Sensorische Kontrolle des Kompressor-Öls auf Verschleiß und Feuchte.
- Ölbrennwertkessel — Heizöl-Kessel mit Abgaswärmerückgewinnung (Brennwertnutzung); Einbau nach GEG nur noch bei Erfüllung der 65%-EE-Vorgabe möglich, etwa als Hybrid mit Wärmepumpe.
P
14- PID-Regelung — Proportional-Integral-Derivative-Regler zur präzisen Temperatursteuerung mit Hystereseoptimierung.
- Pariser Abkommen — Globaler Klimavertrag 2015 mit Ziel 1,5°C Erwärmungsbegrenzung.
- Passives Kühlen — Freikühlung ohne aktive Wärmepumpe über kühles Außenwasser/Luft.
- Passivhaus — Gebäudestandard mit Heizwärmebedarf < 15 kWh/(m²a) durch extreme Dämmung und Lüftung mit WRG.
- Pelletkessel — Vollautomatische Biomasseheizung mit Pellet-Lager, Schneckenförderung und Brennwertnutzung; hohe Automatisierung.
- Phasenwechsel-Speicher — Spezielle Speicher mit PCM (Phase Change Material) zur Erhöhung der Speicherkapazität bei gleicher Größe.
- Plattenwärmetauscher — Kompakt-Wärmetauscher mit Metallplatten für effizienten Wärmeaustausch.
- Plusenergiehaus — Gebäude mit erneuerbarer Energieerzeugung ≥ Jahresenergiebedarf; mit WP + PV erreichbar.
- Primärenergiebedarf — Gesamtenergiebedarf inkl. aller Vorketten (Förderung, Transport, Umwandlung bis zum Gebäude).
- Primärenergiefaktor — Faktor zur Umrechnung Endenergie in Primärenergie; Stromquelle entscheidend, für Netzstrom im GEG mit 1,8 angesetzt.
- Primärkreis & Sekundärkreis — Primär = Wärmeträger zwischen Quelle und WP; Sekundär = Heizkreis zwischen WP und Heizkörpern.
- Prüfzertifikat (nach DIN EN 14511) — Offizielles Test-Dokument nach europäischer Norm; zeigt den COP nach EN 14511 und den SCOP nach EN 14825 unter definierten Bedingungen.
- Pufferspeicher — Wärmespeicher (Schichtenspeicher) 200-500 Liter zur Entkopplung von Wärmepumpe und Heizkreis; verhindert häufiges Takten.
- Pumpengruppe — Fabrik-vorgefertigte Baugruppe mit Umwälzpumpe, Mischer und Sicherheitsausrüstung.
R
10- R290, R32, R410A — Kältemittel: R290 (Propan, GWP ≈ 3, brennbar), R32 (GWP 675), R410A (GWP 2.088); für neue Split-Geräte bis 12 kW gilt ab 2027 die GWP-Grenze 150.
- Raumkühlung — Aktive oder passive Klimatisierung von Innenräumen durch WP im Sommer.
- Regelung — Automatische Steuerung aller Parameter (Kompressor-Drehzahl, Ventile, Pumpen) via Sensoren/Elektronik.
- Reversible Wärmepumpe — Anlage mit Heiz- und Kühlmodus; im Sommer Kühlung möglich.
- Rohrdämmung — Isolierschicht um Heizrohre zur Minimierung von Transportverlusten; Mindestdämmdicken nach GEG (Anlage 8), bei üblichen Hausleitungen 20-30 mm.
- Rücklauf-Optimierung — Zielgerichtete Absenkung der Rücklauftemperatur durch hydraulische Maßnahmen zur JAZ-Verbesserung.
- Rücklauf-Temperatur-Sensor — Messfühler zur Erfassung der Rücklauftemperatur; kritisch für Regelungsgenauigkeit.
- Rücklaufmischer — 3-Wege-Ventil mit Rücklauf-Einspritzung zur gezielten Vorlauftemperatur-Reduktion.
- Rücklauftemperatur — Temperatur Heizwasser auf Rückweg zur Wärmepumpe (typisch 25-40°C). Niedrig = höhere Effizienz.
