Heizflächen-Check · Stufe 2 der Fachkette

Reichen Ihre Heizkörper für eine Wärmepumpe?

Die Frage entscheidet über die Vorlauftemperatur, und die Vorlauftemperatur entscheidet über die Stromrechnung. Wir beantworten sie raumweise — an Ihrem eigenen Gebäudemodell, nicht an einer Faustformel. Das Modell entsteht per iPhone-3D-Scan in Minuten — oder Sie zeichnen Ihre Grundrisse selbst im Editor.

30,00 € Startguthaben für Neukunden — verrechnet sich mit diesem Kauf.

Die Lage

„Die Heizkörper sind zu klein" — sagt wer?

Es ist der häufigste Satz im Beratungsgespräch, und er wird fast nie belegt. Manchmal stimmt er. Oft stimmt er für einen einzigen Raum, und beim Rest des Hauses ist die Heizlast bei 45 °C ohne Weiteres gedeckt.

Der Unterschied ist teuer: Wer alle Heizkörper tauscht, obwohl einer gereicht hätte, zahlt vierstellig zu viel. Wer keinen tauscht, obwohl einer nötig war, heizt die nächsten fünfzehn Jahre mit einer zu hohen Vorlauftemperatur.

Was die Prüfung nicht tut

Badheizkörper und Konvektoren werden nicht aus dem Katalog geschätzt. Ihre Bauformen streuen zu stark, als dass ein Mittelwert belastbar wäre. Sie erscheinen in der Auswertung mit dem Hinweis, dass hier eine Herstellerangabe nötig ist — nicht mit einer erfundenen Zahl.

Die Kippkante

Ein Heizkörper wird nicht zu klein. Er wird es ab einer Temperatur.

Derselbe Heizkörper, der bei 70 °C Vorlauf das Doppelte des Nötigen liefert, kommt bei 45 °C nicht mehr mit. Die Frage ist deshalb nie „reicht er?", sondern „bis wohin reicht er?" — und die Antwort ist eine Reihe, keine Zahl.

Genau diese Reihe rechnet der Check für jeden Ihrer Räume. Der Raum, der zuerst kippt, bestimmt die Vorlauftemperatur des ganzen Hauses — und damit die Jahresarbeitszahl Ihrer Wärmepumpe.

Nebenbei fällt ab, woher jeder Wert stammt: Katalogangabe, Baulängenreihe oder Ihre eigene Eingabe. Das steht an jeder einzelnen Heizfläche, nicht in einer Fußnote.

Leistung und Deckungsgrad eines Heizkörpers bei vier Systemtemperaturen
Vorlauf / RücklaufLeistungDeckung
70/55 °C1.203 W201 %
55/45 °C766 W128 %
50/42 °C637 W106 %
45/38 °C497 W83 %

Rechenbeispiel, kein Kundenfall. Ein Heizkörper mit 1.500 W Normleistung (75/65/20 °C) in einem Raum mit 600 W Heizlast, gerechnet über die logarithmische Übertemperatur mit Heizkörperexponent 1,30. Die Kippkante dieses Raums liegt zwischen 50/42 und 45/38 °C. Nachrechenbar — und in Ihrem Haus rechnet der Check dieselbe Reihe für jeden Raum einzeln, mit Ihrer Norm-Außentemperatur.

Echte Einblicke

So sieht das im Produkt aus.

Unverändert aus der Plattform — ein echtes Mehrfamilienhaus von 1965 mit vier Geschossen, 67 Räumen und 53 erfassten Heizkörpern. Nur die Ränder sind beschnitten.

Der Grundriss des Erdgeschosses mit Maßketten, Möbeln und Raumnamen; an den Aussenwänden liegen grüne Balken für die erfassten Heizkörper — unter den Fenstern von Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer und dem zweiten Wohnzimmer, dazu je einer in Gäste-WC und Bad, die kein Fenster haben
Sie erfassen

Heizkörper setzen — im Grundriss

Bauart und Maße wählen, dann im Grundriss absetzen. Jeder grüne Balken ist ein erfasster Heizkörper und liegt in seiner Baulänge dort, wo er hängt — unter dem Fenster, wo eines ist. Den Raum bestimmt die Setzposition, nicht eine Liste.

