Wärmepumpen-Glossar
475+ Fachbegriffe aus Technik, Förderung, Normen und Recht — verfasst von Experten, einfach erklärt.


Abluft-Wärmepumpe
Nutzung der Fortlüftung (warm) als Wärmequelle statt Außenluft; sehr hohe JAZ bei optimaler Lüftung.
Abnahme
Formale Übernahme einer Wärmepumpenanlage durch den Auftraggeber nach Installation. Mit der Abnahme erkennt der Auftraggeber an, dass die Anlage vertragsgerecht ausgeführt wurde.
Absorption-/Adsorptions-Wärmepumpe
Alternative zu Kompressions-WP mit Absorber oder Adsorbier-Materialien statt Kompressor; für Abwärmenutzung geeignet.
Absorptionswärmepumpe
Wärmepumpensystem mit thermischem Verdichter statt Kompressor; wird durch Antriebswärme (z.B. Gasbrenner oder Abwärme) statt Strom angetrieben.
Abtauung
Automatischer Prozess bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, um Eiskristalle auf dem Verdampfer zu entfernen. Während der Abtauung läuft die Heizung kurzzeitig rückwärts.
Aktives Kühlen
Umkehrung des Wärmepumpenprozesses zur aktiven Raumkühlung; erzielt Temperaturen bis 16°C.
Alphaversuch (Schallmessung)
Standardisierter Schallmess-Test nach ISO 3744 zur Bestimmung Schallleistungspegel.
Altbau
Wohngebäude vor 1979 mit typisch hohen U-Werten (0,5-1,5 W/m²K) und Sanierungsbedarf.
Ammoniak-Kältemittel (R717)
Natürliches hocheffizientes Kältemittel; GWP = 0, hohe Effizienz, aber toxisch; industrielle Anwendung.
Amortisation
Zeitraum bis Einsparungen die Investitionskosten decken; typisch 10-15 Jahre.
Annuität
Jährlich gleichbleibende Rückzahlungsrate bei Kreditfinanzierung.
Anschlussleistung (elektrisch)
Maximale elektrische Aufnahme der Wärmepumpe am Netzanschluss; relevant für Hausinstallation und Absicherung.
Atmosphärische Feuchte (Psychrometrie)
Wechselwirkung zwischen Lufttemperatur, relativer Feuchte und Taupunkt; kritisch für Verdampfer-Effizienz.
Aufstellfläche
Ebene Grundfläche für sichere, vibrationsfreie Montage der Außeneinheit.
Ausdehnungsgefäß (MAG)
Membran-Ausdehnungsgefäß; druckabbauender Behälter zur Aufnahme von Volumenausdehnungen des Heizwassers bei Erwärmung.
Auslegung
Dimensionierung einer Wärmepumpenanlage nach Heizlast und Warmwasserbedarf.
Auslegungstabellen
Vorgefertigte Berechnungshilfen zur schnellen WP-Dimensionierung basierend auf Gebäudegröße und Standard-Annahmen.
Auslegungstemperatur
Bezugsaußentemperatur (Norm-Außentemperatur) für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831; in Deutschland je nach Standort ca. −10 bis −16°C.
Außentemperatur-Sensor
Messfühler zur Erfassung der Außenlufttemperatur; Input für Heizkurven-Witterungsführung.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; fördert in der BEG Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung und Energieberatung — die Heizungsförderung (Wärmepumpen) läuft seit 2024 über...
BEG
Bundesförderung für effiziente Gebäude; zentrales staatliches Förderprogramm — der Heizungstausch mit Wärmepumpe wird als Zuschuss über die KfW gefördert (Programm 458, 30-80%; BEG-Reform,...
BEG-EM (Bundesförderung Effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen)
Förderung einzelner Maßnahmen: Heizungstausch als Zuschuss über die KfW (30-80%), Gebäudehülle und Anlagentechnik über das BAFA.
BGB §434 & §640
Rechtliche Normen über Sachmängel und Werkleistungen bei Wärmepumpen.
BHKW (Blockheizkraftwerk)
Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage zur simultanen Strom- und Wärmeerzeugung.
BImSchV
Verordnungen zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG); für zulässige Schallpegel von Wärmepumpen ist die auf dem BImSchG beruhende TA Lärm maßgeblich.
BMS
Building Management System; zentrale Steuerplattform für Heizung, Kühlung und Lüftung.
Bestandsgebäude
Bereits errichtetes Gebäude, bei dem WP-Nachrüstung ohne Neubau erfolgt.
Bestandssanierung
Energetische Modernisierung von Altgebäuden mit WP, Dämmung und Fensteraustausch.
Betonkern-Speichermasse
Thermische Nutzung der Betonträgermasse zur Wärme- und Kälte-Speicherung; reduziert Takten.
Betonkernaktivierung (BKA)
Rohrleitungen direkt im Betontragwerk zur thermischen Nutzung der Speichermasse; Heiz- und Kühlfunktion kombiniert.
Betonvergütung
Besondere Bearbeitung von Betonoberflächen zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit in Betonkern-Systemen.
Biomasse-Wasserstoff (Bio-H₂)
Aus erneuerbaren Quellen erzeugter Wasserstoff für zukünftige H₂-Ready-Kessel; Energiewende-Perspektive.
Biomassekessel
Automatisches oder manuelles Heizsystem auf Basis Holz/Pellets/Hackschnitzel mit Lager- und Förderautomatik.
Bivalent
Betriebsmodus mit Wärmepumpe und Zusatzheizung (Gas, Öl oder Heizstab).
Bivalent-Schaltung
Hydraulikkonzept mit Wärmepumpe und Zusatzerzeuger (Gas, Öl oder Heizstab); Zusatz bei Tieftemperaturen oder Spitzenlast.
Bivalenzpunkt
Außentemperatur (typisch -5 bis 0°C), ab der die Wärmepumpe zusätzliche Wärmequelle benötigt.
Blower-Door-Test
Prüfverfahren der Gebäudedichtheit mittels Unterdruckerzeugung; erfasst n₅₀-Wert in h⁻¹.
Bohrung
Vertikale Ausschachtung von 50-300 m Tiefe zur Installation von Erdsonden; benötigt behördliche Genehmigung.
Bosch
Deutscher Großhersteller von Wärmepumpen mit breiter Produktpalette.
Brennstoffzelle (SOFC/PEM)
Elektrochemische Energiewandler für Strom-Wärme-Erzeugung aus Wasserstoff/Erdgas; Wirkungsgrad bis 90%.
Brennwertnutzung
Energieeffizienz-Prinzip mit Nutzung der Kondensationswärme von Abgasen; steigert Wirkungsgrad auf >95%.
Buderus
Traditionsmarke (Bosch-Gruppe) für Heiztechnik mit kompakten Luft-Wasser-WP.
Bypass
Rohrstutzen mit Ventil zum Umleiten von Heizungswasser parallel am Wärmetauscher vorbei.
COP
Coefficient of Performance; Leistungszahl bei Standardbedingungen. COP 4 = 4 kW Wärme pro 1 kW Strom.
CO₂-Bilanz
Gesamte direkt und indirekt emittierte Treibhausgase über die Lebensdauer einer WP.
CO₂-Steuer
Bundesabgabe auf fossile Energieträger seit 2021; erhöht Gasheizung-Betriebskosten und verbessert WP-Wirtschaftlichkeit.
CO₂-Zertifikate/Carbon Credits
Handelbare Emissionsrechte; private Wärmepumpen erzeugen keine verkäuflichen Zertifikate, profitieren aber indirekt vom steigenden CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe.
CO₂-Äquivalent
Normalisierte Umweltlast eines Gases relativ zu CO₂; z.B. R290 = 3 kg CO₂-Äq./kg.
Carnot-COP
Theoretisch maximal mögliche Leistungszahl; reale Wärmepumpen erreichen 40-60% davon.
Cascading (Wärmepumpen)
Hintereinander-Kopplung mehrerer WP-Generationen für extrem hohe Vorlauftemperaturen oder Leistungen.
Chimney-Effekt
Natürliche Auftriebsströmung warmer Luft nach oben durch Undichtheiten; beeinflusst Luftwechsel.
Cloud-Monitoring
Remote-Überwachung der WP-Parameter über Herstellerportal oder App; ermöglicht Ferndiagnose.
DHHR (Dezentrale Heiz-Kälte-Regelung)
Verteilte Regeleinheiten statt zentrale Steuerung; flexible Architektur für komplexe Gebäude.
DIN 1264 (Flächenheizung)
Europäische Norm EN 1264 für Fußbodenheizung und Flächenheiz-/kühlsysteme; regelt Rohrabstände und Verlegemuster.
DIN 1946-6
Norm für Lüftungsanlagen in Wohngebäuden; regelt Mindestluftwechsel.
