Der U-Wert, den Sie hier eingeben müssen
Die Einsparung steht und fällt mit dem Ist-U-Wert. In der Arbeitsfläche steht er für jedes Bauteil Ihres Hauses — mit der Angabe, ob er belegt oder angenommen ist.
Ohne Anmeldung, ohne Formular — Zeichnen und Rechnen kosten nichts, bezahlt wird erst der Nachweis.
Energieeinspar-Rechner: das Wichtigste in Kürze
Wie viel Energie und Geld eine Bauteilsanierung spart, ergibt sich aus der Verbesserung des U-Werts, der Bauteilfläche und dem Klima am Standort.
So wird gerechnet
Der Rechner bildet die Differenz zwischen dem U-Wert im Ist-Zustand und dem nach der Sanierung. Diese Differenz mal Bauteilfläche ergibt, wie viel Wärmestrom je Kelvin Temperaturunterschied künftig eingespart wird.
Aus dieser Leistung wird über das Gradtagzahl-Verfahren ein Jahreswert. Die Gradtagzahl fasst zusammen, wie kalt und wie lange es an einem Ort über das Jahr ist; die Klimadaten stammen vom Deutschen Wetterdienst. Deshalb spart dieselbe Dämmung in Oberstdorf mehr als in Freiburg.
Gegengerechnet werden drei Zustände: der heutige, der nach den Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes und der auf Förderniveau. Die Fördersätze folgen der BEG-Systematik für Einzelmassnahmen.
Die Bewertung gegen die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes hat einen praktischen Grund: Wer ohnehin saniert, muss die dort genannten Höchstwerte für das jeweilige Bauteil einhalten. Der Rechner zeigt deshalb nicht nur, was Sie sparen, sondern ob die geplante Ausführung überhaupt zulässig ist.
Da die Förderung an den anrechenbaren Kosten hängt und diese gedeckelt sind, verändert sie die Rangfolge der Massnahmen. Eine teure Massnahme kann nach Förderung günstiger dastehen als eine billige ohne — deshalb wird hier gegen alle drei Zustände gerechnet und nicht nur gegen den heutigen.
Grundlage: Berechnung nach DIN EN ISO 6946, DIN EN 12831 und Anlage 7 GModG (§ 36), Förderwerte nach BEG EM.
Was das Ergebnis bedeutet
Das Ergebnis zeigt, welche Massnahme sich wirklich lohnt — und in welcher Reihenfolge. Häufig ist die oberste Geschossdecke die günstigste Massnahme mit der schnellsten Amortisation, während die Fassade das meiste kostet und am längsten braucht.
Für die Wärmepumpe ist die Reihenfolge entscheidend: Wer zuerst die Hülle verbessert und danach das Gerät auslegt, kauft eine kleinere Anlage, zahlt weniger und erreicht eine bessere Arbeitszahl. Umgekehrt bleibt eine zu gross gekaufte Wärmepumpe für zwanzig Jahre zu gross.
Rechnen Sie Massnahmen einzeln und nicht als Paket. Ein Paket verwischt, dass sich einzelne Bestandteile in zehn Jahren rechnen und andere in vierzig. Wer die Rangfolge kennt, kann in Etappen sanieren und mit dem anfangen, was am schnellsten zurückkommt.
Wo dieser Rechner endet
- Das Gradtagzahl-Verfahren rechnet mit Mittelwerten über das Jahr. Es kennt weder das Lüftungsverhalten der Bewohner noch solare Gewinne durch grosse Südfenster im Detail.
- Baukosten sind Marktwerte und schwanken regional und über die Zeit erheblich. Für eine belastbare Wirtschaftlichkeit braucht es Angebote, keine Kennwerte.
- Wärmebrücken sind in dieser Rechnung nicht enthalten. Bei einer Teilsanierung können sie den erwarteten Effekt spürbar mindern — etwa wenn die Wand gedämmt wird, die Fensterlaibung aber nicht.
Häufige Fragen zum Energieeinspar-Rechner
Welche Sanierung lohnt sich zuerst?
Meist die oberste Geschossdecke oder das Dach: grosse Fläche, hoher Temperaturunterschied, vergleichsweise geringe Kosten. Danach Fenster und Fassade. Rechnen Sie beide Varianten durch — die Rangfolge hängt von Ihren Flächen und Ihrem Ist-Zustand ab.
Lohnt sich Dämmen vor der Wärmepumpe?
Fachlich fast immer, weil die Dämmung Heizlast und Vorlauftemperatur senkt und damit gleich zweimal auf die Betriebskosten wirkt. Wirtschaftlich hängt es an den Kosten der jeweiligen Massnahme. Ein Zwischenweg: die günstigen Massnahmen vorziehen und die Wärmepumpe auf den Zustand danach auslegen.
Warum spart dieselbe Dämmung an verschiedenen Orten unterschiedlich viel?
Weil die Einsparung mit der Temperaturdifferenz über das Jahr wächst. Diese fasst die Gradtagzahl zusammen. An einem kalten Standort ist sie höher, die gleiche Massnahme spart dort mehr Kilowattstunden.
Rechnet sich Dämmung bei heutigen Baukosten überhaupt noch?
Das hängt an der Massnahme. Oberste Geschossdecke und Kellerdecke sind meist auch heute wirtschaftlich, weil sie einfach auszuführen sind. Eine Fassadendämmung rechnet sich vor allem dann, wenn ohnehin ein Gerüst steht und der Putz erneuert werden muss — dann zählen nur die Mehrkosten der Dämmung.
Warum ist die Reihenfolge Hülle vor Heizung so wichtig?
Weil die Heizung auf den Zustand der Hülle ausgelegt wird. Wer zuerst dämmt, kauft eine kleinere Wärmepumpe, zahlt weniger und erreicht eine bessere Arbeitszahl. Umgekehrt bleibt ein zu gross gekauftes Gerät zwanzig Jahre lang zu gross.