Tabelle mit dem Deckungsgrad jedes Raums bei Anlagentemperaturen von 75/65 bis 35/28 Grad, grün für ausreichend und rot für nicht ausreichend, mit senkrechter Kippkante je Zeile
Wir rechnen

Deckungsgrad je Raum und Systemtemperatur

Jede Systemtemperatur einzeln durchgerechnet, von 75/65 bis 35/28. Grün heißt ausreichend, rot nicht ausreichend, der senkrechte Strich ist die Kippkante. Bei 55/45 ist die Heizlast von 35 der 47 Räume gedeckt — der schwächste bestimmt die Vorlauftemperatur des ganzen Hauses.

Die Tauschkarte des Raums Schlafzimmer mit dem Vermerk „zu klein — Deckung 84 %" und drei Ersatzgeräten: Typ 33 mit 600 mal 1200 Millimeter, Typ 22 mit 600 mal 1600 und Typ 11 mit 500 mal 3000 — je mit Leistung am Betriebspunkt, Raumdeckung und dem Satz „Passt an die Wand — freie Wandlänge 4471 mm, verfügbare Bauhöhe 652 mm"
Sie entscheiden

Welches Gerät den Engpass löst

Für jeden unterdeckten Raum drei Wege: gleiche Maße mit stärkerem Typ, gleicher Typ mit grösseren Maßen, und das kleinste ausreichende Gerät. Jeder Vorschlag wird an der echten Einbaustelle geprüft — 4.471 mm freie Wand, 652 mm unter der Fensterbank. Deshalb steht hier kein Gerät, das dort gar nicht hinpasst.

Der Weg

Vier Schritte, drei davon kostenlos.

  1. 1

    Gebäude erfassen

    Scannen oder zeichnen — beides kostenlos, beides führt zum selben Modell.

  2. 2

    Heizkörper setzen

    Im Grundriss an ihren Platz stempeln. Bauart und Maße wählen, den Rest ergänzt die Baulängenreihe.

  3. 3

    Temperatur schieben

    Systemtemperatur verändern und sehen, welche Räume mitgehen und welcher zurückbleibt.

  4. 4

    Auswertung mitnehmen

    Als PDF, mit Annahmenblatt — für das Gespräch mit dem Fachbetrieb.

Der Preis

Bezahlt wird das Ergebnis.

Heizflächenprüfung

78,00 € inkl. MwSt.

Einmalig für dieses Gebäude. Die Heizlast ist enthalten — wer sie schon gekauft hat, zahlt nur die Differenz.

  • Deckungsgrad je Raum bei wählbarer Systemtemperatur
  • Temperaturmatrix mit Kippkante je Raum und dem Engpassraum
  • Geometrische Passprüfung und Tauschvorschläge am realen Wandstück
  • Enthält die Heizlast
Gebäude anlegen — kostenlos
Entwickelt von DGuSV-geprüftem Sachverständigen Tim Tuxhorn
Entwickelt von DGuSV-geprüftem SVTim Tuxhorn — Register Nr. DE-8#17024/70-03
Energieeffizienz-Experten — dena/BAFA
Energieeffizienz-Expertendena / BAFA gelistet
§
Normbasierte PrüfungDIN 4701, VDI 4645, GModG
Auf dem Stand des GModGGebäudemodernisierungsgesetz, seit 29.07.2026
Fragen

Was Leute vorher wissen wollen.

Was prüft der HeizflächenCheck360 genau?

Für jeden Raum das Verhältnis zwischen der Leistung der dort hängenden Heizkörper und der Heizlast dieses Raums — bei der Systemtemperatur, die Sie einstellen. Daraus entstehen drei Aussagen: der Deckungsgrad je Raum, die Temperaturmatrix mit der Kippkante (ab welcher Vorlauftemperatur ein Raum nicht mehr mitkommt) und der Engpassraum, der die nötige Vorlauftemperatur des ganzen Hauses bestimmt.

