Kältekreis-Integration bei Split- und Monoblock-Wärmepumpen
Split oder Monoblock: Kältemittelleitungen, Kälteschein, Vakuumierung, Frostschutz — die Kältekreis-Schnittstelle beider Bauformen für die Praxis.
Der Kältekreis ist bei beiden Bauformen derselbe: Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger, Expansionsventil. Der Unterschied liegt darin, wo er endet. Beim Monoblock bleibt der komplette Kreis werksseitig geschlossen im Außengerät — durch die Wand fließt nur Heizungswasser. Beim Split wird er erst auf der Baustelle über Kältemittelleitungen geschlossen — mit Folgen für Montageberechtigung, Inbetriebnahme, Wartung und Kältemittelwahl. Dieses Nachschlagewerk beschreibt beide Schnittstellen aus der Installationspraxis.
Das Wichtigste in Kürze
- Monoblock: Kältekreis komplett und hermetisch im Außengerät, durch die Wand nur Heizungswasser. Montage ohne Kälteschein möglich — aber ein Frostschutzkonzept für die Außenleitungen ist Pflicht.
- Split: Verdampfer und Verdichter sitzen außen, der Verflüssiger innen. Die Kältemittelleitungen werden vor Ort verlegt, evakuiert und geprüft — nur durch zertifizierte Betriebe (Kälteschein).
- Vakuumziel: Feinvakuum unter 1 mbar plus Druckanstiegsprüfung. Restfeuchte im Kreis bildet Säuren und zerstört langfristig den Verdichter.
- Kältemittel: R290 (Propan, GWP ≈ 3) ist Standard bei Monoblocks, R32 (GWP 675) bei Splitgeräten — die F-Gase-Fristen 2027/2032/2035 betreffen nur Neugeräte, Bestandsanlagen genießen Bestandsschutz.
- Effizienz und Schall sind gerätespezifisch, keine Bauform-Eigenschaft — SCOP und Schallleistungspegel im Datenblatt vergleichen.
Ein Kältekreis, zwei Schnittstellen
Im Kältekreis nimmt der Verdampfer Umweltwärme bei niedrigem Druck auf, der Verdichter hebt Druck und Temperatur an, der Verflüssiger gibt die Wärme ans Heizungswasser ab, das Expansionsventil entspannt zurück auf den Ausgangsdruck. Die Energiebilanz: Heizleistung = Umweltwärme + Verdichterarbeit.
Beim Monoblock sitzen alle vier Komponenten im Außengerät; die Wärmeübergabe ans Heizungswasser passiert dort, und zwei gedämmte Wasserleitungen (Vor- und Rücklauf) führen ins Haus. Beim Split sitzen Verdampfer, Ventilator und — entgegen einem verbreiteten Irrtum — auch der Verdichter im Außengerät; die Inneneinheit enthält den Verflüssiger (Plattenwärmetauscher) samt Hydraulik und Regelung. Beide Einheiten verbindet ein vor Ort verlegtes Leitungspaar: die Gasleitung (größerer Durchmesser) und die Flüssigkeitsleitung (kleinerer Durchmesser). Im Heizbetrieb führt die Gasleitung das verdichtete Heißgas nach innen zum Verflüssiger, die Flüssigkeitsleitung bringt das Kondensat zurück; bei reversiblen Geräten kehrt das 4-Wege-Ventil die Funktion im Kühlbetrieb um.
Ein systematischer Effizienz- oder Schallvorteil einer Bauform existiert nicht — beides ist gerätespezifisch und steht im Datenblatt (SCOP nach EN 14825, Schallleistungspegel). Was sich real unterscheidet, sind Montageberechtigung, Inbetriebnahmeaufwand, Frostschutz und Kältemittelstrategie.
Kältemittel: R290, R32 und die F-Gase-Fristen
| Kältemittel | GWP (100 a) | Sicherheitsklasse (ISO 817) | Typischer Einsatz 2026 |
|---|---|---|---|
| R290 (Propan) | ≈ 3 | A3 (brennbar) | Marktstandard neuer Monoblocks |
| R32 | 675 | A2L (schwer entflammbar) | Standard bei Splitgeräten |
| R410A | 2.088 | A1 (nicht brennbar) | Bestandsanlagen, in Neugeräten praktisch verschwunden |
Die Sicherheitsklassen werden oft verwechselt: R32 ist nicht „unbedenklich A1", sondern schwer entflammbar (A2L) — auch dafür gelten Aufstell- und Lüftungsregeln nach DIN EN 378. R290 (A3) verlangt Schutzbereiche um das Außengerät (keine Zündquellen, Fenster, Kellerschächte im herstellerdefinierten Abstand), ist bei Außenaufstellung aber gut beherrschbar.