- Rückschlagklappe — Einbahnventil zur Vermeidung von Rückfluss im Rohrsystem.
S
42- SCOP — Seasonal Coefficient of Performance; saisonale Leistungszahl über ganzes Jahr (realistischer als COP).
- SG-Ready — Label des Bundesverbands Wärmepumpe für WP mit 4 Betriebszuständen zur Smart-Grid-Integration: 1 EVU-Sperre, 2 Normalbetrieb, 3 Einschaltempfehlung, 4 Zwangsanlauf.
- SG-Ready (Smart-Grid-Ready) — Label des Bundesverbands Wärmepumpe für WP mit 4 Betriebszuständen zur netzdienlichen Lastverschiebung: 1 EVU-Sperre, 2 Normalbetrieb, 3 Einschaltempfehlung, 4 Zwangsanlauf.
- SHK — Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik; Fachbereich für Wärmepumpeninstallationen.
- Sanierungsfahrplan — Stufenplan für energetische Gebäudesanierung; als iSFP Grundlage für den 5%-Bonus bei BAFA-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.
- Schalldruckpegel — Gemessener Schalldruckpegel in dB(A); bei Wärmepumpen typisch 50-55 dB(A) in 1m Entfernung.
- Schallimmissionsschutz — Regelwerk zur Begrenzung der Lärmemission von Wärmepumpen.
- Schallleistungspegel — Gesamte Schallleistung der Wärmepumpe in dB(A); moderne Außeneinheiten typisch 50-65 dB(A) laut Herstellerangabe.
- Schallschutzhaube — Isolierendes Gehäuse um Wärmepumpe zur Lärmreduktion.
- Schallschutzwand — Bauliche Wand oder Hecke zur Lärmabsorption rund um die Außeneinheit.
- Schaltverhalten — Häufigkeit Ein-/Ausschalten Kompressor; häufiges Takten reduziert Effizienz.
- Scheitholzkessel — Manuelle Stückholz-Vergaserheizung mit Pufferspeicher-Pflicht; hohe Speichermasse notwendig.
- Schichtenspeicher — Pufferspeicher mit Temperaturschichtung (heiß oben, kalt unten); bessere Effizienz.
- Schichtladung — Gezielte Pufferspeicher-Beladung unter Erhalt der Temperaturschichtung; Hochtemperaturbeschichtung zuerst.
- Schichtung — Temperaturgradienten im Speicher; ermöglicht höhere Entnahmetemperaturen und bessere Effizienz.
- Schimmelprävention — Maßnahmen gegen Schimmelpilz durch Reduktion Oberflächenfeuchte (Dämmung, Lüftung, Heizung).
- Schmierstoffe & Öl — Schmieröle im Kompressor für Schmierung/Kühlung; unterliegen Wartung/Ölwechsel.
- Schmutzstoffe — Partikel/Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf; müssen gefiltert werden.
- Schwingungsdämpfer — Elastische Lager unter der Außeneinheit zur Körperschalldämpfung.
- Scroll-Kompressor — Verdichterprinzip mit sich überlagernden Spiralen; höhere Effizienz und geringere Vibration.
- Sicherheitsgruppe — Kombiniertes Aggregat aus Überdruckventil, Manometer, Entlüfter und KFE-Hahn; zentral für Sicherheit.
- Sicherheitsventil — Druckbegrenzungsventil zum Schutz vor Überdruck in Heiz- und Kältemittelkreislauf; öffnet automatisch ab Ansprechdruck (Heizkreis typisch 3 bar).
- Smart Grid — Intelligentes Stromnetz mit bidirektionaler Kommunikation; WP als flexible Last einsetzbar.
- Smart Meter — Intelligenter Stromzähler mit Fernablesung; Basis für dynamische Stromtarife.
- Solarthermie — Sonnenenergie-Nutzung zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung; Kombination mit WP ergibt höchste Effizienz.
- Sole — Wasser-Glykol-Gemisch als Wärmeträger in Erdkollektoren/Erdsonden.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe — System mit Erdwärme als Wärmequelle. JAZ bis 5, aber Installation teuer.