Muss ich wirklich alle Heizkörper tauschen?

Fast nie. In den meisten Häusern bestimmt ein einziger Raum die nötige Vorlauftemperatur — der Engpassraum. Die Auswertung nennt ihn beim Namen. Häufig genügt es, dort einen Heizkörper zu vergrößern, statt im ganzen Haus zu tauschen. Der Unterschied ist schnell vierstellig, und genau deshalb lohnt sich die Prüfung vor dem Angebot.

Welche Heizkörper könnt ihr auswerten — und welche nicht?

Plattenheizkörper (Typ 10 bis 33), Guss- und Stahlgliederheizkörper werden aus Katalogdaten und der Baulängenreihe ausgewertet. Badheizkörper und Konvektoren werden bewusst NICHT geschätzt: ihre Bauformen streuen zu stark, als dass ein Mittelwert belastbar wäre. Sie erscheinen in der Auswertung mit dem Hinweis, dass hier eine Herstellerangabe nötig ist — nicht mit einer erfundenen Zahl.

Woher kommt die Leistung meines Heizkörpers, wenn ich den Hersteller nicht kenne?

Aus der Bauart und den Maßen. Typ, Bauhöhe und Baulänge genügen, um über die Baulängenreihe mehrerer Hersteller eine belastbare Normleistung zu bestimmen. An jeder einzelnen Heizfläche steht in der Auswertung, woher ihr Wert stammt — Katalogwert, Baulängenreihe oder Ihre eigene Angabe. Sie sehen also immer, wie sicher die Zahl ist.

Was kostet die Heizflächenprüfung?

Einmalig 78 € für dieses Gebäude, und die Heizlast ist darin enthalten. Wer die Heizlast schon für 49 € gekauft hat, zahlt nur die Differenz. Das Erfassen des Gebäudes, das Setzen der Heizkörper und das Rechnen kosten nichts — bezahlt wird das Ergebnis.

Brauche ich zuerst die Heizlastberechnung?

Sie brauchen sie fachlich, aber nicht als zweiten Kauf: Der Deckungsgrad ist das Verhältnis zur Raumheizlast, ohne sie gibt es ihn nicht. Deshalb ist die Heizlast in Stufe 2 enthalten. Sie kaufen nicht zweimal.

Was ist mit einer Fußbodenheizung?

Flächenheizungen werden als Heizfläche erfasst und in der Deckungsprüfung berücksichtigt. Sie sind der Regelfall für niedrige Vorlauftemperaturen — wo sie liegt, ist die Frage nach der Wärmepumpen-Eignung meist schon beantwortet. Interessant wird die Prüfung dort, wo Fußbodenheizung und Heizkörper gemischt sind.

Wie hängt das mit meinem Standort zusammen?

Über die Heizlast. Die Norm-Außentemperatur Ihrer Postleitzahl bestimmt, gegen welche Kälte ausgelegt wird, und damit die Heizlast jedes Raums. Zwei Grad Unterschied verschieben die Kippkante um mehrere Kelvin Vorlauftemperatur. Wir rechnen deshalb mit Ihrer Postleitzahl, nicht mit einem Stadt- oder Bundesmittel.

Weitere Antworten finden Sie in der Hilfe.

Heizflächen prüfen in Ihrer Stadt

Die Norm-Außentemperatur Ihres Ortes verändert die Raumheizlast und damit die Kippkante. Für 509 Städte ist sie hinterlegt — hier die größten:

Der nächste Schritt ist der hydraulische Abgleich.

Wenn feststeht, welche Heizfläche wie viel Wärme abgibt, steht auch fest, wie viel Wasser jede braucht. Stufe 3 rechnet es aus und füllt das VdZ-Formular.

Hydraulischer Abgleich ansehen →