DIN 1988 (Trinkwasserinstallation)
Deutsche Norm für Trinkwasser-Rohrleitungen in Gebäuden; regelt Hygiene und Materialsicherheit.
DIN 4108
Norm zum Wärmeschutz bei Gebäuden; setzt U-Wert-Anforderungen.
DIN 4108-2 (Wärmebrückenbewertung)
DIN 4108-2 regelt den Mindestwärmeschutz; die pauschale Wärmebrückenbewertung (ΔU-Zuschlag) erfolgt nach DIN 4108 Beiblatt 2.
DIN 4109 (Schallschutz)
Deutsche Norm für Schallschutz im Hochbau; Anforderungen an Außenlärm, Nachbarschaftslärm und Trittschall.
DIN 4701
Deutsche Norm für Heizanlagen-Auslegung; Vorläufer zu DIN EN 12831.
DIN EN 12831
Deutsche Norm zur Berechnung der Heizlast von Gebäuden.
DIN EN 14511
Norm für Klassifizierung und Leistungsprüfung von Wärmepumpen; Grundlage der COP-Messung unter Normbedingungen.
DIN EN 14825 (SCOP-Berechnung)
Europäische Norm zur Berechnung des saisonalen COP unter Berücksichtigung verschiedener Klimazonen.
DIN EN 15450
Norm für die Planung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Gebäuden.
DIN EN 15450 (Wärmeerzeuger)
Norm für die Planung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Gebäuden.
DIN EN 378
Sicherheitsrichtlinie für Kälteanlagen mit Grenzen für Kältemittelfüllung und Dichtheitsanforderungen.
DIN EN 378 (Kälteanlagen-Sicherheit)
Sicherheitsrichtlinie für Kälteanlagen mit Grenzen für Kältemittelfüllung und Dichtheits-Prüfung.
DVGW W551
Norm für hygienische Anforderungen an Warmwassersysteme; Mindesttemperatur 60°C.
DVGW W551 (Warmwasserhygiene)
Deutsche Norm für hygienische Anforderungen an Warmwassersysteme; Mindesttemperatur 60°C gegen Legionellen.
Daikin
Japanischer Großhersteller; zählt weltweit zu den größten Anbietern von Klima- und Wärmepumpentechnik.
Deckenheizung
Flächenheizung in Deckenstrukturen mit Vorlauf 30-40°C; ideal für Kombi-Heiz-Kühl-Betrieb.
Deckentemperierung
Temperaturgesteuerter Betrieb von Deckenheizflächen zur gleichzeitigen Heiz- und Kühlfunktion.
Diagnose-Gateway
Digitale Schnittstelle für Remote-Fehleranalyse durch Hersteller/Fachleute; unterstützt Troubleshooting ohne Vor-Ort-Besuch.
Dielektrische Flüssigkeiten
Nicht-leitfähige Flüssigkeiten für spezielle Kühl-Anwendungen; seltener in WP-Sektor.
Dilatation
Volumenausdehnung von Flüssigkeiten bei Erwärmung; durch MAG oder Ausdehnungsgefäß zu berücksichtigen.
Direktverdampfung
Konzept ohne separaten Wärmetauscher; Kältemittel verdampft direkt im Erdkollektor.
Drehzahlregelung
Automatische Anpassung der Kompressor-Drehzahl an den Wärmebedarf; ermöglicht optimale Teillast-Effizienz.
Drei-Wege-Ventil
Mischventil mit drei Anschlüssen zur Temperaturregelung durch proportionale Durchflussverteilung.
Durchflussreglung
Steuerung der Wassermenge im Heizkreis durch Ventile oder Pumpen-Drehzahl-Modulation.
EER & SEER
Kühlleistungszahlen im Kühlmodus (EER punktuell, SEER saisonal).
EPBD
Energy Performance of Buildings Directive; EU-Gebäuderichtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden.
EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED)
Europäische Rahmenrichtlinie mit Mindest-Effizienzanforderungen und Audits für große Verbraucher.
EU-Ökodesign
Europäische Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Wärmeerzeugern (Verordnung (EU) Nr. 813/2013); definiert Mindestwerte der jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienz.
EU-Ökodesign-Verordnung (813/2013)
Verordnung (EU) Nr. 813/2013 mit Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Raumheizgeräten einschließlich Wärmepumpen.
Effizienz-Audit (ISO 50001)
Systematische Überprüfung von Energieverbrauch und Sparpotenzial durch zertifizierte Auditor:innen.
Effizienzbonus
Frühere Zusatzförderung von 5% in der Heizungsförderung für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder mit Wärmequelle Erdreich, Wasser oder Abwasser; mit der BEG-Reform entfallen.
Effizienzklasse
Einteilung nach Energieeffizienz (bei Raumheizgeräten A+++ bis D) basierend auf der jahreszeitbedingten Effizienz.
Eigenverbrauch
Anteil selbsterzeugter Energie, die direkt vor Ort verbraucht wird; relevant bei PV-WP-Kombination.
Einkommensbonus
Zusatzförderung in der Heizungsförderung für Selbstnutzer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: 40% (bis 30.000 €), 30% (bis 40.000 €), 10% (bis 50.000 €) pro Jahr; Haushalte mit...
Einkreis-Schaltung
Simplste Hydraulik-Konfiguration: direkte Verbindung Wärmepumpe zu Heizkreis ohne Pufferspeicher.
Einsparkontrakt (ESCO)
Energiespar-Dienstleistung mit Garantie-Einsparungen; Dritte finanziert WP-Installation, bezahlt sich durch Einsparungen.
Einzelraumregelung
Raumweise Temperatursteuerung mittels Thermostatventile oder Zonenventile; verbessert Komfort und Effizienz.
Elektroheizstab
Elektrischer Widerstandsheizer (3-12 kW) zur Notfall-Warmwasseraufbereitung oder Legionellen-Desinfektion bei Fehler.
Elektroheizung (Direktheizung)
Reine Widerstandsheizung mit COP = 1,0; im Dauerbetrieb deutlich teurer als eine Wärmepumpe mit COP 3-4.
Elektrolytische Wasser-Zersetzung
Wasserstoff-Erzeugung durch Elektrolyse; Stromquelle entscheidend für Grünstrom-Wasserstoff.
Emissionsfaktor
CO₂-Emissionen pro kWh Endenergie; deutscher Strommix aktuell ca. 0,3-0,4 kg CO₂/kWh mit sinkender Tendenz.
EnEV
Energieeinsparverordnung (bis 2020 gültig); Vorgänger des GEG.
Energieausweis
Dokumentation des Energiestandards eines Gebäudes (kWh/m²a); bei Verkauf und Vermietung vorgeschrieben, zeigt Effizienzpotenzial durch Wärmepumpe.
Energielabel (EU-Ökodesign)
Verbraucherkennzeichnung mit Effizienzklassen (Raumheizgeräte: A+++ bis D) basierend auf der jahreszeitbedingten Effizienz; für Wärmeerzeuger Pflicht seit 2015.
Energiemanagement
Aktive Optimierung der Strombezugs- und Verbrauchszeiten; kann Lastspitzen und Stromkosten deutlich senken.
Energiewende
Struktureller Umbau zu erneuerbaren Energien; Wärmepumpen zentral zur CO₂-Reduktion im Gebäudesektor.
Entfeuchtung
Zusatzfunktion reversibler WP; entzieht der Luft Feuchte durch Kondensation am Verdampfer.
Entfeuchtungs-Wirkungsgrad
Effektivität der WP beim Entwässern der Raumluft im Sommerkühl-Betrieb; relevant für Materialschutz.
Enthalpie
Thermodynamische Größe der verfügbaren Wärmeenergie; zentral zum Verständnis des Kältemittelkreislaufs.
Entkopplung (Hydraulisch)
Drucktechnische Trennung von Erzeuger- und Verbraucherkreislauf durch Bypassventil oder Schichtenspeicher.
Entlüfter (automatisch)
Automatisches Luftablass-Ventil im Heizkreis; meist kombiniert mit Sicherheitsgruppe.
Entropie
Thermodynamisches Maß für irreversible Energieverluste im Wärmepumpen-Betrieb.
Entsorgung/Recycling
Fachgerechte Behandlung alter WP am Lebenszyklusende; Kältemittel-Rückgewinnung und Materialverwertung.
Erdkollektor
Horizontale Rohrleitungen in 1-2 m Tiefe (100-300 m² Fläche) zur Wärmegewinnung; günstiger als die Erdsonde, aber weniger effizient.
Erdsonde
Vertikales Rohrsystem in Bohrlöchern (50-300 m) zur Erdwärmenutzung.
