Die Förderung entscheidet diese Rechnung

Die Wirtschaftlichkeit steht und fällt mit dem Zuschuss. Wie hoch der für Ihr Gebäude und Ihre alte Heizung ausfällt, ist keine Pauschale — es hängt an mehreren Boni, die sich gegenseitig bedingen.

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Wirtschaftlichkeitsrechner: das Wichtigste in Kürze

Ob sich eine Wärmepumpe rechnet, entscheidet sich nicht am Kaufpreis, sondern an zwanzig Jahren Betriebskosten. Der Rechner stellt Ihr jetziges System und die Wärmepumpe über diesen Zeitraum gegenüber.

So wird gerechnet

Gerechnet wird ein Nominalvergleich über zwanzig Jahre. Gegenübergestellt werden die jährlichen Energiekosten beider Systeme und je ein pauschaler Wartungsbetrag; wer Investition und Förderung einträgt, bekommt zusätzlich die Amortisationszeit und den Saldo nach zwanzig Jahren.

Der Kern sind die getrennten Preissteigerungen. Strom und fossile Brennstoffe entwickeln sich nicht gleich, deshalb werden beide Pfade getrennt fortgeschrieben statt mit einer gemeinsamen Rate. Beide Raten sind Annahmen und einstellbar — sie treiben das Ergebnis stärker als jede andere Eingabe.

Der Energiebedarf der Wärmepumpe folgt aus dem Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Diese Zahl ist die empfindlichste Stellschraube der gesamten Rechnung.

Ohne Abzinsung zählen die Beträge des zwanzigsten Jahres so viel wie die von heute. Wer mit Kapitalkosten rechnen will, trägt unter den erweiterten Parametern einen Kalkulationszinssatz ein; dann werden alle künftigen Beträge auf ihren heutigen Wert zurückgerechnet.

Grundlage: Nominalvergleich über 20 Jahre mit getrennten Preissteigerungen — der Barwert in heutigem Geld steht daneben.

Was das Ergebnis bedeutet

Die aussagekräftige Grösse ist nicht der Zeitpunkt der Amortisation, sondern die Summe aller Kosten über zwanzig Jahre. Eine Anlage kann sich erst im vierzehnten Jahr rechnen und trotzdem die günstigere Gesamtentscheidung sein.

Rechnen Sie die Arbeitszahl in zwei Varianten durch — einmal optimistisch, einmal vorsichtig. Der Abstand zwischen beiden Ergebnissen zeigt, wie sehr Ihre Entscheidung davon abhängt, dass die Anlage später auch wirklich gut läuft. Genau deshalb ist die Auslegung so wichtig.

Ein Punkt, der in einfachen Vergleichsrechnungen fehlt: Bei der fossilen Variante ist die Investition nicht null. Auch ein Gaskessel muss irgendwann ersetzt werden, und im Weiterbetrieb fallen Schornsteinfeger, Emissionsmessung und Wartung an. Wer diese Positionen weglässt, rechnet den Bestand systematisch zu günstig.

Ein zweiter oft übersehener Punkt ist die Instandhaltung. Eine Wärmepumpe hat weniger bewegte Teile als ein Brennwertkessel und braucht keinen Schornsteinfeger, dafür aber eine regelmässige Kontrolle des Kältekreises. In der Summe liegen die laufenden Kosten meist unter denen der fossilen Variante, aber sie sind nicht null.

Wo dieser Rechner endet

  • Jede Zwanzigjahresrechnung enthält Annahmen über Preisentwicklungen, die niemand kennt. Sie ist ein Vergleich unter angenommenen Bedingungen, keine Vorhersage.
  • Instandsetzungskosten sind Erfahrungswerte. Ein Verdichterschaden nach zwölf Jahren kann die Rechnung deutlich verschieben.
  • Wertsteigerungen der Immobilie sind nicht enthalten. Eine moderne Heizung und ein besserer Energieausweis wirken sich auf den Verkehrswert aus, lassen sich aber nicht seriös beziffern.
  • Der Betrachtungszeitraum ist fest auf zwanzig Jahre gesetzt; eine Nutzungsdauer je Anlage kennt der Rechner nicht. Wie lange eine Anlage tatsächlich hält, hängt stark an der Auslegung: Eine überdimensionierte Wärmepumpe, die häufig taktet, erreicht die Lebensdauer des Verdichters oft nicht.
  • Dies ist KEINE Wirtschaftlichkeitsberechnung nach VDI 2067. Die Richtlinie rechnet mit der Annuitätenmethode — Kalkulationszinssatz, kapitalgebundene Kosten, Restwerte, Instandsetzung und Nutzungsdauern je Bauteil. Für eine Förderzusage oder ein Gutachten reicht dieser Vergleich nicht.
  • Instandsetzung, Schornsteinfeger und Emissionsmessung sind nicht als eigene Positionen erfasst — wer sie berücksichtigen will, schlägt sie auf den Wartungsbetrag des jeweiligen Systems auf.

Häufige Fragen zum Wirtschaftlichkeitsrechner

Wann rechnet sich eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?

Das hängt an vier Grössen: Förderhöhe, Arbeitszahl, dem Verhältnis von Strom- zu Gaspreis und der angenommenen CO₂-Bepreisung. Bei guter Auslegung und voller Förderung liegt der Zeitpunkt häufig im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Jahresbereich. Rechnen Sie Ihren Fall — pauschale Antworten führen hier regelmässig in die Irre.

Warum wirkt die Arbeitszahl so stark?

Weil sie direkt im Nenner des Stromverbrauchs steht. Der Unterschied zwischen einer Jahresarbeitszahl von 3,0 und 4,0 ist rund ein Viertel weniger Strom — jedes Jahr, zwanzig Jahre lang.

Muss ich die CO₂-Bepreisung berücksichtigen?

Wer sie weglässt, rechnet den fossilen Bestand systematisch zu günstig. Sie wirkt über den gesamten Betrachtungszeitraum auf Gas und Öl und ist einer der Gründe, warum sich die Rechnung über die Jahre zugunsten der Wärmepumpe verschiebt.

Welche Positionen gehören in einen fairen Vergleich?

Investition abzüglich Förderung, Energiekosten über die Laufzeit, Wartung und Instandsetzung, beim fossilen System zusätzlich Schornsteinfeger und Emissionsmessung — und die absehbare Ersatzinvestition, wenn der alte Kessel innerhalb des Betrachtungszeitraums das Ende seiner Lebensdauer erreicht.

Wie gehe ich mit der Unsicherheit bei den Energiepreisen um?

Nicht mit einer Zahl, sondern mit einer Spanne: Rechnen Sie ein günstiges und ein ungünstiges Szenario. Liegt die Wärmepumpe in beiden vorne, ist die Entscheidung robust. Wenn nicht, wissen Sie wenigstens, wovon sie abhängt.

Ab wann amortisiert sich eine Wärmepumpe?

Bei guter Auslegung und voller Förderung liegt der Zeitpunkt häufig im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Jahresbereich. Er hängt aber so stark an Förderhöhe, Arbeitszahl und dem Verhältnis von Strom- zu Gaspreis, dass eine pauschale Zahl in die Irre führt. Rechnen Sie Ihren Fall in zwei Szenarien.

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