Die Heizlast, die hier oben steht

Die erste Eingabe dieses Rechners ist die Heizlast — und die ist meist geschätzt. In der Arbeitsfläche kommt sie raumweise nach Norm heraus, mit Herleitung je Raum.

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MAG-Rechner: das Wichtigste in Kürze

Das Membranausdehnungsgefäss nimmt die Volumenänderung des Heizwassers auf. Zu klein bemessen spricht das Sicherheitsventil an, zu gross ist unnötig teuer.

So wird gerechnet

Gerechnet wird nach DIN EN 12828, der Norm für Heizungsanlagen in Gebäuden; die Produktanforderungen an das Gefäss selbst stehen in DIN EN 13831. Das Ausdehnungsvolumen ergibt sich aus dem Anlagenwasserinhalt und dem Ausdehnungskoeffizienten des Wassers zwischen Füll- und Betriebstemperatur. Dazu kommt eine Wasservorlage, die verhindert, dass die Membran im kalten Zustand vollständig entleert wird.

Aus Ausdehnungsvolumen, Vordruck und maximalem Betriebsdruck folgt das Nennvolumen des Gefässes. Der Vordruck muss zur statischen Höhe der Anlage passen: Er wird aus der Höhendifferenz zwischen Gefäss und höchstem Anlagenpunkt bestimmt, zuzüglich eines Zuschlags.

Der Anlagenwasserinhalt ist die empfindlichste Eingabe. Er summiert sich aus Erzeuger, Speicher, Rohrleitungen und Heizflächen — und wird in der Praxis regelmässig unterschätzt, besonders bei Flächenheizungen mit langen Rohrstrecken.

DIN EN 12828 gibt vor, wie Nennvolumen, Vordruck und Wasservorlage zu bestimmen sind, damit weder das Sicherheitsventil anspricht noch das Gefäss im kalten Zustand leerläuft. Die Produktanforderungen an das Gefäss selbst stehen in DIN EN 13831.

Der Vordruck wird aus der statischen Höhe bestimmt: Je zehn Meter Höhendifferenz zwischen Gefäss und höchstem Anlagenpunkt kommt rund ein Bar hinzu, dazu ein Zuschlag. Ein Gefäss mit Werksvordruck, das ohne Prüfung eingebaut wird, ist in einem mehrgeschossigen Haus fast immer falsch eingestellt.

Grundlage: Dimensionierung nach DIN EN 12828, Produktnorm DIN EN 13831.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein zu kleines Gefäss zeigt sich daran, dass das Sicherheitsventil im Betrieb abbläst und der Anlagendruck danach im kalten Zustand zu niedrig ist. Wer dann regelmässig Wasser nachfüllt, führt der Anlage laufend Sauerstoff zu — die eigentliche Ursache vieler Korrosions- und Verschlammungsschäden.

Bei einer Wärmepumpe fällt die Ausdehnung geringer aus als bei einem Kessel, weil die Betriebstemperaturen niedriger sind. Ein übernommenes Gefäss aus der alten Anlage ist deshalb meist gross genug — sein Vordruck muss aber geprüft und die Membran auf Alterung kontrolliert werden.

Der Anlagendruck im kalten Zustand sollte knapp über dem Vordruck liegen. Wer diesen Zusammenhang kennt, kann selbst prüfen, ob das Gefäss noch arbeitet: Sinkt der Druck beim Ablassen kleiner Wassermengen sofort stark ab, ist die Membran meist defekt.

Rechnen Sie den Anlagenwasserinhalt lieber grosszügig als knapp. Ein Gefäss eine Nummer grösser kostet wenig, ein zu kleines führt zu wiederkehrendem Wassernachfüllen — und damit zu Sauerstoffeintrag, Korrosion und Verschlammung, deren Beseitigung ein Vielfaches kostet.

Wo dieser Rechner endet

  • Der Rechner bemisst das Gefäss. Ob Vordruck und Anlagendruck korrekt eingestellt sind, entscheidet sich bei der Inbetriebnahme und lässt sich nur an der Anlage prüfen.
  • Bei Anlagen mit Frostschutzmittel ändert sich der Ausdehnungskoeffizient. Das ist gesondert zu berücksichtigen.

Häufige Fragen zum MAG-Rechner

Wie gross muss das Ausdehnungsgefäss sein?

Das folgt aus Anlagenwasserinhalt, Temperaturdifferenz, Vordruck und maximalem Betriebsdruck nach DIN EN 12828. Der häufigste Fehler ist ein zu niedrig angesetzter Wasserinhalt — Flächenheizungen enthalten deutlich mehr Wasser, als viele annehmen.

Warum muss ich ständig Wasser nachfüllen?

Meist ist das Ausdehnungsgefäss defekt oder der Vordruck stimmt nicht. Die Anlage bläst dann bei Erwärmung über das Sicherheitsventil ab und hat kalt zu wenig Druck. Nachfüllen behebt das Symptom und verschlimmert die Ursache, weil jedes Mal Sauerstoff eingetragen wird.

Kann ich das alte Ausdehnungsgefäss weiterverwenden?

Häufig ja, da die Wärmepumpe mit niedrigeren Temperaturen und damit geringerer Ausdehnung arbeitet. Zwei Dinge sind zu prüfen: der Vordruck, der zur statischen Höhe passen muss, und der Zustand der Membran.

Wie prüfe ich, ob mein Ausdehnungsgefäss noch funktioniert?

Anlage drucklos machen und den Vordruck am Ventil des Gefässes messen — er muss dem Sollwert entsprechen. Kommt beim Prüfen Wasser statt Luft heraus, ist die Membran durchlässig und das Gefäss defekt. Diese Prüfung gehört in jede Heizungswartung.

Wie ermittle ich den Anlagenwasserinhalt?

Addieren Sie die Inhalte von Wärmeerzeuger, Speicher, Rohrleitungen und Heizflächen. Für Rohrleitungen gibt es Literwerte je Meter und Nennweite, für Heizkörper Angaben der Hersteller. Bei Flächenheizungen ist der Rohrinhalt erheblich — hier wird am häufigsten zu niedrig angesetzt.

Welchen Anlagendruck sollte meine Heizung kalt haben?

Knapp über dem Vordruck des Ausdehnungsgefässes, das ihn wiederum aus der statischen Höhe der Anlage ableitet. In einem zweigeschossigen Einfamilienhaus liegt der Kaltdruck deshalb typischerweise im Bereich von etwa eineinhalb bis zwei bar. Ein deutlich abweichender Wert ist ein Hinweis auf einen falsch eingestellten Vordruck oder ein defektes Gefäss.

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