Der laufende Teil — und der einmalige

Stromkosten sind das, was jedes Jahr anfällt. Über die Gesamtrechnung entscheidet meist der einmalige Teil: Anschaffung minus Förderung.

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Stromkosten-Rechner: das Wichtigste in Kürze

Die jährlichen Stromkosten einer Wärmepumpe ergeben sich aus dem Wärmebedarf, geteilt durch die Jahresarbeitszahl, mal Ihrem Strompreis.

So wird gerechnet

Der Rechner setzt als Ausgangsgrösse rund 1.800 Volllaststunden an. Das ist ein Erfahrungswert dieses Hauses für deutsche Wohngebäude, kein Normwert und kein amtlicher Mittelwert. Aus Heizlast mal Volllaststunden folgt der Jahreswärmebedarf, geteilt durch die Arbeitszahl der Strombedarf.

Die Warmwasserbereitung kommt hinzu und wird gesondert geführt, weil sie ganzjährig anfällt und höhere Temperaturen verlangt als die Heizung.

Beim Preis ist der Wärmepumpentarif zu beachten. Er liegt unter dem Haushaltstarif, ist aber an Bedingungen geknüpft — insbesondere an die Bereitschaft, dass der Netzbetreiber die Anlage zeitweise steuern darf.

Die 1.800 Volllaststunden beschreiben, wie lange eine Anlage rechnerisch unter Volllast liefe, wenn man den gesamten Jahreswärmebedarf auf die Nennleistung bezieht. Real läuft sie länger und überwiegend im Teillastbereich. Der Wert ist eine Festlegung dieses Hauses für deutsche Wohngebäude — ihm liegt keine Norm und kein amtlicher Mittelwert zugrunde. Wer seinen eigenen Wert kennt, etwa aus einer Verbrauchsabrechnung, sollte ihn verwenden.

Für die Warmwasserbereitung wird ein eigener Anteil angesetzt. Er hängt an der Personenzahl und ist über das Jahr weitgehend konstant — anders als die Heizung, die im Sommer ruht. Bei gut gedämmten Gebäuden erreicht Warmwasser einen erheblichen Anteil am Gesamtverbrauch.

Grundlage: Überschlag über 1.800 Volllaststunden — eine Hausfestlegung, kein Normwert.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Volllaststunden sind ein Mittelwert. Ihr eigener Wert liegt je nach Standort, Dämmzustand und Wunschtemperatur darüber oder darunter. Für die Grössenordnung der Jahresrechnung reicht der Mittelwert; für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung sollten Sie beide Ränder durchspielen.

Die grösste Abweichung zwischen erwarteten und tatsächlichen Kosten entsteht fast nie am Strompreis, sondern an der Arbeitszahl. Eine Anlage, die statt 3,5 nur 2,5 erreicht, verbraucht 40 Prozent mehr Strom.

Ein Vergleich mit dem bisherigen Verbrauch macht die Rechnung greifbar: Teilen Sie Ihren bisherigen Gas- oder Ölverbrauch in Kilowattstunden durch die erwartete Arbeitszahl — das ist grob der künftige Strombedarf. Bei Öl ist der Heizwert je Liter zu berücksichtigen, bei Gas der Umrechnungsfaktor auf der Abrechnung.

Wer die Kosten senken will, hat drei Hebel — und der Strompreis ist der schwächste. Am meisten bringt eine niedrigere Vorlauftemperatur, danach ein sauberer hydraulischer Abgleich, dann eine massvolle Warmwassertemperatur. Alle drei wirken auf die Arbeitszahl und damit direkt auf den Verbrauch.

Wo dieser Rechner endet

  • Der Rechner nutzt bewusst keine regionalen Stromtarife: Dafür liegen keine geprüften Daten vor, und eine erfundene Regionalisierung wäre schlechter als eine ehrliche Eingabe des eigenen Preises.
  • Netzentgelte, Steuern und Umlagen ändern sich. Eine Jahresrechnung ist eine Momentaufnahme des heutigen Preisgefüges.
  • Der Wert von 1.800 Volllaststunden ist ein Mittel über Deutschland. Ihr tatsächlicher Wert hängt an Standort, Dämmzustand und Wunschtemperatur und kann deutlich davon abweichen.

Häufige Fragen zum Stromkosten-Rechner

Was kostet der Betrieb einer Wärmepumpe im Jahr?

Als grobe Rechnung: Heizlast mal etwa 1.800 Volllaststunden ergibt den Wärmebedarf, geteilt durch die Arbeitszahl den Stromverbrauch, mal Ihrem Arbeitspreis die Kosten. Für ein Haus mit 8 kW Heizlast und einer Arbeitszahl von 3,5 sind das rund 4.100 Kilowattstunden Strom im Jahr, zuzüglich Warmwasser.

Lohnt sich ein Wärmepumpentarif?

In den meisten Fällen ja, weil der Arbeitspreis deutlich unter dem Haushaltstarif liegt. Voraussetzung ist meist ein eigener Zähler und die Zustimmung zur netzdienlichen Steuerung. Ob sich der Aufwand für den zweiten Zähler lohnt, hängt an Ihrem Verbrauch.

Was bedeutet die netzdienliche Steuerung für mich?

Der Netzbetreiber darf die Leistung in Spitzenzeiten begrenzen. In der Praxis bleibt die Wohnung warm, weil das Gebäude die Wärme speichert und die Begrenzung zeitlich eng gefasst ist. Dafür gibt es ein reduziertes Netzentgelt.

Wie rechne ich meinen Gasverbrauch in Wärmepumpenstrom um?

Nehmen Sie den Jahresverbrauch in Kilowattstunden von der Gasabrechnung, ziehen Sie die Kesselverluste ab — bei einem älteren Kessel grob zehn bis fünfzehn Prozent — und teilen Sie das Ergebnis durch die erwartete Jahresarbeitszahl. Das ist der zu erwartende Strombedarf.

Brauche ich einen zweiten Zähler?

Für den vergünstigten Wärmepumpentarif in der Regel ja. Ob sich der Aufwand lohnt, hängt am Verbrauch: Bei hohem Wärmebedarf amortisiert sich der zweite Zähler meist schnell, bei einem gut gedämmten Haus mit geringem Verbrauch nicht immer.

Was kostet eine Wärmepumpe mehr als eine Gasheizung im Betrieb?

In aller Regel weniger, nicht mehr. Entscheidend ist das Verhältnis von Arbeitspreis Strom zu Arbeitspreis Gas im Vergleich zur Arbeitszahl: Liegt der Strompreis beim Dreifachen des Gaspreises und die Arbeitszahl über drei, ist die Wärmepumpe günstiger. Mit Wärmepumpentarif verschiebt sich das Verhältnis weiter zu ihren Gunsten.

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