Erdsonde (Bohrung)
Senkrechte Rohrsysteme in Bohrlöchern (50-300 m) zur Erdwärmegewinnung; hohe Effizienz, aber Installation teuer.
Estrichheizung
In Betonestrich eingebettete Heizung als Alternative zu Wasserflächenheizung.
Expansionsventil
Regelventil zum Drosseln des Kältemitteldurchflusses; Übergang von der Hochdruck- auf die Niederdruckseite.
F-Gase & F-Gase-Verordnung
Fluorierte Treibhausgase (z.B. R410A, R32) und das EU-Regelwerk dazu (Verordnung (EU) 2024/573); natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) sind keine F-Gase.
F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573
Aktuelles EU-Regelwerk zur schrittweisen Reduktion fluorierter Kältemittel (Nachfolgerin der Verordnung (EU) Nr. 517/2014); ab 2027 gilt für neue Split-Geräte bis 12 kW die GWP-Grenze 150,...
Fehleranalyse (Remote)
Fern-Diagnose durch Herstellerportal basierend auf Fehler-Codes; schnelle Problemlösung ohne Techniker.
Fernbedienung/App-Steuerung
Mobile Kontrolle der WP-Parameter über Smartphone-App; praktisch für Temperatur-Anpassung unterwegs.
Fernwärme
Zentrale Wärmeerzeugung mit Verteilung über Rohrnetz; Alternative zur dezentralen Wärmepumpe.
Filter (Heizkreis)
Schmutzabscheider im Heizwasser-Umlauf zur Partikelentfernung; Wartung alle 2 Jahre erforderlich.
Flächenheizung
Heizung über Fußboden/Wand/Decke mit niedriger Temperatur (35-45°C); ideal für Wärmepumpen.
Flächenkühlsysteme
Passive Nachtkühl-Nutzung über Bodenheizung/Deckenheizung; sehr energieeffizient im Sommer.
Freipumpenschieber
Spezialventil zur Druckentlastung ohne Energieverbrauch bei Überfluss.
Frischwasserstation
Modul zur bedarfsgerechten Warmwasserbereitung ohne Speicherung; reduziert Legionellen-Risiko.
Frostschutzmittel
Chemische Zusätze (meist Propylenglykol) zur Sole gegen Erstarren bei Frost.
Fundamentplatte
Verstärkte Betonplatte zur vibrations- und lärmfreien Aufstellung der Außeneinheit.
Funktionsprüfung (Inbetriebnahme)
Überprüfung aller Funktionen nach Installation: Druck, Temperatur, Durchfluss, Regelverhalten.
Fußbodentemperierung
Flächenheizung mit typisch 26-30°C Oberflächentemperatur; senkt Vorlauftemperatur auf 35°C.
Förderquote
Prozentualer Anteil förderfähiger Kosten als Zuschuss; bei der Heizungsförderung (KfW 458) je nach Boni 30-80%.
Förderrichtlinie (aktuell)
Laufende Förderprogramme (z.B. KfW 458 Heizungsförderung, KfW 358/359 Ergänzungskredit, BAFA-Zuschüsse für die Gebäudehülle) ändern sich regelmäßig; aktuelle Konditionen stets prüfen.
Fühl-/Messelemente
Sensoren zur Erfassung von Temperaturen im Heiz- und Kühlkreislauf; Basis der Regelung.
Füllmenge (Heizkreis)
Gesamtvolumen der Heizflüssigkeit im Primär-/Sekundärkreislauf; bestimmt MAG-Größe und Verschmutzungsrisiko.
fRsi-Faktor (Temperaturfaktor)
Oberflächentemperatur-Verhältnis zur Schimmelrisikobeurteilung; Grenzwert typisch ≥0,70.
GEG
Gebäudeenergiegesetz; regelt energetische Anforderungen an Gebäude und verlangt beim Heizungstausch in vielen Fällen 65% erneuerbare Energien — technologieoffen und ohne Mindest-JAZ-Vorgabe.
GEG (Gebäudeenergiegesetz)
Deutsche Gesetzgebung für Energiestandards in Neubau und Sanierung; verlangt beim Heizungstausch in vielen Fällen 65% erneuerbare Energien — technologieoffen erfüllbar, u.a. mit Wärmepumpe.
GEG §60a (Betriebsprüfung)
Prüfpflicht für Wärmepumpen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten: Betriebsprüfung nach einem vollständigen Betriebsjahr, danach spätestens alle fünf Jahre.
GWP
Global Warming Potential; Multiplikator relativ zu CO₂ = 1. R410A = 2.088, R32 = 675, R290 ≈ 3.
Gasbrennwertkessel
Erdgas-Heizkessel mit Abgas-Wärmenutzung (Kondensation); Wirkungsgrad bis 98%.
Gegenstromprinzip
Wärmetauscher-Design mit entgegengesetztem Fluid-Durchfluss für maximale Effizienz.
Geometrische Wärmebrücke
Erhöhter Wärmeverlust durch ungünstige Geometrie (Außenecken, Kantenstellen); klassisch 3D-Effekt.
Geothermie
Erdwärme-Nutzung durch Erdsonden/Kollektoren; gehört zu erneuerbaren Energiequellen.
Gesamtanlage-Effizienz
Systemische Betrachtung aller Verluste von Erzeugung bis Wärmeübergabe; JAZ ist praktische Messgröße.
Gewährleistung
Mängelhaftung des Installateurs: 5 Jahre nach BGB-Werkvertragsrecht, 4 Jahre bei vereinbarter VOB/B.
Giftigkeit/Toxizität (Kältemittel)
Einstufung nach Sicherheitsgruppen (A1=ungiftig, B1=giftig, A2/A3=brennbar); bestimmt Handhabung und Lagerung.
Gleitdruckregelung
Automatische Anpassung des Verdampfungsdrucks bei Teillast zur Effizienzoptimierung; elektronisch gesteuert.
Gleitdruckventil
Automatisches Druckmanagement beim Verdichter zur Teillast-Optimierung.
Grundförderung
Basis-Fördersatz der Heizungsförderung: 30%. Kann durch Boni auf bis zu 80% steigen.
Grundwasser & Grundwassernutzung
Untergrundwasser (8-12°C stabil) als Wärmequelle; benötigt behördliche Genehmigung.
Gütegrad
Verhältnis von echtem zu theoretischem COP (0-1; ideal >0,5). Reale Wärmepumpen: 0,4-0,6.
Gütesiegel (Hersteller)
Freiwillige Zertifikate von Verbänden (z.B. Bundesverband Wärmepumpe) zur Qualitätsgarantie.
Hackschnitzelkessel
Biomasseheizung für gehäckselte Holzstücke; automatische Brennstoffförderung, ab 30 kW wirtschaftlich.
Heizbetriebsart
Heizmodus der Wärmepumpe im Gegensatz zu Kühlmodus.
Heizfall
Standardisierter Berechnungsfall nach DIN EN 12831 zur Heizlastermittlung.
Heizflächen-Nachrüstung
Umstellung von Radiator- auf Flächenheizung im Bestand; verbessert WP-Wirtschaftlichkeit erheblich.
Heizkreis
Geschlossenes Rohrsystem von Wärmepumpe zu Heizkörpern und zurück.
Heizkreisregelung
Automatische Steuerung von Temperatur und Wassermenge im Heizkreis.
Heizkurve
Diagramm, das bei gegebener Außentemperatur erforderliche Vorlauftemperatur angibt.
Heizkurvenoptimierung
Anpassung auf minimale notwendige Temperaturen zur Effizienzsteigerung.
Heizkörper
Radiator oder Flächenheizung zur Wärmeabgabe im Raum.
Heizlast
Wärmeleistung (kW) bei Auslegungstemperatur, die Wärmepumpe mindestens liefern muss.
Heizperiode
Zeitraum mit Heizwärmebedarf (in Deutschland Oktober-April).
Heizstab
Elektroheizer für Spitzenlast bei unzureichender Wärmepumpenleistung.
Heizungswasser-Aufbereitung
Aufbereitung des Heizwassers nach VDI 2035 (Enthärtung oder Entsalzung, pH-Kontrolle) gegen Korrosion und Kalk.
Heizzentrale
Raum mit Wärmepumpe, Speicher, Regelung; muss frostfrei sein.
Hochtemperatur-Wärmepumpe
Spezialisierte WP für Vorlauftemperaturen >65°C; für Sanierung älterer Heizkörper-Systeme.
Hybrid-Heizung
Allgemeiner Begriff für Systeme mit mind. zwei Energiequellen (z.B. WP + Gas) mit Modusauswahl-Logik.
Hybrid-Wärmepumpe
System mit Wärmepumpe und klassischer Heizung (Gas/Öl) für die Spitzenlast; automatische Modusauswahl nach Wirtschaftlichkeit.
