Reichen Ihre Heizkörper für eine Wärmepumpe?
Die Frage entscheidet über die Vorlauftemperatur, und die Vorlauftemperatur entscheidet über die Stromrechnung. Wir beantworten sie raumweise — an Ihrem eigenen Gebäudemodell, nicht an einer Faustformel.
„Die Heizkörper sind zu klein" — sagt wer?
Es ist der häufigste Satz im Beratungsgespräch, und er wird fast nie belegt. Manchmal stimmt er. Oft stimmt er für einen einzigen Raum, und der Rest des Hauses trägt bei 45 °C ohne Weiteres.
Der Unterschied ist teuer: Wer alle Heizkörper tauscht, obwohl einer gereicht hätte, zahlt vierstellig zu viel. Wer keinen tauscht, obwohl einer nötig war, heizt die nächsten fünfzehn Jahre mit einer zu hohen Vorlauftemperatur.
Was die Prüfung nicht tut
Badheizkörper und Konvektoren werden nicht aus dem Katalog geschätzt. Ihre Bauformen streuen zu stark, als dass ein Mittelwert belastbar wäre. Sie erscheinen in der Auswertung mit dem Hinweis, dass hier eine Herstellerangabe nötig ist — nicht mit einer erfundenen Zahl.
Ein Heizkörper wird nicht zu klein. Er wird es ab einer Temperatur.
Derselbe Heizkörper, der bei 70 °C Vorlauf das Doppelte des Nötigen liefert, kommt bei 45 °C nicht mehr mit. Die Frage ist deshalb nie „reicht er?", sondern „bis wohin reicht er?" — und die Antwort ist eine Reihe, keine Zahl.
Genau diese Reihe rechnet der Check für jeden Ihrer Räume. Der Raum, der zuerst kippt, bestimmt die Vorlauftemperatur des ganzen Hauses — und damit die Jahresarbeitszahl Ihrer Wärmepumpe.
Nebenbei fällt ab, woher jeder Wert stammt: Katalogangabe, Baulängenreihe oder Ihre eigene Eingabe. Das steht an jeder einzelnen Heizfläche, nicht in einer Fußnote.
| Vorlauf / Rücklauf | Leistung | Deckung |
|---|---|---|
| 70/55 °C | 1.203 W | 201 % |
| 55/45 °C | 766 W | 128 % |
| 50/42 °C | 637 W | 106 % |
| 45/38 °C | 497 W | 83 % |
Rechenbeispiel, kein Kundenfall. Ein Heizkörper mit 1.500 W Normleistung (75/65/20 °C) in einem Raum mit 600 W Heizlast, gerechnet über die logarithmische Übertemperatur mit Heizkörperexponent 1,30. Die Kippkante dieses Raums liegt zwischen 50/42 und 45/38 °C. Nachrechenbar — und in Ihrem Haus rechnet der Check dieselbe Reihe für jeden Raum einzeln, mit Ihrer Norm-Außentemperatur.
Vier Schritte, drei davon kostenlos.
- 1
Gebäude erfassen
Scannen oder zeichnen — beides kostenlos, beides führt zum selben Modell.
- 2
Heizkörper setzen
Im Grundriss an ihren Platz stempeln. Bauart und Maße wählen, den Rest ergänzt die Baulängenreihe.
- 3
Temperatur schieben
Systemtemperatur verändern und sehen, welche Räume mitgehen und welcher zurückbleibt.
- 4
Auswertung mitnehmen
Als PDF, mit Annahmenblatt — für das Gespräch mit dem Fachbetrieb.
Bezahlt wird das Ergebnis.
Heizflächenprüfung
78,00 € inkl. MwSt.
Einmalig für dieses Gebäude. Die Heizlast ist enthalten — wer sie schon gekauft hat, zahlt nur die Differenz.
- Deckungsgrad je Raum bei wählbarer Systemtemperatur
- Temperaturmatrix mit Kippkante je Raum und dem Engpassraum
- Geometrische Passprüfung und Tauschvorschläge am realen Wandstück
- Enthält die Heizlast


Was Leute vorher wissen wollen.