Fristen der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573: Ab 2027 dürfen Split-Geräte ≤ 12 kW und Monoblocks < 50 kW nur noch mit Kältemitteln unter GWP 150 in Verkehr gebracht werden — das faktische Aus für R32 und R410A in diesem Segment. Ab 2032 sind bei Monoblocks ≤ 12 kW, ab 2035 auch bei Splitgeräten ≤ 12 kW nur noch natürliche Kältemittel zulässig. Bestandsanlagen genießen Bestandsschutz: Betrieb und Reparatur bleiben erlaubt.
Drei Stoffdaten mit Praxisrelevanz:
- Verdampfungsenthalpie: R290 verdampft mit rund 375 kJ/kg (bei 0 °C) — deutlich mehr als R32 und etwa das Doppelte von R410A. Deshalb kommen R290-Geräte mit kleinen Füllmengen aus, bei EFH-Monoblocks oft unter 1 kg.
- Druckniveau: R290 verflüssigt bei 50 °C mit rund 17 bar, R32 liegt am selben Punkt bei etwa 31 bar — Prüfdrücke und Armaturen unterscheiden sich entsprechend.
- Rechtsstatus: R290 ist kein F-Gas — die Zertifizierungspflichten der F-Gase-Verordnung greifen nicht; wohl aber die Sachkundeanforderungen für brennbare Kältemittel und DIN EN 378.
Planungsempfehlung 2026: Für die meisten Projekte ist der R290-Monoblock erste Wahl — zukunftssicher bei den Fristen; der frühere 5-Prozentpunkte-Effizienzbonus der Heizungsförderung (KfW 458) für natürliche Kältemittel ist allerdings entfallen (BEG-Reform, beschlossen 08.07.2026, gültig ab 21.07.2026; endgültiger Richtlinientext ausstehend). Split mit R32 bleibt die Speziallösung für lange Leitungswege und besondere Aufstellsituationen; die 2027er-Frist betrifft nur das Inverkehrbringen neuer Geräte.
Empfehlung
Normen-Check starten
Prüfung nach DIN/VDI-Standards
Über 320 Fachartikel · Algorithmus-basiert
Jetzt startenSplit: Kältemittelleitungen planen und verlegen
Die Leitungsdimension gibt der Hersteller vor — typisch sind Kupferrohr-Paare von 6 bis 16 mm (1/4″ bis 5/8″), Gasleitung größer als Flüssigkeitsleitung. Für die Trassenplanung zählen die Datenblattgrenzen des konkreten Geräts:
| Größe | Typische Herstellervorgabe | Konsequenz bei Verstoß |
|---|---|---|
| Einfache Leitungslänge | max. 15–30 m (Mindestlänge oft 3–5 m) | Leistungs- und Effizienzverlust, Ölrückführung gefährdet |
| Höhendifferenz Außen-/Inneneinheit | max. 10–30 m | Ölverlagerung, Verdichterschaden |
| Nachfüllmenge | ab Basislänge (oft 10–15 m) ca. 20–60 g/m | Unter-/Überfüllung, Regelinstabilität |
| Ölhebebögen | bei größeren Steigstrecken nach Vorgabe | Ölmangel im Verdichter |
Bei der Verlegung gelten die Grundregeln der Kältetechnik: saubere, verschlossene Rohrenden bis zur Montage (keine Feuchte, kein Schmutz), Biegeradien einhalten (üblich ≥ 100–150 mm, keine Knicke), Befestigung etwa alle 1,5 m, mechanischer Schutz an Kanten und Durchführungen. Beide Leitungen werden gedämmt (geschlossenzellig, im Außenbereich UV-geschützt) — die Gasleitung gegen Energieverlust und Tauwasser, die Flüssigkeitsleitung gegen unerwünschte Wärmeaufnahme. Die Wanddurchführung braucht etwa 50–80 mm und wird gasdicht verschlossen.
Inbetriebnahme Split: Druckprobe, Vakuum, Protokoll
Der kritischste Arbeitsschritt ist das Evakuieren — hier entscheidet sich die Lebensdauer des Kältekreises. Restfeuchte reagiert mit Kältemaschinenöl zu Säuren (Kupferplattierung, Verdichterschaden) und kann am Expansionsventil zu Eisbildung führen.