- Sommerbetrieb — Saisonale WP-Einstellung mit reduzierter Speicheraufladung und aktivierter Kühlung.
- Speicher — Wärmespeicher-Tank zur Pufferung Wärmeleistung.
- Speicherlade-Regelung — Automatische Steuerung des Speichers auf Solltemperatur bei optimaler Betriebsweise.
- Speichertemperatur — Wassertemperatur im Speicher; TWW mind. 60°C.
- Speichervolumen — Tankgröße in Litern (typisch 200-500 Liter).
- Split-Wärmepumpe — System mit separaten Innen- und Außeneinheiten.
- Spreizung — Differenz Vorlauf- zu Rücklauftemperatur (ΔT, typisch 5-15 K; bei Wärmepumpen 5-10 K).
- Staatliche Förderung — Zuschüsse/Darlehen von Bund/Ländern für Wärmepumpen.
- Stiebel Eltron — Deutscher Hersteller aus Holzminden, Spezialist für Luft-Wasser-WP und Speichertechnik.
- Stirling-Motor — Extern beheizter Kreisprozess mit geschlossenem Arbeitsgas; sehr leise und langlebig.
- Strommix — Zusammensetzung der Stromversorgung; bestimmt CO₂-Intensität des WP-Betriebs.
- Strompreis — Elektroenergie-Kosten; entscheidend für Betriebskosten von Wärmepumpen.
- Stromtarif — Spezielle reduzierte Strompreise für Wärmepumpenstrom mit separatem Zähler.
- Stromverbrauch — Elektrische Leistung der Wärmepumpe; ermittelt über JAZ/COP und Betriebsstunden.
- Systemeffizienz — Gesamteffizienz Wärmepumpe + Speicher + Verteilung über ganzes Jahr.
T
28- TA Lärm — Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (Verwaltungsvorschrift zum BImSchG); Richtwerte nachts 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet sowie 45 dB(A) im Mischgebiet — tags...
- THG — Treibhausgase (CO₂, CH₄, N₂O, F-Gase); Wärmepumpen reduzieren THG-Emissionen.
- Takten — Häufiges Ein-/Ausschalten Kompressor bei kleinem Wärmebedarf; reduziert Effizienz.
- Taktsperre — Erzwungene Mindest-Stillstandszeit des Kompressors zwischen zwei Betriebszyklen zur Druckausgleichung; typisch 5-10 Minuten.
- Tarifierung — Strompreisgestaltung mit günstigen separaten Tarifen für Wärmepumpenstrom.
- Taupunkt/Taupunktkondensation — Temperatur, bei der Luftfeuchte kondensiert; zu niedrig = Schimmelrisiko.
- Teillast — Betriebszustand bei reduzierten Anforderungen. Inverter-Wärmepumpen arbeiten effizienter.
- Temperatur-Sollwert — Benutzer-eingestellte Ziel-Raumtemperatur (z.B. 21°C); Regelung passt Vorlauftemperatur an.
- Temperatur-Spreizung (Speicher) — Differenz zwischen oberer und unterer Speichertemperatur; hohe Spreizung = gute Schichtung.
- Temperaturhub — Differenz zwischen Verdampfungs- und Kondensationstemperatur des Kältemittels.
- Temperaturregelung — Automatische Steuerung Heiz-/Kühlwassertemperatur.
- Temperaturschutz — Sicherheitsausstattung gegen Übertemperatur/Über-/Unterdruck.
- Thermische Desinfektion — Periodische Aufheizung auf 70-75°C zur Legionelleneliminierung in TWW-Speichern.
- Thermodynamik — Wissenschaft Wärme/Energieumwandlung; Grundlage Wärmepumpen-Verständnis.
- Thermografie (Infrarot-Wärmebild) — Wärmebildaufnahmen zur visuellen Lokalisierung von Wärmebrücken und Undichtheiten.
- Thermoregelung — Automatische Temperaturregelung via Sensoren/Stellglieder.
- Thermostat — Gerät für Temperaturmessung/-regelung; mechanisch oder elektronisch.
- Thermostatventil — Temperatur-Sensor + Drosselventil für einzelne Heizkreise.