Hydraulik
Wasser-basierte Übertragung und Steuerung von Druck/Volumenstrom in Heizkreisen.
Hydraulische Weiche (Entkoppler)
Drucklos-Verbindungselement ohne Ventil zwischen Erzeuger- und Verbraucherkreis; vereinfacht Regelung.
Hydraulischer Abgleich
Einstellung aller Heizkörper auf die richtige Wassermenge (für Wärmepumpen: Verfahren B nach VdZ mit raumweiser Heizlast); für die Förderung verpflichtend und Effizienz-Voraussetzung.
Hygieneerwärmung
Periodische Speicher-Aufheizung auf 70-75°C zur Legionellenabtötung; oft nachts automatisiert.
Hysterese
Schaltbereich zwischen Ein- und Ausschaltpunkt der Regelung; typisch 0,5-2 K Differenz.
Höchstlastausregelung
Elektronische Beschränkung der maximalen Kompressor-Auslastung; verhindert Spitzenlast-Stromschwankungen.
H₂-Ready-Kessel
Gas-Heizkessel mit Vorbereitung für zukünftige Wasserstoff-Beimischung (bis 20%); Zukunftssicherung für Gasinfrastruktur.
Inbetriebnahme
Erste Ingangsetzung der installierten Anlage: Dichtheitsprüfung, Befüllung, Funktionsprüfung.
Individualisierte Verbrauchserfassung
Separate Zählung Heiz-/Kühlkosten pro Wohnung/Gewerk; ermöglicht nutzer-gerechte Kostenverteilung.
Induktive Störungen (EMV)
Elektromagnetische Verträglichkeit; WP darf nicht durch Hochfrequenz gestört werden und muss selbst nicht stören.
Infrarotheizung
Elektrische Strahlungsheizung mit direkter Wärmestrahlung; hoher Strombedarf, in der Regel nur für selten beheizte Räume sinnvoll.
Installateur
Fachperson mit Ausbildung/Zertifizierung für Wärmepumpeninstallation.
Installation
Gesamtprozess: Einbau Wärmepumpe, Rohre, Speicher, Regelung am Gebäude.
Instandhaltung
Regelmäßige Wartung, Reparaturen, Inspektionen zur Funktionssicherung.
Instandhaltungsprotokoll
Wartungs-Dokumentation mit Prüfergebnissen und durchgeführten Maßnahmen; wichtig für Gewährleistung.
Integrierte Schallschutz-Wanne
Spezialsockel mit Schalldämmung unter der Außeneinheit zur Lärmreduktion; bis 5 dB(A) Ersparnis.
Internet of Things (IoT) Vernetzung
Vernetzung WP mit anderen Hausgeräten über MQTT/IP-Protokolle; Grundlage Smart-Home-Integration.
Inverter
Elektronischer Spannungswandler zur stufenlosen Drehzahlregelung des Kompressors.
Inverter-Technologie (Details)
Variable Frequenz-Umrichter für kontinuierliche Drehzahl-Anpassung; senkt Taktverluste und verbessert die JAZ gegenüber Festdrehzahl-Geräten deutlich.
Isolierung (Rohre)
Wärmedämmung um Heiz-/Kühlrohre nach den GEG-Mindestdicken (Anlage 8) zur Minimierung von Transportverlusten.
iSFP
Individueller Sanierungsfahrplan aus einer geförderten Energieberatung; bringt den iSFP-Bonus von 5% bei Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik — nicht bei der Heizungsförderung.
JAZ
Jahresarbeitszahl; Verhältnis Wärmeleistung/Stromverbrauch über ganzes Jahr. JAZ 4 = 4 kW Wärme pro 1 kW Strom.
Jahresnutzungsgrad (noch alternativ zu JAZ)
Älterer Begriff für JAZ; heute veraltet.
Justierung von Sensoren
Kalibrierung von Temperaturfühlern (Pt-Sensoren nach DIN EN 60751); regelmäßige Kontrolle im Rahmen der Wartung empfohlen.
KWK-Prinzip
Kraft-Wärme-Kopplung: gleichzeitige Nutzung von mechanischer Energie (Strom) und thermischer Energie (Wärme); höchste Effizienz.
Kaskaden-Schaltung
Hintereinander-Anordnung mehrerer Wärmepumpen zur Erreichung höherer Temperaturen oder Leistungen.
Kessel-Füll- und Entleerungshahn (KFE)
Spezialarmatur mit Rückflussverhinderer zum Befüllen/Entleeren des Systems; sichert gegen Druck-Rücklauf.
Kessel-Nachrüstung (von Gas auf WP)
Austausch Gas-Kessel durch Wärmepumpe bei Bestands-Hydraulik; Pufferspeicher meist nötig.
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau; Förderbank mit Darlehen/Zuschüssen für Wärmepumpen.
KfW 458 (Heizungsförderung)
Zuschussprogramm der KfW für den Heizungstausch seit 2024: 30% Grundförderung plus Boni (Klimageschwindigkeit 16%, Einkommen gestaffelt 40/30/10%; der frühere Effizienzbonus 5% ist entfallen) bis...
KfW-Effizienzhaus
Förderstandard der KfW mit definierten Primärenergiebedarfsgrenzen (EH40, EH55, EH70).
KfW-Effizienzhaus-Standard 40/55/70/85
Klassifizierungen nach Primärenergiebedarf relativ zu Referenzgebäude; 40 = höchste Effizienz.
Klimaanlage vs. Wärmepumpe
Technisch verwandt: Eine Split-Klimaanlage ist im Kern eine Luft-Luft-Wärmepumpe; der Unterschied liegt im primären Einsatzzweck Kühlen bzw. Heizen.
Klimageschwindigkeitsbonus
Zusatzförderung von 16% (sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte) in der Heizungsförderung für Selbstnutzer beim Austausch alter fossiler Heizungen (u.a. funktionsfähige Öl-, Kohle-,...
Klimaneutralität
Zustand vollständig kompensierter CO₂-Emissionen; deutsches Klimaziel bis 2045.
Klimaziele
Verbindliche Reduktionsziele: EU −55% CO₂ bis 2030, Deutschland klimaneutral bis 2045.
Kompressions-Dichtheit (Prüfung)
Überdruckprüfung des Verdichtors auf Lecks vor Inbetriebnahme; nach DIN EN 378.
Kompressor
Motor-Pumpe-Einheit zum Verdichten des Kältemittels; Herzstück der Wärmepumpe.
Kompressor-Ausfallschutz
Elektronische Abschaltung bei Übelast (Druck/Temperatur-Grenzen); verhindert Schäden.
Kompressor-Verschleiß
Abrasiver Materialverschleiß durch Schmutzpartikel; nur bei schlechter Wartung/Wassergüte.
Kondensation
Phasenwechsel Kältemittel Gas → Flüssigkeit im Kondensator; gibt Wärme ab.
Kondensator
Wärmetauscher, wo Hochdruck-Kältemittelgas an Heizkreislauf Wärme abgibt.
Kondenswasser
Wasser aus verdampfter Luftfeuchte beim Verdampfer; muss über Drainage ablaufen.
Konstantvolumenstrom
Stetige Wassermenge unabhängig von Druck; durch Regelventil oder drehzahlgeregelte Pumpe.
Konstruktive Wärmebrücke
Wärmeverlust durch wärmeleitendes Bauteil innerhalb der Wärmedämmung (z.B. Betonbalkon durch Dämmung).
Konvektor
Wärmeübergabeelement mit optional drehzahlgeregeltem Gebläse zur Leistungssteigerung.
Konzentrat-Wärmeträger
Fertige Sole-Konzentrate für einfaches Mischen; Alternative zu vor-Ort Verdünnung.
Korrosion
Chemische Metalloberflächen-Zersetzung durch Wasser/Chemikalien.
Korrosions-Inhibitoren
Chemische Schutz-Mittel im Heizwasser gegen Oxidation; meist Phosphonate oder Molybdate.
Korrosionsschutz
Maßnahmen gegen Materialzersetzung im Heizkreislauf durch pH-Kontrolle, Inhibitoren und Wassergüte-Management.
Kostendeckel
Obergrenze der förderfähigen Kosten; bei der Heizungsförderung 28.000 € für die erste Wohneinheit, also maximal 22.400 € Zuschuss.
Kosteneffizienz
Verhältnis Nutzen/Kosten; Effizienzgewinn pro EUR Investition.
Kostenoptimierung (Planungs-Phase)
Systematische Auslegung für minimale Lebenszykluskosten; balanciert Investition und Betriebskosten.
Kostenvoranschlag
Schätzung Gesamtkosten für Planung, Installation, Inbetriebnahme.
Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK)
Siehe BHKW und KWK-Prinzip.
