Die Heizlast, die hier oben steht

Die erste Eingabe dieses Rechners ist die Heizlast — und die ist meist geschätzt. In der Arbeitsfläche kommt sie raumweise nach Norm heraus, mit Herleitung je Raum.

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Pufferspeicher-Rechner: das Wichtigste in Kürze

Ein Pufferspeicher verhindert, dass die Wärmepumpe zu häufig ein- und ausschaltet. Der Rechner bestimmt das nötige Volumen — nicht mehr und nicht weniger.

So wird gerechnet

Der Rechner arbeitet mit Orientierungswerten je Wärmequelle. Das erforderliche Volumen ergibt sich aus der Wärmemenge, die eine Mindestlaufzeit des Verdichters sichert: Leistung mal gewünschte Laufzeit, geteilt durch die nutzbare Temperaturspreizung und die Wärmekapazität des Wassers.

Zu unterscheiden sind die Bauformen. Ein Reihenspeicher liegt im Volumenstrom und wird vollständig durchströmt. Eine hydraulische Weiche entkoppelt Erzeuger- und Verbraucherkreis. Ein Parallelspeicher wird nur bei Überschuss geladen. Die Bauform verändert das erforderliche Volumen und den Einfluss auf die Vorlauftemperatur erheblich.

Ein zweiter Bemessungsfall ist die Sperrzeit des Netzbetreibers: Der Speicher muss die Wärme für die Dauer der Unterbrechung vorhalten können, ohne dass die Raumtemperatur spürbar absinkt.

VDI 4645 ist die Planungsrichtlinie für Heizungsanlagen mit Wärmepumpen. Sie beschreibt unter anderem, wie Speichervolumen und Einbindung zu bemessen sind, damit die Anlage weder taktet noch unnötig Temperatur verliert.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Puffer- und Trennspeicher. Ein Trennspeicher entkoppelt zwei Kreise hydraulisch und erzeugt dabei zwangsläufig eine Temperaturstufe: Was auf der Erzeugerseite hineingeht, kommt auf der Verbraucherseite etwas kühler an. Bei einer Wärmepumpe kostet jede solche Stufe Arbeitszahl.

Grundlage: Orientierungswerte je Wärmequelle, Sperrzeit-Zuschlag mit der Wärmespeicherzahl der VDI 4645.

Was das Ergebnis bedeutet

Zu klein bedeutet Takten und Verschleiss. Zu gross bedeutet Bereitschaftsverluste und — je nach Einbindung — eine höhere Vorlauftemperatur, weil zusätzliche Mischvorgänge und Temperaturstufen entstehen. Beides kostet Arbeitszahl.

Bei Flächenheizungen ist häufig gar kein zusätzlicher Puffer nötig: Der Estrich ist bereits ein grosser Speicher. Ein Puffer, der nur eingebaut wird, weil er üblich ist, verschlechtert die Anlage.

Die Reihenfolge der Fragen ist entscheidend: erst klären, ob überhaupt ein Speicher nötig ist, dann die Bauform wählen, dann das Volumen bestimmen. Wer mit dem Volumen anfängt, baut oft einen Speicher ein, der die Anlage schlechter macht.

Prüfen Sie vor der Bestellung, ob die Anlage überhaupt Absperrmöglichkeiten hat, die den Volumenstrom einbrechen lassen können. Wo alle Kreise dauerhaft offen bleiben und die Wärmepumpe moduliert, ist ein zusätzlicher Speicher häufig überflüssig — und dann macht er die Anlage messbar schlechter statt besser.

Wo dieser Rechner endet

  • Das Ergebnis ist ein Volumen, keine Einbindung. Wie der Speicher hydraulisch angebunden wird, entscheidet mindestens ebenso stark über die Effizienz wie seine Grösse.
  • Die Mindestlaufzeit hängt vom Gerät ab. Modulierende Wärmepumpen brauchen weniger Puffervolumen als solche mit festem Verdichter.

Häufige Fragen zum Pufferspeicher-Rechner

Brauche ich überhaupt einen Pufferspeicher?

Nicht zwingend. Bei Flächenheizung mit ausreichendem Wasserinhalt und einer modulierenden Wärmepumpe ist oft keiner nötig. Erforderlich wird er, wenn einzelne Kreise abgesperrt werden können, wenn Sperrzeiten zu überbrücken sind oder wenn die Anlage sonst zu kurze Laufzeiten hätte.

Wie gross muss der Puffer sein?

Das ergibt sich aus Leistung, gewünschter Mindestlaufzeit und nutzbarer Spreizung — nicht aus einer Faustformel je Kilowatt. Verbreitete Daumenwerte führen regelmässig zu deutlich überdimensionierten Speichern.

Schadet ein zu grosser Puffer?

Ja, auf zwei Wegen: Er hat höhere Bereitschaftsverluste, und je nach Einbindung erzwingt er eine höhere Vorlauftemperatur. Beides senkt die Jahresarbeitszahl. Ein Speicher ist kein Bauteil, bei dem mehr automatisch besser ist.

Was ist der Unterschied zwischen Puffer- und Trennspeicher?

Ein Reihenpuffer liegt im Volumenstrom und wird vollständig durchströmt — er vergrössert den Wasserinhalt, ohne eine Temperaturstufe zu erzeugen. Ein Trennspeicher oder eine hydraulische Weiche entkoppelt Erzeuger- und Verbraucherkreis und erzeugt dabei eine Mischtemperatur. Für Wärmepumpen ist der Reihenpuffer meist die bessere Wahl.

Wie hängt der Puffer mit der Sperrzeit zusammen?

Der Netzbetreiber darf steuerbare Verbrauchseinrichtungen zeitweise begrenzen. Der Speicher muss die Wärme für diese Dauer vorhalten, ohne dass die Raumtemperatur spürbar absinkt. Bei Flächenheizungen übernimmt das häufig der Estrich, sodass kein zusätzliches Volumen nötig ist.

Wie viele Liter Puffer je Kilowatt sind richtig?

Diese verbreitete Faustformel führt regelmässig zu überdimensionierten Speichern, weil sie die Modulationsfähigkeit des Geräts und den vorhandenen Anlagenwasserinhalt ignoriert. Massgeblich ist nach VDI 4645 die Wärmemenge, die eine ausreichende Mindestlaufzeit sichert — und die hängt von der kleinsten Leistungsstufe ab, nicht von der Nennleistung.

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