- Druckfestigkeits- und Dichtheitsprüfung: Leitungen mit trockenem Stickstoff auf den herstellerseitigen Prüfdruck bringen (orientiert am maximal zulässigen Betriebsdruck), Verbindungen mit Lecksuchspray kontrollieren, Druck über die vorgegebene Haltezeit beobachten.
- Evakuieren: Zweistufige Vakuumpumpe, Ziel Feinvakuum unter 1 mbar; Dauer abhängig von Leitungslänge und Temperatur.
- Druckanstiegsprüfung: Pumpe absperren, 15–30 Minuten warten. Steigt der Druck, ist Restfeuchte (ausgasend) oder ein Leck im System — Ursache beheben, nicht überspielen.
- Absperrventile öffnen: Werksfüllung freigeben; oberhalb der Basisleitungslänge die berechnete Nachfüllmenge grammgenau einwiegen (Waage, keine Schätzung).
- Dokumentieren: Kältemittelart, Füllmenge, CO2-Äquivalent, Prüfergebnisse, Zertifikatsnummer — Grundlage für Gewährleistung, Wartung und Prüfpflichten.
Wer darf das? Arbeiten am Kältemittelkreislauf (verbinden, evakuieren, befüllen, prüfen) erfordern die Zertifizierung nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung — den „Kälteschein" (je nach Füllmenge Kategorie I oder II). Arbeiten ohne Zertifikat sind eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldrisiko und gefährden Gewährleistung wie Versicherungsschutz. Bei R290-Splitgeräten gilt: Propan ist kein F-Gas, verlangt aber Sachkunde für brennbare Kältemittel. Dichtheitskontrollen sind wiederkehrend Pflicht ab 5 Tonnen CO2-Äquivalent — bei R32 entspricht das rund 7,4 kg Füllmenge; typische EFH-Splitgeräte (1–4 kg) liegen darunter, die jährliche Sichtkontrolle bleibt trotzdem sinnvoll.
Monoblock: Heizwasser-Schnittstelle und Frostschutz
Beim Monoblock ist die Schnittstelle klassische Heizungshydraulik. Der Volumenstrom folgt aus Leistung und Spreizung:
V̇ = Q̇ ÷ (1,163 × ΔT) — für 10 kW bei 5 K Spreizung also 10 ÷ (1,163 × 5) ≈ 1,7 m³/h, bei 8 K rund 1,1 m³/h. Daraus ergeben sich übliche Anbindeleitungen in DN 25–32; die Außenstrecke wird nach GEG gedämmt (im Außenbereich Dämmdicke in Höhe des Rohrdurchmessers). Bei üblichen 2–5 m Leitungsweg sind die Wärmeverluste vernachlässigbar. Dazu gehören Kondensatablauf frostfrei (Abtauwasser, im Winter mehrere Liter pro Tag) und schwingungsentkoppelte Anschlüsse.
Frostschutz ist Pflichtbestandteil des Konzepts — kritisch ist längerer Stromausfall bei Dauerfrost. Vier Konzepte, in dieser Reihenfolge der Praxisrelevanz:
- Frostschutzschaltung (Standard): Regelung hält Umwälzpumpe und notfalls Heizstab aktiv — versagt nur bei Stromausfall.
- Frostschutzventile: öffnen mechanisch bei etwa 3 °C Wassertemperatur und entleeren die Außenleitungen — stromlos sicher, wartungsarm, günstig.
- Begleitheizung (Heizband): für exponierte Lagen — hilft ebenfalls nicht bei Stromausfall.
- Glykol-Zwischenkreis mit Systemtrennung: sicher, kostet aber durch den zusätzlichen Wärmetauscher rund 2–5 % Effizienz plus Investition. Sonderfall, keine Regellösung — Glykol im gesamten Heizkreis lehnen die meisten Hersteller ab.
Entgegen älteren Ratgebern ist ein Glykol-Gemisch beim Monoblock also nicht der Standard, sondern die Ausnahme. Wo Glykol eingesetzt wird (Zwischenkreis, Sole), gehört dazu: Konzentration mit Refraktometer messen, Gemischart und Mischungsverhältnis dokumentieren, turnusmäßig nachprüfen.
