Steht im Angebot der passende Speicher?

Hier rechnen Sie, welche Grösse zu Ihrem Haushalt passt. Ob das Angebot, das Ihnen vorliegt, dazu passt — und was sonst darin fehlt oder zu gross geraten ist —, zeigt die Angebotsprüfung.

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Warmwasserspeicher-Rechner: das Wichtigste in Kürze

Wie gross der Warmwasserspeicher sein muss, hängt am Spitzenbedarf des Haushalts — nicht an der Personenzahl allein.

So wird gerechnet

Der Rechner schätzt den Bedarf nach Haushaltsgrösse und Komfortniveau ab — also danach, wie viele Menschen im Haushalt leben und mit welchem Verbrauch zu rechnen ist. Eine Badewanne erzeugt eine ganz andere Spitze als eine Dusche.

Speichervolumen und Nachheizleistung hängen zusammen: Ein kleinerer Speicher mit höherer Nachheizleistung deckt denselben Spitzenbedarf wie ein grösserer mit geringerer. **Was der Rechner nicht leistet, ist die Bedarfsermittlung nach DIN 4708 über die Bedarfskennzahl N** — die verlangt eine Aufstellung aller Entnahmestellen je Wohneinheit und ist Sache der Fachplanung, insbesondere im Mehrfamilienhaus.

Bei einer Wärmepumpe kommt eine Besonderheit hinzu: Die Nachheizleistung ist begrenzt, weil sie über den Wärmetauscher des Speichers übertragen werden muss. Deshalb ist die Wärmetauscherfläche bei Wärmepumpenspeichern deutlich grösser als bei Kesselspeichern — ein übernommener alter Speicher ist eine häufige Fehlerquelle.

Für den Legionellenschutz ist das DVGW-Arbeitsblatt W 551 massgeblich. Es unterscheidet zwischen Klein- und Grossanlagen und knüpft daran unterschiedliche Anforderungen an Speichertemperatur und Betrieb. Bei einer Wärmepumpe ist das die Grösse, die die Arbeitszahl nach unten begrenzt — jedes Grad Speichertemperatur kostet Effizienz, und die Untergrenze ist hygienisch gesetzt.

Grundlage: Orientierung nach Haushaltsgröße und Komfortniveau, Legionellenschutz nach DVGW W 551.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein zu kleiner Speicher führt zu kaltem Wasser bei gleichzeitiger Entnahme. Ein zu grosser kostet Bereitschaftsverluste und braucht längere Aufheizzeiten bei hoher Temperatur — was die Arbeitszahl drückt, weil die Wärmepumpe dabei in ihrem ungünstigsten Bereich arbeitet.

Die Warmwassertemperatur ist ein Effizienzhebel. Jedes Grad weniger verbessert die Arbeitszahl spürbar. Die Untergrenze setzt der Legionellenschutz, dessen Anforderungen von der Anlagengrösse abhängen.

Die Ladeleistung ist bei Wärmepumpen der eigentliche Engpass. Weil sie nicht mit hoher Temperatur nachheizen kann, braucht sie mehr Wärmetauscherfläche und mehr Zeit. Ein Speicher, der an einem Gaskessel gut funktioniert hat, kann an derselben Stelle mit einer Wärmepumpe zu langsam sein.

Ein praktischer Hinweis zur Auslegung: Die Kombination aus kleinerem Speicher und höherer Ladeleistung ist bei Wärmepumpen selten der bessere Weg, weil die Ladeleistung begrenzt ist. Umgekehrt kostet ein zu grosser Speicher dauerhaft Bereitschaftsverluste. Die Bedarfskennzahl gibt hier den sachlichen Ausschlag statt eines Daumenwerts.

Wo dieser Rechner endet

  • Die Abschätzung beschreibt einen typischen Haushalt. Wer sehr ungewöhnliche Gewohnheiten hat, sollte den Bedarf gesondert ermitteln.
  • Der Rechner bestimmt die Grössenordnung, nicht die Ausführung. Für den Legionellenschutz ist DVGW W 551 maßgeblich; die Anforderungen unterscheiden sich zwischen Klein- und Grossanlagen erheblich.
  • Bei Mehrfamilienhäusern und Zirkulationsleitungen gelten strengere Anforderungen an den Legionellenschutz. Die Bemessung ist dann kein reines Volumenthema mehr, sondern eine Frage des gesamten Trinkwasserkonzepts.

Häufige Fragen zum Warmwasserspeicher-Rechner

Wie gross muss der Warmwasserspeicher für eine Wärmepumpe sein?

Massgeblich sind Haushaltsgrösse, Komfortanspruch und die verfügbare Nachheizleistung — nicht eine feste Literzahl je Person. Wichtiger als das Volumen ist bei Wärmepumpen häufig die Wärmetauscherfläche.

Kann ich meinen alten Speicher weiterverwenden?

Oft nicht sinnvoll. Speicher für Gas- oder Ölkessel haben kleinere Wärmetauscherflächen, weil dort mit hoher Temperatur nachgeheizt wird. An einer Wärmepumpe führt das zu langen Ladezeiten und einer unnötig hohen Vorlauftemperatur — und damit zu schlechterer Arbeitszahl.

Auf welche Temperatur muss das Warmwasser?

So niedrig wie hygienisch vertretbar, denn jedes Grad kostet Arbeitszahl. Die Untergrenze ergibt sich aus dem Legionellenschutz, und die Anforderungen unterscheiden sich zwischen Klein- und Grossanlagen nach DVGW-Regelwerk. Für Einfamilienhäuser gelten weniger strenge Vorgaben als für Mehrfamilienhäuser.

Reicht diese Abschätzung für die Bestellung?

Für ein Einfamilienhaus mit üblichem Verbrauch gibt sie die richtige Grössenordnung. Für Mehrfamilienhäuser und überall dort, wo eine Zirkulationsleitung im Spiel ist, braucht es die Bedarfsermittlung nach DIN 4708 über die Bedarfskennzahl N und ein Hygienekonzept nach DVGW W 551 — beides gehört in die Fachplanung und nicht in einen Schnellrechner.

Frischwasserstation oder Speicher mit Trinkwasser?

Eine Frischwasserstation erwärmt das Trinkwasser im Durchfluss aus einem Pufferspeicher — es steht also kein warmes Trinkwasser bevorratet, was hygienisch vorteilhaft ist und die Legionellenanforderungen entschärft. Dafür braucht sie eine hohe Momentanleistung und einen ausreichend warmen Puffer. Beide Wege sind fachlich gangbar; die Entscheidung fällt über Platz, Kosten und Hygienekonzept.

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