Kredit 358/359
KfW-Ergänzungskredit zur Heizungsförderung: bis 120.000 € je Wohneinheit, Zinsvorteil bei Haushaltseinkommen bis 90.000 €; setzt eine Zuschusszusage voraus und enthält keinen Tilgungszuschuss.
Kreislaufpumpe
Umwälzpumpe im Heizkreis; versorgt Heizkörper kontinuierlich mit Heizwasser.
Kälteleistung
Leistung der Wärmepumpe im Kühlmodus (kW); relevant für reversible Systeme.
Kältemittel
Chemische Substanz (R290, R32, R410A) zwischen flüssig/gasförmig zur Wärmetransport.
Kältemittel-Hochdruckseite
Bereich nach Kompressor bis Expansionsventil; hohe Drücke (20-30 bar); kritisch für Verdichtung und Kondensation.
Kältemittel-Niederdruckseite
Bereich vom Expansionsventil bis Kompressor; niedriger Druck (5-10 bar); Verdampfungsbereich.
Kältemittelkreislauf
Geschlossenes System: Kompressor → Kondensator → Expansionsventil → Verdampfer → Kompressor.
Kältemittelverlust
Leck-bedingter Austritt von Kältemittel; Effizienzabfall und Umweltschäden.
Kältemittelverordnung
EU-F-Gase-Verordnung zum Umgang mit fluorierten Kältemitteln; seit 2024 gilt die Verordnung (EU) 2024/573 als Nachfolger der (EU) Nr. 517/2014.
Kältemittelwechsel
Umstieg auf klimaschonendere Kältemittel; in Bestandsgeräten meist nicht nachrüstbar, der Wechsel etwa von R410A zu R290 erfolgt in der Praxis mit dem Gerätetausch.
Körperschallentkopplung
Gummilager/Elastomer-Puffer isolieren Außeneinheit von Fundamentplatte zur Vibrationsdämpfung.
Kühl-/Heiz-Modus-Umschaltung
Automatische oder manuelle Umstellung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb; typisch saisonal.
Kühl-/Heizkonvektor
Reversibles Element mit integriertem Ventilator für saisonalen Betrieb.
Kühldecke
Flächenkühlung im Deckenbereich; nutzt passive oder aktive Kühlung.
Kühlleistung
Leistung der Wärmepumpe im Kühlmodus gemessen in kW; relevant für reversible Systeme und Dimensionierung.
Ladungs-Optimierung (Speicher)
Intelligente Steuerung der Pufferspeicher-Aufladung für maximale Effizienz und Komfort.
Lagernorm-Kennzeichnung
ISO-Normen für Langzeit-Lagerung von WP-Anlagen (z.B. Temperatur, Luftfeuchte, Vibration).
Latentwärmespeicher
Spezial-Speicher mit Phasenwechsel-Material (PCM) für kompaktere Speicherung.
Lebensdauer-Prognose
Berechnung der zu erwartenden Betriebsdauer basierend auf Lastenprofile und Wartungszustand.
Lebenszykluskosten
Gesamtkosten über 20-25 Jahre: Investition + Betrieb + Entsorgung.
Leckagedetektion
Überprüfung auf Kältemittelverluste durch Sensoren/Fachleute; Behebung erforderlich.
Legionella-Prävention
Mehrstufiges Konzept: 60°C Speichertemperatur + thermische Desinfektion + Wassergüte.
Legionellen
Gefährliche Bakterien, die sich in warmem Wasser (ca. 25-50°C) vermehren; 60°C-Speichertemperatur als Schutz.
Leistungsmodulation
Elektronische Anpassung der Wärmepumpen-Ausgabe an den momentanen Bedarf.
Leitfähigkeit-Messung (Heizwasser)
Salz-Gehalt-Indikator in µS/cm; VDI 2035 unterscheidet salzarme (unter 100 µS/cm) und salzhaltige Fahrweise (bis ca. 1.500 µS/cm).
Lichtkuppel/Tageslicht-Nutzung
Passive Solarwärmegewinnung durch Dachfenster; reduziert Heizlast.
Lieferketten-Nachhaltigkeit
Umweltimpact der Material-Beschaffung und Transport zur WP-Baustelle.
Luft-Luft-Wärmepumpe
System mit Außenluft als Wärmequelle; erwärmt/kühlt Raumluft direkt.
Luft-Wasser-Wärmepumpe
System mit Außenluft als Wärmequelle; erwärmt Heizwasser. Häufigster Typ in Deutschland.
Luftdichtheit
Grad der Abdichtung einer Gebäudehülle gegen unkontrollierte Infiltration; kritisch für WP-Effizienz.
Luftdichtheitsebene
Konstruktive Schicht (Folie, Beschichtung) zur Sicherstellung minimaler Infiltration; meist innenseitig.
Luftwechselrate
Luftaustausch pro Stunde im Gebäude (n, z.B. n=0,4/h); beeinflusst Heizlast.
Lüftung
Luftaustausch im Gebäude zur Raumluftqualität; beeinflusst Heizlast.
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG)
Mechanische Zu-/Abluft mit Wärmetauscher; spart 70-80% der Lüftungsverluste.
Lüftungswärmerückgewinnung (WRG)
Mechanische Rückgewinnung der Abluft-Wärme um 70-80%; senkt Lüftungsverluste erheblich.
MQTT-Protokoll
Leichtgewichtiges IoT-Kommunikationsprotokoll für Gebäudeautomation; zunehmend in WP-Steuerungen.
Magnetabscheider
Permanentmagnet-Filterung zur Abtrennung eisenhaltiger Verschleiß-Partikel (Magnetit) aus dem Heizwasser.
Magnetventil
Solenoid-Ventil zur Steuerung des Kältemittel-Durchflusses; schnell schaltbar, wartungsarm.
Magnetventil (2/2-Ventil)
Einfaches Ein/Aus-Magnetventil für Kältemittel-Sperren; schnelle Schaltzeiten.
Manometer
Druckmessgerät im Heiz- und Kältemittelkreislauf; typische Messbereiche 0-4 bar.
Mauerwerkstrocknung (nebeneffekt)
Trocknung feuchter Wände durch Heizung; positive Nebeneffekt bei WP-Installation in Altbau.
Mechanische Lüftungsanlage
Dezentrale oder zentrale Zwanglüftung mit Wärmerückgewinnung; Standard in modernen WP-Häusern.
Mehrkreis-Hydraulik
Parallel arbeitende Heizkreise mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen (z.B. Fußbodenheizung 35°C + Radiatoren 55°C).
Meldungen/Fehlercodes (Diagnose)
Herstellerspezifische Fehler-Codes für Troubleshooting; meist im Bedienhandbuch dokumentiert.
Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG)
Behälter mit Gummimembran zur Aufnahme von Heizwasser-Volumenausdehnungen; typisch 10-50 Liter.
Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI)
Bedienoberfläche der WP (Display, Buttons, App); Usability entscheidend für Akzeptanz.
Metallrohre vs. Kunststoffrohre
Material-Wahl im Heizkreis: Stahl/Kupfer vs. PE-X/PP-R; Vor/Nachteile bei Kosten, Haltbarkeit, Verformung.
Mikro-KWK
BHKW-Anlagen mit 2,5-50 kW Stromleistung für Mehrfamilienhäuser und kleinere Gewerbeobjekte.
Mikro-Risse (Rohre)
Kleine Lecks durch Materialermüdung oder Froströspannungen; Früherkennung durch Druckprüfung.
Militär-Standard MIL (Zuverlässigkeit)
Hochzuverlässigkeits-Normenfamilie aus der Rüstungstechnik; in der Heizungstechnik unüblich und für Wärmepumpen ohne praktische Bedeutung.
Mindest-Effizienzanforderung (EU)
Ökodesign-Mindestwerte für die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz neuer Wärmeerzeuger nach Verordnung (EU) Nr. 813/2013.
Mindestlaufzeit
Minimale Kompressor-Betriebsdauer pro Zyklus (typisch 10-20 Minuten) zur Motorentkühlung und Effizienz.
Minimum Load (Teillastverhalten)
Kleinste Leistung, die Kompressor regeln kann; moderne Inverter-WP: bis 10-20%.
Mischventil
Ventil zur Temperaturmischung von Vorlauf und Rücklauf; stellt gewünschte Heiztemperatur ein.
Mittlerer Abstand (Schall)
Abstandsregelung für Schallmessungen; typisch 1 m bei Wärmepumpen.
Modbus
Industriestandard-Kommunikationsprotokoll (RTU/TCP) zwischen WP-Steuerung und BMS.
Modbus-RTU/TCP
Industrie-Kommunikationsprotokolle zur Kopplung WP-Steuerung mit Gebäude-Management-Systemen.