Was prüft der HeizflächenCheck360 genau?
Für jeden Raum das Verhältnis zwischen der Leistung der dort hängenden Heizkörper und der Heizlast dieses Raums — bei der Systemtemperatur, die Sie einstellen. Daraus entstehen drei Aussagen: der Deckungsgrad je Raum, die Temperaturmatrix mit der Kippkante (ab welcher Vorlauftemperatur ein Raum nicht mehr mitkommt) und der Engpassraum, der die nötige Vorlauftemperatur des ganzen Hauses bestimmt.
Muss ich wirklich alle Heizkörper tauschen?
Fast nie. In den meisten Häusern bestimmt ein einziger Raum die nötige Vorlauftemperatur — der Engpassraum. Die Auswertung nennt ihn beim Namen. Häufig genügt es, dort einen Heizkörper zu vergrößern, statt im ganzen Haus zu tauschen. Der Unterschied ist schnell vierstellig, und genau deshalb lohnt sich die Prüfung vor dem Angebot.
Welche Heizkörper könnt ihr auswerten — und welche nicht?
Plattenheizkörper (Typ 10 bis 33), Guss- und Stahlgliederheizkörper werden aus Katalogdaten und der Baulängenreihe ausgewertet. Badheizkörper und Konvektoren werden bewusst NICHT geschätzt: ihre Bauformen streuen zu stark, als dass ein Mittelwert belastbar wäre. Sie erscheinen in der Auswertung mit dem Hinweis, dass hier eine Herstellerangabe nötig ist — nicht mit einer erfundenen Zahl.
Woher kommt die Leistung meines Heizkörpers, wenn ich den Hersteller nicht kenne?
Aus der Bauart und den Maßen. Typ, Bauhöhe und Baulänge genügen, um über die Baulängenreihe mehrerer Hersteller eine belastbare Normleistung zu bestimmen. An jeder einzelnen Heizfläche steht in der Auswertung, woher ihr Wert stammt — Katalogwert, Baulängenreihe oder Ihre eigene Angabe. Sie sehen also immer, wie sicher die Zahl ist.
Was kostet die Heizflächenprüfung?
Einmalig 78 € für dieses Gebäude, und die Heizlast ist darin enthalten. Wer die Heizlast schon für 49 € gekauft hat, zahlt nur die Differenz. Das Erfassen des Gebäudes, das Setzen der Heizkörper und das Rechnen kosten nichts — bezahlt wird das Ergebnis.
Brauche ich zuerst die Heizlastberechnung?
Sie brauchen sie fachlich, aber nicht als zweiten Kauf: Der Deckungsgrad ist das Verhältnis zur Raumheizlast, ohne sie gibt es ihn nicht. Deshalb ist die Heizlast in Stufe 2 enthalten. Sie kaufen nicht zweimal.
Was ist mit einer Fußbodenheizung?
Flächenheizungen werden als Heizfläche erfasst und in der Deckungsprüfung berücksichtigt. Sie sind der Regelfall für niedrige Vorlauftemperaturen — wo sie liegt, ist die Frage nach der Wärmepumpen-Eignung meist schon beantwortet. Interessant wird die Prüfung dort, wo Fußbodenheizung und Heizkörper gemischt sind.
Wie hängt das mit meinem Standort zusammen?
Über die Heizlast. Die Norm-Außentemperatur Ihrer Postleitzahl bestimmt, gegen welche Kälte ausgelegt wird, und damit die Heizlast jedes Raums. Zwei Grad Unterschied verschieben die Kippkante um mehrere Kelvin Vorlauftemperatur. Wir rechnen deshalb mit Ihrer Postleitzahl, nicht mit einem Stadt- oder Bundesmittel.
Weitere Antworten finden Sie in der Hilfe.
Der nächste Schritt ist der hydraulische Abgleich.
Wenn feststeht, welche Heizfläche wie viel trägt, steht auch fest, wie viel Wasser jede braucht. Stufe 3 rechnet es aus und füllt das VdZ-Formular.
Hydraulischer Abgleich ansehen →