Vergleich Split vs. Monoblock
| Aspekt | Monoblock | Split |
|---|---|---|
| Kältekreis | werksseitig geschlossen, dichtheitsgeprüft | wird vor Ort verbunden |
| Wanddurchführung | Heizungswasser (2 gedämmte Rohre) | Kältemittelleitungen (Kupfer) |
| Kälteschein | nicht erforderlich | zwingend |
| Vakuumierung/Druckprobe | entfällt | Pflichtprozedur |
| Leitungsgrenzen | Wärmeverlust der Wasserleitung begrenzt Distanz | 15–30 m Länge, Höhenlimits laut Datenblatt |
| Frostschutzkonzept | erforderlich | nicht erforderlich |
| Kältemittel heute | überwiegend R290 (GWP < 5) | überwiegend R32 (GWP 675) |
| Effizienz / Schall | gerätespezifisch | gerätespezifisch |
| Mehrkosten Kältetechnik | — | ca. 1.500–3.000 € (Leitungen, Vakuum, Prüfung) |
| Wiederkehrende Dichtheitskontrolle | entfällt (hermetisch) | je nach Füllmenge/CO2-Äquivalent |
| Typische Montagedauer | 1–2 Tage | 2–4 Tage |
Wartung am Kältekreis
Split (jährlich im Wartungsumfang): Sichtkontrolle auf Ölspuren an Verschraubungen und Bördelverbindungen (Öl austretend = Kältemittel entweicht), Zustand der Leitungsdämmung und Befestigungen, Funktionskontrolle der Sicherheitskette (Hoch-/Niederdruckschalter), Betriebswerte mit Inbetriebnahmeprotokoll vergleichen — Überhitzung (typisch ca. 5 K) und Unterkühlung (2–8 K) sind die aussagekräftigsten Diagnosegrößen. Eine pauschale wiederkehrende Stickstoff-Druckprüfung ist nicht vorgeschrieben; maßgeblich sind Herstellervorgaben und die CO2-Äquivalent-Schwellen.
Monoblock: Verdampferlamellen und Kondensatablauf reinigen, Heizungswasser-Qualität (VDI 2035) und Anlagendruck prüfen, Frostschutzkonzept testen (Frostschutzventile gangbar? Glykolkonzentration im Zwischenkreis?), Dämmung der Außenleitungen kontrollieren.
Häufige Fehler bei der Kältekreis-Integration
- Evakuieren ohne Druckanstiegsprüfung — Restfeuchte bleibt unentdeckt, Säurebildung folgt schleichend.
- Nachfüllmenge geschätzt statt eingewogen — Über- wie Unterfüllung kosten Leistung und Lebensdauer.
- Dämmung lückenhaft oder UV-zerstört — Energieverlust plus Tauwasser an der Gasleitung.
- Biegeradien unterschritten, Knicke — Querschnittsverengung, Ölrückführung gestört.
- Höhendifferenz und Ölhebebögen ignoriert — Ölverlagerung, Verdichterschaden nach Jahren.
- Arbeiten ohne Kälteschein — Ordnungswidrigkeit, Gewährleistungs- und Versicherungsfalle.
- Monoblock ohne Frostschutzkonzept — oder umgekehrt: Glykol im Gesamtkreis ohne Not (Effizienzverlust, Herstellerfreigabe fehlt).
- Keine Dokumentation von Füllmenge, Prüfdruck und Vakuumwerten — bei Störungen fehlt jede Referenz.
Praxisbeispiel: Split-Installation mit 15 m Leitungsweg
Szenario: EFH, Inneneinheit im Technikraum, Außengerät 15 m entfernt an der Garage, Höhendifferenz +2 m (Innengerät höher).
- Grenzwert-Check am Datenblatt: zulässig 30 m Länge / 20 m Höhendifferenz — beides eingehalten. Werksfüllung deckt 12 m ab; für 3 m Mehrlänge sind laut Datenblatt z. B. 40 g/m nachzufüllen = 120 g, einzuwiegen und zu protokollieren.
- Trasse: Leitungspaar gedämmt im Schutzrohr, Befestigung alle 1,5 m, Biegeradius ≥ 150 mm, Wanddurchführung 70 mm gasdicht verschlossen.
- Inbetriebnahme: Stickstoff-Druckprobe nach Herstellervorgabe, Evakuieren auf < 1 mbar, Druckanstiegsprüfung 30 min, Ventile öffnen, Nachfüllung einwiegen.