- Thermostatventil (TRV) — Temperaturgesteuertes Regulierventil mit Wachsdehnstoff-Fühler für einzelne Heizkörper.
- Tilgungszuschuss — Erlass eines Teils der Kreditsumme bei KfW-Förderkrediten (z.B. Komplettsanierung KfW 261); der Ergänzungskredit 358/359 enthält keinen Tilgungszuschuss.
- Transmissionsverluste — Wärmeverluste durch Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach) proportional zu U-Wert.
- Transmissionswärmeverlust — Wärmeverluste durch die Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach, Boden) proportional U-Wert × Fläche.
- Transportverluste — Wärmeverluste in ungedämmten Rohren zwischen Wärmepumpe und Heizkörpern.
- Treibhauspotenzial — Maß für Erwärmungswirkung eines Gases über 100 Jahre relativ zu CO₂.
- Trennwärmetauscher — Plattengerät zur thermischen Kopplung zweier hydraulischer Kreise ohne Fluidkontakt.
- Trinkwarmwasser (TWW) — Warmes Wasser für Haushalt/Hygiene; mind. 60°C zum Legionellenschutz.
- Typ-Prüfung — Offizielles Testverfahren nach DIN EN 14511 zur Leistungscharakterisierung.
- Typ-Zertifikat (AHRI/Eurovent) — Internationale Leistungszertifizierung durch unabhängige Prüfinstitute; mehr als nur DIN EN 14511.
U
4- U-Wert — Wärmedurchgangskoeffizient; beschreibt Wärmeverlust durch Bauteile. Niedriger = besser.
- Umladefunktion — Automatische Schaltlogik zwischen reiner Heizung und Speicherladung; optimiert Effizienz.
- Umwälzpumpe — Pumpe zur Wasserbewegung im Heizkreis; Stromverbrauch beeinflusst Gesamteffizienz.
- Unternehmererklärung — Schriftliche Versicherung des Installateurs über korrekte Installation/Prüfung.
Ü
2V
20- VDI 2035 — Richtlinie zur Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen; definiert die Anforderungen an das Heizungswasser (Härte, pH-Wert, Leitfähigkeit).
- VDI 2078 — Richtlinie zur Berechnung von Kühllasten; Grundlage für reversible WP-Dimensionierung.
- VDI 4640 — Richtlinie zur Nutzung von Erdwärme; Standard für Erdsonden-Auslegung.
- VDI 4645 — Richtlinie für Planung, Errichtung und Betrieb von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen; Leitfaden für die fachgerechte WP-Planung in Wohngebäuden.
- VDI 4650 — Richtlinie zur überschlägigen Berechnung der Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen aus Prüfstandswerten; Grundlage vieler JAZ-Rechner und Fördernachweise.
- VOB — Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen; regelt Vertrag zwischen Auftraggeber und Installateur.
- VOB/C (Technische Regel-Heizung) — Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen mit allgemeinen technischen Anforderungen.
- Vaillant — Deutscher Heizungshersteller mit integrierten WP-Produktlinien (aroTHERM).
- Ventilator (WP) — Axial- oder Radiallüfter in der Außeneinheit zur Luftförderung über Verdampfer.
- Ventilblöcke — Montage-Fertig-Module mit mehreren Regelventilen in kompakter Anordnung.
- Verdampfer — Wärmetauscher, wo flüssiges Kältemittel verdampft und Wärme aus Umgebung aufnimmt.
- Verdampfung — Phasenwechsel Kältemittel flüssig → gasförmig im Verdampfer; nimmt Wärme auf.
- Verdichtung — Kompression Kältemittel im Kompressor; Druck/Temperatur steigen.
- Verschlauchung — Verbindungsrohre zwischen Außen-/Inneneinheit einer Split-WP.
- Viessmann — Großhersteller mit diversifiziertem WP-Portfolio; einer der führenden Anbieter im deutschen Markt.
- Vollkosten — Alle Kosten über Lebenszyklus: Planung, Installation, Betrieb, Entsorgung.
- Volumenstrom — Wassermenge pro Stunde im Heizkreislauf (m³/h).
- Volumenstromregler — Druckunabhängiges Ventil zur Konstant-Durchfluss-Regelung.