Modular expandierbare Systeme
WP-Architekturen erlauben Nachträg-Erweiterung (z.B. zusätzliche Speicher); zukunftssicher.
Molybdat-Inhibitoren
Alternative Korrosionsschutz-Chemikalien im Heizwasser zu Phosphonaten.
Monobloc vs. Split (Installation)
Monobloc: alle Komponenten in einem Gehäuse; Split: separate Innen-/Außeneinheiten. Split vereinfacht nachrüstung.
Monoblock
Wärmepumpe mit allen Komponenten in einem Gehäuse; erleichtert Installation.
Monoenergetisch
Betriebsmodus: Wärmepumpe + interner Heizstab ohne externe Zusatzheizung.
Monovalent
Betriebsmodus: Wärmepumpe deckt allein gesamten Wärmebedarf ganzjährig ohne Zusatzheizung.
Montage
Installation und Zusammenbau vor Ort (Rohre, Speicher, Elektroanschluss).
Montage-Koordination
Abstimmung zwischen WP-Installation, Sanitär, Elektro, Lüftung für optimalen Ablauf.
Morphologie von Eisschichten
Eiskristall-Bildung am Verdampfer bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchte; Design des Verdampfers entscheidend.
Multisensor-Regelung
Kombination mehrerer Sensoren (Außentemp, Raumtemp, Speichertemp) für adaptive Regelung.
NIBE
Schwedischer Hersteller, spezialisiert auf Sole-Wasser-WP und Modulsysteme.
NO-x-Emissionen
Stickoxide aus Stromkraftwerken (indirekt); WP mit Ökostrom neutralisiert dieses Problem.
Nachbarrecht §906 BGB
Zivilrechtliche Regelung zu Lärmimmissionen; Nachbarn müssen unwesentliche Beeinträchtigungen dulden.
Nachbarschaftsschutz (konstruktiv)
Bauliche Maßnahmen zur Lärmreduktion (Wände, Hecken, Schallwände); oft wirtschaftlicher als Maschinenmodifikation.
Nachfüllventil (Wasser)
Druckminderventil zum manuellen oder automatischen Nachfüllen des Heizkreises.
Nachhaltigkeit
Minimierung Umweltauswirkungen über Lebenszyklus (Kältemittel-GWP, Stromverbrauch).
Nachheiz-Steuerung
Priorisierung Heizstab vs. WP-Zusatzkompressor bei extremem Kältebedarf.
Nachrüstung (Retrofit)
Umbau bestehender Heizanlage zur Wärmepumpe, oft ohne vollständige Sanierung.
Nachtabsenkung
Reduktion Soll-Raumtemperatur nachts (18°C statt 21°C) zur Energieeinsparung.
Nachtabtau
Automatische Enteisungs-Routine am Verdampfer bei Temperaturen unter 5°C.
Nachtspeicher-Beladung
Günstige Stromtarif-Nutzung in der Nacht zur Pufferspeicher-Voraufladung.
Nachverdampfung
Zusätzliche Verdampfung von Restkältemittel nach Hauptverdampfer; selten, nur bei speziellen Konstruktionen.
Nano-KWK
Kleinste BHKW-Form mit <2,5 kW Stromleistung für Einfamilienhäuser; dezentrales Micro-Kraftwerk.
Natural Cooling
Passive Gebäudekühlung durch Nutzung tiefer Nachttemperaturen im Sommer.
Natürliches Kältemittel
Umweltfreundliche Kältemittel mit sehr niedrigem GWP: R290 (Propan), R717 (Ammoniak), R744 (CO₂); das fluorierte R32 zählt nicht dazu.
Natürliches Kältemittel (A2L, A3)
Umweltfreundliche Kältemittel wie R290 (Propan, Sicherheitsklasse A3) mit GWP unter 5; das fluorierte R32 (A2L, GWP 675) zählt nicht zu den natürlichen Kältemitteln.
Netzstützende Wärmepumpe
WP mit Fähigkeit zur Stromnetzverstärkung durch SG-Ready und Last-Verschiebung.
Neubau
Neu errichtetes Gebäude; ideale Voraussetzungen für WP durch niedrige Vorlauftemperaturen und Flächenheizung.
Nicht-kondensierbare Gase (NCG)
Luft oder andere Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf; verschlechtern Effizienz, Prüfung erforderlich.
Niederdruck-Regelung
Automatische Anpassung Verdampfungs-Druck bei variablem Wärmequellen-Angebot.
Niedertemperatur-Heizkörper
Moderne Radiatoren mit großer Oberfläche für Vorlauftemperaturen 45-55°C; WP-geeignet.
Niedrigenergie-Haus
Gebäudestandard mit max. 70 kWh/(m²a) Heizwärmebedarf; durch WP typisch erreichbar.
Niedrigtemperatur-Lüftung
Frischluft-Temperaturanhebung durch Wärmetauscher zur Heiz-Unterstützung; Effizienzbonus.
Nießbrauch/Nutzungsrecht
Rechtliche Frage bei Wärmepumpen in Mietobjekten; Genehmigung/Zustimmung oft erforderlich.
Notfall-Betrieb (degraded operation)
WP mit reduzierter Leistung bei Fehler; meist über Heizstab kompensiert.
Notlaufbetrieb
Fallback-Betrieb bei Fehler; WP schaltet auf Heizstab oder reduzierte Leistung.
n₅₀-Wert
Luftwechselrate bei 50 Pa Prüfdruck; Kennzahl der Gebäudeluftdichtheit in h⁻¹.
ODP
Ozone Depletion Potential; Schädigungsindex für Ozonschicht. R290 = 0, R32 = 0.
Oberflächenfeuchte
Kondenswasser-Bildung an Innenwandoberflächen bei niedrigen Oberflächentemperaturen; Schimmelrisiko.
Oberflächentemperatur
Temperatur der Heizfläche (Heizkörper, Fußboden); max. 50-60°C für Komfort.
PID-Regelung
Proportional-Integral-Derivative-Regler zur präzisen Temperatursteuerung mit Hystereseoptimierung.
Pariser Abkommen
Globaler Klimavertrag 2015 mit Ziel 1,5°C Erwärmungsbegrenzung.
Passives Kühlen
Freikühlung ohne aktive Wärmepumpe über kühles Außenwasser/Luft.
Passivhaus
Gebäudestandard mit Heizwärmebedarf < 15 kWh/(m²a) durch extreme Dämmung und Lüftung mit WRG.
Pelletkessel
Vollautomatische Biomasseheizung mit Pellet-Lager, Schneckenförderung und Brennwertnutzung; hohe Automatisierung.
Phasenwechsel-Speicher
Spezielle Speicher mit PCM (Phase Change Material) zur Erhöhung der Speicherkapazität bei gleicher Größe.
Plattenwärmetauscher
Kompakt-Wärmetauscher mit Metallplatten für effizienten Wärmeaustausch.
Plusenergiehaus
Gebäude mit erneuerbarer Energieerzeugung ≥ Jahresenergiebedarf; mit WP + PV erreichbar.
Primärenergiebedarf
Gesamtenergiebedarf inkl. aller Vorketten (Förderung, Transport, Umwandlung bis zum Gebäude).
Primärenergiefaktor
Faktor zur Umrechnung Endenergie in Primärenergie; Stromquelle entscheidend, für Netzstrom im GEG mit 1,8 angesetzt.
Primärkreis & Sekundärkreis
Primär = Wärmeträger zwischen Quelle und WP; Sekundär = Heizkreis zwischen WP und Heizkörpern.
Prüfzertifikat (nach DIN EN 14511)
Offizielles Test-Dokument nach europäischer Norm; zeigt den COP nach EN 14511 und den SCOP nach EN 14825 unter definierten Bedingungen.
Pufferspeicher
Wärmespeicher (Schichtenspeicher) 200-500 Liter zur Entkopplung von Wärmepumpe und Heizkreis; verhindert häufiges Takten.
Pumpengruppe
Fabrik-vorgefertigte Baugruppe mit Umwälzpumpe, Mischer und Sicherheitsausrüstung.
R290, R32, R410A
Kältemittel: R290 (Propan, GWP ≈ 3, brennbar), R32 (GWP 675), R410A (GWP 2.088); für neue Split-Geräte bis 12 kW gilt ab 2027 die GWP-Grenze 150.
Raumkühlung
Aktive oder passive Klimatisierung von Innenräumen durch WP im Sommer.
Regelung
Automatische Steuerung aller Parameter (Kompressor-Drehzahl, Ventile, Pumpen) via Sensoren/Elektronik.
Reversible Wärmepumpe
Anlage mit Heiz- und Kühlmodus; im Sommer Kühlung möglich.