- Funktionskontrolle: Betriebswerte im Heizbetrieb erfassen — Überhitzung um 5 K, Unterkühlung im Sollband, Drücke plausibel zur Außentemperatur; Werte ins Übergabeprotokoll.
Fazit: Die Schnittstelle entscheidet über Aufwand und Verantwortung
Monoblock heißt: Kältetechnik bleibt Sache des Werks, auf der Baustelle zählen saubere Heizungshydraulik und ein belastbares Frostschutzkonzept. Split heißt: Der sensibelste Teil der Anlage entsteht vor Ort — mit Zertifikatspflicht, Vakuumdisziplin und dauerhafter Dichtheitsverantwortung. Beides funktioniert zuverlässig, wenn die Prozesse eingehalten und dokumentiert werden. Die Marktentwicklung hat die Ausgangslage aber verschoben: R290-Monoblocks erfüllen alle F-Gase-Fristen und lassen sich von jedem qualifizierten SHK-Betrieb anbinden (den früheren Effizienzbonus der Förderung gibt es seit der BEG-Reform nicht mehr) — das Split-System bleibt die begründungspflichtige Speziallösung.
Häufige Fragen zur Kältekreis-Integration
Braucht der Heizungsbauer für einen Monoblock einen Kälteschein?
Nein. Der Kältekreis bleibt werksseitig geschlossen; angeschlossen werden nur Heizungswasser und Elektrik. Genau das vergrößert die Auswahl an Installationsbetrieben und verkürzt die Montage — beim Split muss dagegen ein nach ChemKlimaschutzV zertifizierter Betrieb die Kältemittelleitung herstellen und prüfen.
Warum ist die Vakuumierung so kritisch?
Restfeuchte im Kältekreis reagiert mit dem Verdichteröl zu Säuren und kann am Expansionsventil gefrieren — beides führt zu schleichenden, teuren Schäden. Das Feinvakuum unter 1 mbar entfernt Wasser und Fremdgase; erst die anschließende Druckanstiegsprüfung beweist, dass das System trocken und dicht ist.
Gilt die GWP-Grenze ab 2027 auch für meine bestehende R32-Anlage?
Nein. Die Fristen der F-Gase-Verordnung betreffen das Inverkehrbringen neuer Geräte. Bestandsanlagen dürfen weiterbetrieben und repariert werden; mittelfristig können allerdings Preise und Verfügbarkeit fluorierter Kältemittel steigen.
Wie viel Kältemittel enthält eine Split-Wärmepumpe — und was folgt daraus?
Typisch 1–4 kg R32 je nach Leistung und Leitungslänge. Wiederkehrende Dichtheitskontrollen werden ab 5 Tonnen CO2-Äquivalent Pflicht (bei R32 ab rund 7,4 kg) — übliche EFH-Anlagen liegen darunter. Füllmenge und CO2-Äquivalent gehören trotzdem dokumentiert, sie stehen auf dem Typenschild bzw. im Inbetriebnahmeprotokoll.
Stand: 9. Juli 2026. Alle Förder- und Preisangaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die offiziellen Programmbedingungen. Grundlagen: F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573, ChemKlimaschutzV, DIN EN 378, DIN EN 14825, VDI 2035. Leitungs- und Prüfwerte: typische Herstellervorgaben — das Datenblatt des konkreten Geräts ist maßgeblich.
Weiterlesen: Nachschlagewerk-Artikel zur Mehrkreis-Hydraulik, zur SG-Ready-Integration und zum hydraulischen Abgleich in der Praxis.
Normen-Check starten
Prüfung nach DIN/VDI-Standards
Über 320 Fachartikel · Algorithmus-basiert
Jetzt startenWeitere Artikel in Nachschlagewerk
DIN EN 12831 in der Praxis: Heizlast richtig berechnen
Heizlast nach DIN EN 12831-1 richtig berechnen: Verfahren, Norm-Außentemperaturen, U-Wert-Tabellen und ein vollständig nachgerechnetes Praxisbeispiel.
VDI 4645: Der Standard für Wärmepumpen-Planung und Installation
VDI 4645 im Überblick: Planungsprozess von der Grundlagenermittlung bis zur Übergabe, Betriebsweisen, Inbetriebnahme-Protokoll und häufige Praxisfehler.
VDI 4650: JAZ-Berechnung Schritt für Schritt
JAZ-Prognose nach VDI 4650 verständlich erklärt: Kurzverfahren, Korrekturfaktoren-Prinzip, nachgerechnetes Beispiel und die Förderschwelle JAZ 3,0.