- Vorlauf-Temperatur-Sensor — Messfühler zur Erfassung der Vorlauftemperatur im Heizkreis; Input für Heizkurvenregelung.
- Vorlauftemperatur — Temperatur Heizwasser von Wärmepumpe zu Heizkörpern (typisch 35-55°C). Niedriger = höhere Effizienz.
W
24- WLAN-Gateway — Funkschnittstelle der WP zur Außenkommunikation; verbindet mit Router und Cloud-Servern.
- Wanddurchführung — Bauliche Penetration für Rohrleitungen; Abdichtung zur Feuchte-/Kälte-Isolierung erforderlich.
- Wandheizung — Flächenheizung in Wandstrukturen mit Vorlauf 30-40°C; Raumtemperaturverteilung sehr gleichmäßig.
- Wartung — Regelmäßige Überprüfung und Instandhaltung zur Sicherung von Betriebssicherheit und Effizienz.
- Wartungskosten — Regelmäßige Aufwendungen für Inspektionen und Filter-Austausch; meist 100-300 EUR/Jahr.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe — System mit Grundwasser als Wärmequelle. Hohe Effizienz (JAZ bis 5), aber Genehmigung erforderlich.
- Wasserrecht — Behördliche Erlaubnis zur Grundwasser-Entnahme für Wasser-Wasser-WP.
- Wasserstoff-Heizkessel — Zukünftige Kesselgeneration für H₂-Verbrennung; derzeit in Entwicklung/Pilotphase.
- Wirtschaftlichkeit — Rentabilität einer Wärmepumpen-Investition über die Lebensdauer.
- Witterungsführung — Automatische Außentemperatur-abhängige Anpassung der Vorlauftemperatur nach Heizkurve.
- Wolf — Deutscher Mittelständler mit WP-Sparte, spezialisiert auf kompakte Raumgeräte.
- Wärmebrücke — Stelle mit schlechterer Wärmedämmung; erhöht Heizlast.
- Wärmebrückenbewertung — Systematische Erfassung und Berechnung aller Wärmebrücken eines Gebäudes; Input für Heizlastberechnung.
- Wärmeleistung — Heiz-/Kühlleistung in kW, die Wärmepumpe liefert.
- Wärmemengenzähler — Gerät zur Messung der Wärmeleistung (kWh) durch Temperaturdifferenz × Volumenstrom.
- Wärmepumpe — Anlage, die Wärme von niedriger zu höherer Temperatur transportiert mittels Kompressor.
- Wärmequelle — Quelle der Wärme-Eingabe: Außenluft, Erdwärme, Grundwasser.
- Wärmequellenerkundung — Voruntersuchung zur Wahl optimaler Wärmequelle.
- Wärmeschutzverordnung — Vorgänger von EnEV und GEG (bis 1995); definierte erste U-Wert-Anforderungen.
- Wärmespeicher — Siehe Pufferspeicher und TWW-Speicher.
- Wärmetauscher — Gerät zum Wärmeaustausch zwischen zwei Flüssigkeitsströmen.
- Wärmetauscher-Reinigung — Regelmäßige oder Notfall-Spülung gegen Ablagerungen/Verschmutzung; verbessert Leistung.
- Wärmeträger — Flüssigkeit im Heizkreislauf (Wasser oder Sole bei Erdwärme).
- Wärmeverluste — Wärmeleistung, die nicht genutzt wird.
Z
6- Zeitprogramm — Tägliche oder wöchentliche Heizplan-Vorlage mit Temperaturprofilen.
- Zertifizierung — Offizielle Bestätigung, dass Installateur qualifiziert ist.
- Zirkulation — Kontinuierliche Wasserbewegung im Heizkreis.
- Zonenventil — 2-Wege-Elektroventil zur raumweisen Heizkreis-Regelung; ermöglicht Einzelzonen-Temperatursteuerung.
- Zuleitungsrohr — Haupt-Warmwasser-Rohrleitung von Speicher zu Verbrauchsstellen.
- Zuverlässigkeit — Betriebssicherheit der Anlage ohne unerwartete Ausfälle.
Δ
1Χ
1Ψ
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