Rohrdämmung
Isolierschicht um Heizrohre zur Minimierung von Transportverlusten; Mindestdämmdicken nach GEG (Anlage 8), bei üblichen Hausleitungen 20-30 mm.
Rücklauf-Optimierung
Zielgerichtete Absenkung der Rücklauftemperatur durch hydraulische Maßnahmen zur JAZ-Verbesserung.
Rücklauf-Temperatur-Sensor
Messfühler zur Erfassung der Rücklauftemperatur; kritisch für Regelungsgenauigkeit.
Rücklaufmischer
3-Wege-Ventil mit Rücklauf-Einspritzung zur gezielten Vorlauftemperatur-Reduktion.
Rücklauftemperatur
Temperatur Heizwasser auf Rückweg zur Wärmepumpe (typisch 25-40°C). Niedrig = höhere Effizienz.
Rückschlagklappe
Einbahnventil zur Vermeidung von Rückfluss im Rohrsystem.
SCOP
Seasonal Coefficient of Performance; saisonale Leistungszahl über ganzes Jahr (realistischer als COP).
SG-Ready
Label des Bundesverbands Wärmepumpe für WP mit 4 Betriebszuständen zur Smart-Grid-Integration: 1 EVU-Sperre, 2 Normalbetrieb, 3 Einschaltempfehlung, 4 Zwangsanlauf.
SG-Ready (Smart-Grid-Ready)
Label des Bundesverbands Wärmepumpe für WP mit 4 Betriebszuständen zur netzdienlichen Lastverschiebung: 1 EVU-Sperre, 2 Normalbetrieb, 3 Einschaltempfehlung, 4 Zwangsanlauf.
SHK
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik; Fachbereich für Wärmepumpeninstallationen.
Sanierungsfahrplan
Stufenplan für energetische Gebäudesanierung; als iSFP Grundlage für den 5%-Bonus bei BAFA-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.
Schalldruckpegel
Gemessener Schalldruckpegel in dB(A); bei Wärmepumpen typisch 50-55 dB(A) in 1m Entfernung.
Schallimmissionsschutz
Regelwerk zur Begrenzung der Lärmemission von Wärmepumpen.
Schallleistungspegel
Gesamte Schallleistung der Wärmepumpe in dB(A); moderne Außeneinheiten typisch 50-65 dB(A) laut Herstellerangabe.
Schallschutzhaube
Isolierendes Gehäuse um Wärmepumpe zur Lärmreduktion.
Schallschutzwand
Bauliche Wand oder Hecke zur Lärmabsorption rund um die Außeneinheit.
Schaltverhalten
Häufigkeit Ein-/Ausschalten Kompressor; häufiges Takten reduziert Effizienz.
Scheitholzkessel
Manuelle Stückholz-Vergaserheizung mit Pufferspeicher-Pflicht; hohe Speichermasse notwendig.
Schichtenspeicher
Pufferspeicher mit Temperaturschichtung (heiß oben, kalt unten); bessere Effizienz.
Schichtladung
Gezielte Pufferspeicher-Beladung unter Erhalt der Temperaturschichtung; Hochtemperaturbeschichtung zuerst.
Schichtung
Temperaturgradienten im Speicher; ermöglicht höhere Entnahmetemperaturen und bessere Effizienz.
Schimmelprävention
Maßnahmen gegen Schimmelpilz durch Reduktion Oberflächenfeuchte (Dämmung, Lüftung, Heizung).
Schmierstoffe & Öl
Schmieröle im Kompressor für Schmierung/Kühlung; unterliegen Wartung/Ölwechsel.
Schmutzstoffe
Partikel/Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf; müssen gefiltert werden.
Schwingungsdämpfer
Elastische Lager unter der Außeneinheit zur Körperschalldämpfung.
Scroll-Kompressor
Verdichterprinzip mit sich überlagernden Spiralen; höhere Effizienz und geringere Vibration.
Sicherheitsgruppe
Kombiniertes Aggregat aus Überdruckventil, Manometer, Entlüfter und KFE-Hahn; zentral für Sicherheit.
Sicherheitsventil
Druckbegrenzungsventil zum Schutz vor Überdruck in Heiz- und Kältemittelkreislauf; öffnet automatisch ab Ansprechdruck (Heizkreis typisch 3 bar).
Smart Grid
Intelligentes Stromnetz mit bidirektionaler Kommunikation; WP als flexible Last einsetzbar.
Smart Meter
Intelligenter Stromzähler mit Fernablesung; Basis für dynamische Stromtarife.
Solarthermie
Sonnenenergie-Nutzung zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung; Kombination mit WP ergibt höchste Effizienz.
Sole
Wasser-Glykol-Gemisch als Wärmeträger in Erdkollektoren/Erdsonden.
Sole-Wasser-Wärmepumpe
System mit Erdwärme als Wärmequelle. JAZ bis 5, aber Installation teuer.
Sommerbetrieb
Saisonale WP-Einstellung mit reduzierter Speicheraufladung und aktivierter Kühlung.
Speicher
Wärmespeicher-Tank zur Pufferung Wärmeleistung.
Speicherlade-Regelung
Automatische Steuerung des Speichers auf Solltemperatur bei optimaler Betriebsweise.
Speichertemperatur
Wassertemperatur im Speicher; TWW mind. 60°C.
Speichervolumen
Tankgröße in Litern (typisch 200-500 Liter).
Split-Wärmepumpe
System mit separaten Innen- und Außeneinheiten.
Spreizung
Differenz Vorlauf- zu Rücklauftemperatur (ΔT, typisch 5-15 K; bei Wärmepumpen 5-10 K).
Staatliche Förderung
Zuschüsse/Darlehen von Bund/Ländern für Wärmepumpen.
Stiebel Eltron
Deutscher Hersteller aus Holzminden, Spezialist für Luft-Wasser-WP und Speichertechnik.
Stirling-Motor
Extern beheizter Kreisprozess mit geschlossenem Arbeitsgas; sehr leise und langlebig.
Strommix
Zusammensetzung der Stromversorgung; bestimmt CO₂-Intensität des WP-Betriebs.
Strompreis
Elektroenergie-Kosten; entscheidend für Betriebskosten von Wärmepumpen.
Stromtarif
Spezielle reduzierte Strompreise für Wärmepumpenstrom mit separatem Zähler.
Stromverbrauch
Elektrische Leistung der Wärmepumpe; ermittelt über JAZ/COP und Betriebsstunden.
Systemeffizienz
Gesamteffizienz Wärmepumpe + Speicher + Verteilung über ganzes Jahr.
TA Lärm
Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (Verwaltungsvorschrift zum BImSchG); Richtwerte nachts 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet sowie 45 dB(A) im Mischgebiet — tags...
THG
Treibhausgase (CO₂, CH₄, N₂O, F-Gase); Wärmepumpen reduzieren THG-Emissionen.
Takten
Häufiges Ein-/Ausschalten Kompressor bei kleinem Wärmebedarf; reduziert Effizienz.
Taktsperre
Erzwungene Mindest-Stillstandszeit des Kompressors zwischen zwei Betriebszyklen zur Druckausgleichung; typisch 5-10 Minuten.
Tarifierung
Strompreisgestaltung mit günstigen separaten Tarifen für Wärmepumpenstrom.
Taupunkt/Taupunktkondensation
Temperatur, bei der Luftfeuchte kondensiert; zu niedrig = Schimmelrisiko.
Teillast
Betriebszustand bei reduzierten Anforderungen. Inverter-Wärmepumpen arbeiten effizienter.
Temperatur-Sollwert
Benutzer-eingestellte Ziel-Raumtemperatur (z.B. 21°C); Regelung passt Vorlauftemperatur an.
Temperatur-Spreizung (Speicher)
Differenz zwischen oberer und unterer Speichertemperatur; hohe Spreizung = gute Schichtung.
Temperaturhub
Differenz zwischen Verdampfungs- und Kondensationstemperatur des Kältemittels.
Temperaturregelung
Automatische Steuerung Heiz-/Kühlwassertemperatur.
Temperaturschutz
Sicherheitsausstattung gegen Übertemperatur/Über-/Unterdruck.
Thermische Desinfektion
Periodische Aufheizung auf 70-75°C zur Legionelleneliminierung in TWW-Speichern.
Thermodynamik
Wissenschaft Wärme/Energieumwandlung; Grundlage Wärmepumpen-Verständnis.
Thermografie (Infrarot-Wärmebild)
Wärmebildaufnahmen zur visuellen Lokalisierung von Wärmebrücken und Undichtheiten.
Thermoregelung
Automatische Temperaturregelung via Sensoren/Stellglieder.
Thermostat
Gerät für Temperaturmessung/-regelung; mechanisch oder elektronisch.
Thermostatventil
Temperatur-Sensor + Drosselventil für einzelne Heizkreise.
Thermostatventil (TRV)
Temperaturgesteuertes Regulierventil mit Wachsdehnstoff-Fühler für einzelne Heizkörper.
Tilgungszuschuss
Erlass eines Teils der Kreditsumme bei KfW-Förderkrediten (z.B. Komplettsanierung KfW 261); der Ergänzungskredit 358/359 enthält keinen Tilgungszuschuss.
Transmissionsverluste
Wärmeverluste durch Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach) proportional zu U-Wert.
Transmissionswärmeverlust
Wärmeverluste durch die Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach, Boden) proportional U-Wert × Fläche.
Transportverluste
Wärmeverluste in ungedämmten Rohren zwischen Wärmepumpe und Heizkörpern.
Treibhauspotenzial
Maß für Erwärmungswirkung eines Gases über 100 Jahre relativ zu CO₂.
Trennwärmetauscher
Plattengerät zur thermischen Kopplung zweier hydraulischer Kreise ohne Fluidkontakt.
Trinkwarmwasser (TWW)
Warmes Wasser für Haushalt/Hygiene; mind. 60°C zum Legionellenschutz.
Typ-Prüfung
Offizielles Testverfahren nach DIN EN 14511 zur Leistungscharakterisierung.
Typ-Zertifikat (AHRI/Eurovent)
Internationale Leistungszertifizierung durch unabhängige Prüfinstitute; mehr als nur DIN EN 14511.
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient; beschreibt Wärmeverlust durch Bauteile. Niedriger = besser.
Umladefunktion
Automatische Schaltlogik zwischen reiner Heizung und Speicherladung; optimiert Effizienz.
Umwälzpumpe
Pumpe zur Wasserbewegung im Heizkreis; Stromverbrauch beeinflusst Gesamteffizienz.
Unternehmererklärung
Schriftliche Versicherung des Installateurs über korrekte Installation/Prüfung.
VDI 2035
Richtlinie zur Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen; definiert die Anforderungen an das Heizungswasser (Härte, pH-Wert, Leitfähigkeit).
VDI 2078
Richtlinie zur Berechnung von Kühllasten; Grundlage für reversible WP-Dimensionierung.
VDI 4640
Richtlinie zur Nutzung von Erdwärme; Standard für Erdsonden-Auslegung.
VDI 4645
Richtlinie für Planung, Errichtung und Betrieb von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen; Leitfaden für die fachgerechte WP-Planung in Wohngebäuden.
VDI 4650
Richtlinie zur überschlägigen Berechnung der Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen aus Prüfstandswerten; Grundlage vieler JAZ-Rechner und Fördernachweise.
VOB
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen; regelt Vertrag zwischen Auftraggeber und Installateur.
VOB/C (Technische Regel-Heizung)
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen mit allgemeinen technischen Anforderungen.
Vaillant
Deutscher Heizungshersteller mit integrierten WP-Produktlinien (aroTHERM).
Ventilator (WP)
Axial- oder Radiallüfter in der Außeneinheit zur Luftförderung über Verdampfer.
Ventilblöcke
Montage-Fertig-Module mit mehreren Regelventilen in kompakter Anordnung.
Verdampfer
Wärmetauscher, wo flüssiges Kältemittel verdampft und Wärme aus Umgebung aufnimmt.
Verdampfung
Phasenwechsel Kältemittel flüssig → gasförmig im Verdampfer; nimmt Wärme auf.
Verdichtung
Kompression Kältemittel im Kompressor; Druck/Temperatur steigen.
Verschlauchung
Verbindungsrohre zwischen Außen-/Inneneinheit einer Split-WP.
Viessmann
Großhersteller mit diversifiziertem WP-Portfolio; einer der führenden Anbieter im deutschen Markt.
Vollkosten
Alle Kosten über Lebenszyklus: Planung, Installation, Betrieb, Entsorgung.
Volumenstrom
Wassermenge pro Stunde im Heizkreislauf (m³/h).
Volumenstromregler
Druckunabhängiges Ventil zur Konstant-Durchfluss-Regelung.
Vorlauf-Temperatur-Sensor
Messfühler zur Erfassung der Vorlauftemperatur im Heizkreis; Input für Heizkurvenregelung.
Vorlauftemperatur
Temperatur Heizwasser von Wärmepumpe zu Heizkörpern (typisch 35-55°C). Niedriger = höhere Effizienz.
WLAN-Gateway
Funkschnittstelle der WP zur Außenkommunikation; verbindet mit Router und Cloud-Servern.
Wanddurchführung
Bauliche Penetration für Rohrleitungen; Abdichtung zur Feuchte-/Kälte-Isolierung erforderlich.
Wandheizung
Flächenheizung in Wandstrukturen mit Vorlauf 30-40°C; Raumtemperaturverteilung sehr gleichmäßig.
Wartung
Regelmäßige Überprüfung und Instandhaltung zur Sicherung von Betriebssicherheit und Effizienz.
Wartungskosten
Regelmäßige Aufwendungen für Inspektionen und Filter-Austausch; meist 100-300 EUR/Jahr.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
System mit Grundwasser als Wärmequelle. Hohe Effizienz (JAZ bis 5), aber Genehmigung erforderlich.
Wasserrecht
Behördliche Erlaubnis zur Grundwasser-Entnahme für Wasser-Wasser-WP.
Wasserstoff-Heizkessel
Zukünftige Kesselgeneration für H₂-Verbrennung; derzeit in Entwicklung/Pilotphase.
Wirtschaftlichkeit
Rentabilität einer Wärmepumpen-Investition über die Lebensdauer.
Witterungsführung
Automatische Außentemperatur-abhängige Anpassung der Vorlauftemperatur nach Heizkurve.
Wolf
Deutscher Mittelständler mit WP-Sparte, spezialisiert auf kompakte Raumgeräte.
Wärmebrücke
Stelle mit schlechterer Wärmedämmung; erhöht Heizlast.
Wärmebrückenbewertung
Systematische Erfassung und Berechnung aller Wärmebrücken eines Gebäudes; Input für Heizlastberechnung.
Wärmeleistung
Heiz-/Kühlleistung in kW, die Wärmepumpe liefert.
Wärmemengenzähler
Gerät zur Messung der Wärmeleistung (kWh) durch Temperaturdifferenz × Volumenstrom.
Wärmepumpe
Anlage, die Wärme von niedriger zu höherer Temperatur transportiert mittels Kompressor.
Wärmequelle
Quelle der Wärme-Eingabe: Außenluft, Erdwärme, Grundwasser.
Wärmequellenerkundung
Voruntersuchung zur Wahl optimaler Wärmequelle.
Wärmeschutzverordnung
Vorgänger von EnEV und GEG (bis 1995); definierte erste U-Wert-Anforderungen.
Wärmespeicher
Siehe Pufferspeicher und TWW-Speicher.
Wärmetauscher
Gerät zum Wärmeaustausch zwischen zwei Flüssigkeitsströmen.
Wärmetauscher-Reinigung
Regelmäßige oder Notfall-Spülung gegen Ablagerungen/Verschmutzung; verbessert Leistung.
Wärmeträger
Flüssigkeit im Heizkreislauf (Wasser oder Sole bei Erdwärme).
Wärmeverluste
Wärmeleistung, die nicht genutzt wird.
Zeitprogramm
Tägliche oder wöchentliche Heizplan-Vorlage mit Temperaturprofilen.
Zertifizierung
Offizielle Bestätigung, dass Installateur qualifiziert ist.
Zirkulation
Kontinuierliche Wasserbewegung im Heizkreis.
Zonenventil
2-Wege-Elektroventil zur raumweisen Heizkreis-Regelung; ermöglicht Einzelzonen-Temperatursteuerung.
Zuleitungsrohr
Haupt-Warmwasser-Rohrleitung von Speicher zu Verbrauchsstellen.
Zuverlässigkeit
Betriebssicherheit der Anlage ohne unerwartete Ausfälle.
Ökodesign & Energielabel-Verordnungen
EU-Verordnungen für Wärmepumpen-Mindeststandards und Verbraucherkennzeichnung: Ökodesign (EU) Nr. 813/2013 und Energieverbrauchskennzeichnung (EU) Nr. 811/2013.
Öl/Schmierüberwachung
Sensorische Kontrolle des Kompressor-Öls auf Verschleiß und Feuchte.
Ölbrennwertkessel
Heizöl-Kessel mit Abgaswärmerückgewinnung (Brennwertnutzung); Einbau nach GEG nur noch bei Erfüllung der 65%-EE-Vorgabe möglich, etwa als Hybrid mit Wärmepumpe.
Alle Definitionen basieren auf aktuellen Normen, Gesetzen und Herstellerangaben.